Der Papa-Podcast
00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Echte Papas.
00:00:12: Übrigens mit eigener Arbeitskleidung.
00:00:15: Ha ha.
00:00:16: Seit neuestem.
00:00:17: Seit neuestem.
00:00:18: Ich bin der Florian, mache immer noch den Echte Papas Podcast.
00:00:21: Und an der anderen Handlung sitzt.
00:00:23: Sitzt Marco, der Redaktionsleiter von Men's Health.
00:00:26: Und für alle die, die diesen Podcast untypischerweise nur hören und nicht sehen, muss man natürlich sagen, dass wir hier in Niedlnagel neun... Echte Papas geburneten Hoodies sitzen, oder?
00:00:37: Haben wir
00:00:37: uns mal geleistet,
00:00:38: ja.
00:00:38: Ja, genau.
00:00:39: Also jetzt macht es auch mehr Sinn, uns nicht nur zu hören, sondern uns auch zu sehen, weil wir diese geilen Hoodies haben.
00:00:45: Die steht ja auch sehr gut.
00:00:47: Ja, aber besser.
00:00:48: Danke.
00:00:49: War das schon deine Frage?
00:00:51: Nee, du hast noch nicht das klassisch typische Intro.
00:00:54: Habe ich hier diese Acht?
00:00:55: und auf der anderen Seite sitzt Marco, Redaktionsleiter des Magazines Menschheitsthands.
00:00:58: Und gemeinsam sind wir die echten
00:01:01: Pappers.
00:01:02: Ja, genau.
00:01:03: So, jetzt hat's Hand und Fuß.
00:01:05: Und jetzt weiß man auch, dass wir das sind.
00:01:07: Und man weiß noch mehr, dass wir das sind, wenn wir wieder mit unseren Fragen um die Ecke kommen in unserem Intro.
00:01:12: Und ich habe natürlich eine Frage mitgebracht.
00:01:15: Zweite Folge dieses Jahr.
00:01:17: Gleich eine tolle Frage hinterher.
00:01:19: Marco.
00:01:21: zu deiner kindheit wie hast du da gab es ja auch ein fernseher nämlich an fragen wir nicht wie viel sender und gab es zu der zeit eigentlich schon wissenssendung.
00:01:30: also so weiß ich nicht was sind so klassische wissenssendung?
00:01:33: mir fällt immer sofort sie samstrasse
00:01:36: ein großer fern von sie samstrasse tatsächlich.
00:01:38: übrigens hatten wir drei fernsehsender.
00:01:42: Ja,
00:01:43: wir wohnten noch relativ nah an der DDR.
00:01:45: Das hatten wir, das heißt, wir konnten DDR eins und DDR zwei zusätzlich empfangen.
00:01:48: Das heißt, wir hatten fünf.
00:01:49: Aber gut, zurück zu deiner Frage.
00:01:52: Also ich habe ganz gerne, ich glaube, das ist Pusteblume geschaut mit Peter Lustig.
00:01:56: Nee, Löwenzahn.
00:01:57: Entschuldigung, Löwenzahn ließ es,
00:01:58: oder?
00:01:59: Aus dem Löwenzahn wird dann irgendwann eine Pusteblume
00:02:01: geschaut.
00:02:01: Genau, jedenfalls Peter Lustig in dieser Latzhose.
00:02:05: Den habe ich immer total gern geschaut und da hat man auch einiges gelernt.
00:02:09: Den gab es tatsächlich irgendwie nicht mehr, als meine Kinder dann in das Alter kamen.
00:02:13: Die haben dann, glaube ich, eher die Sendung mit der Maus geschaut.
00:02:18: Da konnte man ja auch viel lernen.
00:02:20: Ja, gucken wir.
00:02:20: So,
00:02:21: um was guckt man heutzutage?
00:02:23: Heutzutage guckt man wahrscheinlich jetzt erst einmal den neuen Kinofilm von Checker Tobi.
00:02:28: Warum sage ich das?
00:02:30: Liegt auf der Hand.
00:02:31: Weil wir natürlich Checker Tobi in unserem Podcast heute haben.
00:02:36: Ein totaler Ehrengast, oder?
00:02:38: Also, dass das Jahr gleich so cool anfängt mit so einem coolen Gast?
00:02:41: Ja, wir haben lange gegraben, aber er musste erst mal seinen dritten Kinofilm abdrehen und dann... aber er dachte, jetzt komme ich endlich zu euch.
00:02:47: Okay, super.
00:02:49: Dann würde ich mal sagen, bevor die Spannung noch steigt, holen wir mal den Checker Tobi dazu.
00:02:54: Oder wie offiziell heißt Tobi, Tobias Krell.
00:02:57: So zu sagen.
00:02:58: Ja, herzlich willkommen.
00:02:59: Hallo, Tobi.
00:03:01: Schön, dass du bei uns bist.
00:03:03: Danke,
00:03:04: ich freue mich auch sehr.
00:03:06: Checker Tobi.
00:03:07: Ja, das ist natürlich das, wie sagt man, prefix.
00:03:10: Schön, dass du da bist.
00:03:11: Du bist der Held, meine Sohn, der gerade draußen an der Tür klopft und unbedingt rein möchte.
00:03:16: Ich lasse ihn später vielleicht mal rein, wenn wir gesprochen haben, weil wir haben nämlich einige Fragen mitgebracht.
00:03:21: Und ich fang gleich mal an, weil es geht um deinen neuen Film.
00:03:25: Und darin, ohne jetzt das Spoilern, findest du im Keller nur das Videoband, auf dem du als achtjähriger eine Art Checker Show.
00:03:33: Checker Show zur Erde machst.
00:03:36: Und wenn du heute drauf schaust, jetzt ohne, wie gesagt, zu spoilern, was würdest du deinem Vater von damals gerne sagen?
00:03:42: Was hat er in dieser, in deiner Kindheit so richtig gut gemacht, was dich bis heute trägt?
00:03:49: Er hat mir immer schon früh viel zugetraut.
00:03:52: Also er hat einfach darauf vertraut, dass ich schon selbst meinen Weg mache, meine Erfahrung mache und meine Entscheidungen treffe.
00:04:03: Und das weiß ich wirklich sehr zu schätzen bzw.
00:04:05: ist eine Qualität, sage ich mal, die man als solche auch bezeichnen kann.
00:04:11: Und es ist zum Beispiel so, ich war ein Kind, das sehr neugierig war, viele Fragen gestellt hat und meine Mutter war immer viel besser darin, kindgerecht mir die Welt zu erklären als mein Vater, da er immer sehr kompliziert erklärt und so weiter.
00:04:24: Aber er hat es eben gleichzeitig schon geschafft, mir immer das Gefühl zu geben, dass ich zu ihm kommen kann.
00:04:31: Auch wenn ich eine Frage hatte, die er dann nicht gut erklären konnte, konnte ich trotzdem immer zu ihm kommen.
00:04:34: Und eben, dass er mir viel zutraut und zumutet.
00:04:39: Und das ist gut.
00:04:40: Also ein großer Teil meines Selbstbewusstseins kommt bestimmt auch daher, dass er so drauf war mit mir.
00:04:45: Und mit uns.
00:04:46: Ich hab noch zwei Geschwister.
00:04:47: Das heißt, er hat dir die Sicherheit gegeben, dich einfach wirklich vor die Kamera zu stellen und selbstbewusst so eine Show aufzusetzen.
00:04:54: Ja, also diese Show in dieser Sendung, in dem Film meine ich, die ist natürlich ein Stück weit Fiktion.
00:04:59: Also es gibt wirklich Sachen, die sind auch autobiografisch, was den kleinen Tobi in diesem Film angeht.
00:05:06: Ich habe in dem Alter auch tatsächlich schon eine Radiosendung aufgenommen.
00:05:09: Ich hatte so einen alten Cassette Recorder und so ein Fischer-Price-Mikro und habe dann da irgendwelche Lava-Podcasts, würde man es heute nennen, aufgenommen.
00:05:15: Oder meine Schwester-Interview oder so.
00:05:17: Und ich habe auch eine Zeitung gegründet und Artikel über meine Nachbarn und Nachbarinnen geschrieben.
00:05:22: Ungefragt.
00:05:24: Aber eine Fernsehshow hatte ich nicht.
00:05:25: Aber er hat mir auf jeden Fall den Mut mitgegeben, loszugehen und neugierig zu sein und Fragen zu stellen.
00:05:34: Und man will auch ganz klar sagen, er ist Kameramann.
00:05:36: Also ich bin auch durch ihn, vor allem durch ihn, überhaupt zum Fernsehen gekommen.
00:05:39: Also das kann ich ihm natürlich auch noch schreiben.
00:05:43: Ohne ihn wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, Journalist und Redakteur und Reporter zu werden.
00:05:48: Dann wäre ich auch nicht Checker Tobi.
00:05:49: Also danke Papa.
00:05:52: Danke, Papa.
00:05:52: Ja, aber auch ganz interessant, du hast ja gesagt so, du konntest ihn alles fragen, aber er hat nicht so kindgerecht erklärt.
00:05:58: Das hast du ja jetzt besser gemacht, oder?
00:06:01: War das ein Spuren, besser zu machen als der Vater?
00:06:05: Ach, also da komme ich dann vielleicht einfach eher nach meiner Mutter.
00:06:08: Nee, ich weiß es nicht.
00:06:08: Also, dass ich irgendwie quasi so dann plötzlich in so einer Rolle gelandet bin, wo ich Kindern die Welt erkläre, das ist nichts, was... was ich irgendwie von langer Hand geplant hätte.
00:06:20: Also überhaupt, dass ich im Kinderfernsehen lande, waren Riesenzufälle, waren dafür verantwortlich.
00:06:26: Ich bin jetzt natürlich sehr, sehr froh drum, dass ich irgendwann Checker Tobi wurde.
00:06:31: Ist die größte Freude der Welt.
00:06:32: Aber ich glaube, das kann ich nicht auf mein Elternhaus zurückführen, dass ich irgendwann den Anspruch entwickelt habe, ich will irgendwann mal besser erklären als Papa.
00:06:42: Gut, aber hätte auch sein können nach der Vorgeschichte.
00:06:46: Ja, stimmt.
00:06:47: Flo hat es ja gerade schon erzählt.
00:06:48: Es gibt einen neuen Film, wir haben noch gar nicht gesagt, wie er heißt.
00:06:51: Ich sage mir den offiziellen Titel, also er heißt Shaka Tobi III, das ist jetzt noch nicht weiter überraschend nach zwei Filmen.
00:06:57: Und dann kommt aber noch die heimliche Herrscherin der Erde.
00:07:00: Da wird es jetzt ein bisschen mystisch und man weiß aber auch schon, worauf es hinauslaufen könnte, sag ich mal.
00:07:07: Was entdeckt denn Kinder und Eltern in deinem Film über das Element Erde?
00:07:13: Vielleicht ist ja noch nicht wussten, also vielleicht ist ja die Erde auch so ein bisschen vernachlässigt, also im doppelten Sinne wollen wir, weil wir treten auf ihr rum und es ist so ein bisschen so richtig bewusst macht man sich das Ganze ja noch nicht.
00:07:26: Was für AHA Effekte hat man, wenn man aus dem Kino geht?
00:07:29: Das stimmt, wir trampeln auf ihr rum, wir versiegeln sie, wir nehmen ihr eigentlich jede Art von Atmen und Leben und so weiter, so wie wir mit der Erde oder dem Boden umgehen.
00:07:43: Und ich muss auch sagen, als wir das Thema Erde gewählt haben, die ersten beiden Filme hatten ja Wasser und Luft zum Thema, deshalb war es eigentlich nur die Frage Feuer oder Erde und dann haben wir uns für die Erde entschieden.
00:07:54: Und da habe ich von allen Elementen bisher am wenigsten zu gewusst und war dann doch auch am meisten überrascht.
00:07:59: Und ich glaube, das, was die Leute aus dem Kino mitnehmen, ist die Vielfalt und Bedeutung des Bodens, über den wir uns ebenso wenig Gedanken machen.
00:08:10: Wir denken vielleicht drüber nach, dass unsere Lebensmittel dort wachsen und uns als Menschheit versorgen.
00:08:15: Aber auch das nehmen ganz viele für selbstverständlich, dass man sich dafür um den Boden kümmern muss, dass man gut mit ihm umgehen muss, dass man vernünftige Landwirtschaft betreiben muss.
00:08:23: Das sind so ein paar Sachen, die in dem Film auf jeden Fall anklängen.
00:08:26: Aber wir entdecken den Boden auch als großen Schatz.
00:08:31: als Schatzkammer, als Tresor für die Samen von allen Nutzpflanzen auf der Erde.
00:08:36: Wir entdecken den Permafrostboden, wir entdecken den Boden als... den Ort, wo man Millionen alte Fossilien, die irgendwann zu fossilen Brennstoffen wurden, finden und entnehmen kann.
00:08:49: Wir entdecken den Boden als Ort, wo Archäologinnen in der Vergangenheit Wühlen und Detektivarbeit machen, um mehr rauszufinden, wie die Menschen früher gelebt haben.
00:08:57: Also wir gucken uns den Boden von allen möglichen Seiten an.
00:09:00: Ich glaube, im besten Fall haben wir mindestens einen Aspekt, den die Leute, die im Kino sitzen vorher noch nicht auf dem Schirm hatten, und haben irgendwas angestupst, was dann bei den Leuten auslöst, dass sie denken, Schon ganz schön gut, was wir da unter unseren Füßen haben, sollten wir uns mehr darum kümmern.
00:09:15: Mehr wertschätzen, das stimmt.
00:09:16: Also ich habe meinem Sohn auf jeden Fall versprochen, dass wir den anschauen im Kino.
00:09:21: Und der ist neun.
00:09:23: Du warst, oder das haben wir ja gerade am Anfang schon festgestellt, acht, so ein Stück weit auch, in dem Film beziehungsweise begegnest irgendwie so deinem achtjährigen Ich.
00:09:34: Was hat dir diese Begegnung?
00:09:36: Jetzt kommen wir mal auf die Meta-Ebene.
00:09:38: Was hat diese Begegnung so ein bisschen mit dir selbst gemacht oder über das erwachsenen Leben gezeigt?
00:09:45: Also habt ihr eine besondere Begegnung gehabt oder?
00:09:48: Also wir haben diese Figur, dass der achtjährige Tobi, also ich selbst als Kind, plötzlich in der Jetztzeit auftaucht und mir ins Gewissen redet.
00:09:57: Das haben wir schon sehr früh in den Film reingeschrieben.
00:09:59: Also das Buch und den Filmen habe ich mir zusammen ausgedacht mit der Regisseurin Antonia Sim und noch ein paar Leuten in so einem Writer's Room.
00:10:06: Das war ein ganz toller Prozess.
00:10:08: Und wir haben aber schon sehr früh eben entschieden, diese Ebene mit reinzunehmen, weil wir uns so gefragt haben, was kann man eigentlich Checker Tobi, der Figur in diesem Film, Dramatisches passieren lassen, damit die Figur eine Wandlung durchmacht.
00:10:23: Und das Schlimmste, was passieren kann, ist, die Neugierde verschwindet.
00:10:26: Weil Checker Tobi ist erstmal neugierig.
00:10:29: Ich kann jetzt aber nicht in den ganzen Film lang ein bisschen desinteressiert durch Madagaskar und Spitzbergen trampeln.
00:10:33: Das wäre langweilig.
00:10:34: Also haben wir gedacht, wir müssen die Neugierde personifizieren.
00:10:37: Und das, was ich als Kind mal war, das ist die personifiziert Neugierde.
00:10:41: Und die Idee finde ich erst mal sehr charmant, weil ich glaube Kinder können anders mit dieser Ebene connecten als Erwachsene, die selbst irgendwann mal Kind waren und sich vielleicht im Kinosessel fragen, ja was habe ich eigentlich vergessen von früher, was mir mal wichtig war.
00:10:53: Also versuchen wir Eltern und Kinder gleichermaßen anzusprechen.
00:10:58: Und weil du gefragt hast, wie diese Begegnung war, also der junge Theo Latta, der den achtjährigen Tobis spielt, Den überhaupt erst mal zu casten, war schon weird, weil ich natürlich wusste, ich treffe jetzt ganz viele Jungs, es hatten sich fast sechshundert beworben, mit zehn oder zwanzig habe ich eine Szene gedreht zum Casting.
00:11:16: Ich treffe jetzt Jungs, die alle mich spielen wollen.
00:11:19: Und ich gucke mir quasi selbst in die Augen und ich muss mir irgendwie ähnlich sehen, ich muss die aber auch irgendwie spüren, dass die so die gleichen Neugierde und den gleichen Schalken nacken haben, wie ich damals hatte und so.
00:11:30: Das war ein interessanter Prozess, den ich... nicht nur empfehlen kann.
00:11:36: Aber sehr, sehr spannend und am Ende auch bin ich echt sehr glücklich damit, dass wir es gemacht haben und dass wir Theo gefunden haben, der hat das nämlich super gemacht.
00:11:44: Ich muss einmal nachhaken, welcher Teil ist nicht zu empfehlen von diesem Prozess?
00:11:49: Also wir haben das Casting in einem Tiefgarage stattgefunden und ich habe halt irgendwie an einem Nachmittag zehn kleine Tobis in die immer gleiche Szene in so eine Tiefgarage begleitet und die immer gleichen Sachen gesprochen.
00:12:00: und dann irgendwann, weil das Ganze natürlich im Casting ist das normal, auch so repetitiv wirkt, habe ich irgendwann gemerkt so, ja krass, das sind halt alles irgendwie eigene Jungs und jeder von denen bringt irgendwas mit, was ich fantastisch finde und ich bin dadurch irgendwie so ein bisschen... Kennt ihr das, wenn man so lange über eine Sache nachdenkt, dass er ein bisschen schwindelig wird, weil es irgendwann dann so ein bisschen ungreifbar wird?
00:12:21: So ging mir das in dieser Auseinandersetzung mit mir selbst, nur dass ich selbst halt von zehn verschiedenen Jungs gespielt wurde.
00:12:29: Wahrscheinlich auch eine sehr intensive Reise in die eigene Vergangenheit, oder?
00:12:32: Weil man sich immer wieder so in sein eigenes achtjähriges Ich vielleicht zurückversetzen musste und geht ja nicht nur um Äußerlichkeit, wie du schon gesagt hast, geht ja auch um Neugier viel.
00:12:42: Ja, genau, aber eigentlich auch total schön, weil... Ich jetzt zum Beispiel so, also, dass ich als Kind eine Radiosendung aufgenommen habe und eine eigene Zeitung gegründet habe, das hatte ich nicht mehr so sehr auf dem Schirm, obwohl ich Journalist geworden bin und oft darüber rede, warum ich Journalist wurde.
00:12:57: Es kam jetzt alles in dem Drüber nachdenken, wer war ich eigentlich als Kind wieder so in mir hervor?
00:13:02: Und das ist doch auch irgendwie was Tolles gewesen.
00:13:07: Kommt mal zurück zum Thema des Films.
00:13:10: Du hast ja gerade schon gesagt, das ist ein echtes Wunderwerk und auch so vielschichtig in den Facetten.
00:13:16: Und man geht aus dem Kino raus mit mindestens einer Sache, die man noch nicht wusste oder die man noch nicht so auf den Schirm hatte.
00:13:23: Jetzt soll das ja eigentlich nur der Anstoß sein, um weiter über das Thema nachzudenken idealerweise.
00:13:31: Aber Erde und Matsch und Natur, da ist man ja auch schnell so irgendwie bei den mannen Worten von manchen Eltern, mach dich nicht dreckig und nicht zu tief in den Schmutz und so.
00:13:43: Also mal abseits von Schmutz, Flecken und Gefahren.
00:13:48: Wie können wir denn nach dem Film die Neugier unserer Kinder auf die Erde, auf den Boden, auf Matsch wecken?
00:14:00: Ohne noch ein zweites mal in den Kinofilm zu gehen.
00:14:01: Das geht natürlich auch, aber vielleicht.
00:14:04: Also wie sieht die praktische Umsetzung aus?
00:14:06: So vielleicht mal gefragt.
00:14:08: Also wahrscheinlich auf die gleiche Art, wie man Kinder für fast jedes Thema neugierig machen kann oder Interesse wecken kann.
00:14:16: Erst mal, also jetzt aus der Sicht von Erwachsenen, von Vätern, Müttern, Eltern, würde ich sagen.
00:14:24: Man müsste sich selbst wirklich dafür interessieren.
00:14:26: Also, ich hab das Gefühl, das ist ja so ein bisschen das Grundkonzept auch von Checker Tobi.
00:14:30: Wir verstellen uns ja nicht oder ich verstellen mich ja nicht um so zu tun, als würde mich was interessieren, sondern ich finde das in dem Moment, wo ich irgendwo bin, wirklich spannend.
00:14:37: Ich knipse ja nicht irgendwas an, sondern das bin ich ja authentisch.
00:14:42: Und ich glaube, das trifft sich ja auch auf Eltern zu, wenn die mit einer echten Begeisterung oder Neugierde ein Gespräch mit ihren Kindern zum Thema Erde oder Boden führen.
00:14:53: Dann kommt bestimmt sofort eine Idee von wegen, ja, guck mal, lass uns doch mal im Garten irgendwie wirklich mal was reinstecken und gucken, ob nicht irgendwie was wächst.
00:15:02: Oder wenn man in der Wohnung geht und lass uns doch mal auf den Balkon was machen oder lass uns mal ein Hochbeet anlegen oder keine Ahnung.
00:15:07: Ich glaube, da entstehen dann sofort Ideen draus.
00:15:10: aus einem Miteinander, weil man halt ein echtes Gespräch führt und weil sich dann die Neugierde eins plus eins ist in dem Fall dann vielleicht drei.
00:15:19: Der Elternteil und das Kind steigern sich gegenseitig so ein bisschen hoch und stachen sich so ein bisschen an und dann kommt man schon auf Ideen.
00:15:27: Und das ist aber eben, glaube ich nicht, also im besten Fall ist das nach dem Kinofilm mit dem Thema Erde so, aber ich glaube, das kann theoretisch im Miteinander von Kindern und Eltern bei jedem Thema immer wieder passieren und dann hat man wieder neues Projekt und dann probiert man wieder das Neues aus und erlebt ein weiteres Abenteuer oder ein weiteres Thema gemeinsam.
00:15:49: Ja.
00:15:50: Aber spannend, dass man letztendlich will, die Neugier des Kindes wecken und der einfachste Weg ist eigentlich ja seine eigene Neugier zu wecken.
00:15:58: Ja oder sagen wir mal eher so, die eigene Neugier zuzulassen.
00:16:03: Weil das ist ja dann auch was, was auch alle, wir kennen das alle, die wir erwachsene Menschen sind.
00:16:07: Der Alltag ist anstrengend und stressig.
00:16:09: Man hat tausend Sachen auf dem Zettel.
00:16:11: Es ist sowieso, man hat keine Kapazitäten für gar nichts.
00:16:15: Da ist es halt manchmal anstrengend, auch noch die Neugierde zuzulassen.
00:16:20: Das ist ja so ein bisschen das, was wir mit dem inneren Kind versuchen, irgendwie im Film zu vermitteln.
00:16:24: Aber wenn man dem den Raum gibt ... Und ich meine, sich mit Kindern auseinanderzusetzen erfordert immer auch Geduld.
00:16:32: Aber wenn man dem den Raum gibt, dann kann es doch passieren, glaube ich, dass man auch als erwachsener Mensch plötzlich feststellt, dass man sich für ganz viele Sachen, für die man sonst nicht so nervt, plötzlich interessieren und begeistern kann.
00:16:47: Apropos Themen, für die man keinen nervt, wahrscheinlich, weil sie... teilweise auch sehr, sagen wir mal, an die Substanz gehen.
00:16:55: Ihr wart jetzt an vielen Orten unterwegs, auch an extremen Orten.
00:16:59: Bist du ja auch schon eingangs gesagt, so Madagaskar.
00:17:02: Wo war denn noch arktische Permafrostboden?
00:17:05: Maya in Mexiko.
00:17:08: Und gerade was Arktis und Permafrostboden betrifft da, glaube ich, seid ihr ja dann auch mit dem aktuellen Thema Klimakrise so ein Stück weit in Verbindung gekommen bzw.
00:17:20: Seid da über Nanna gestäupert.
00:17:21: und wie spricht man mit Kindern über?
00:17:25: oder wie würdest du mit mit Kindern über?
00:17:27: Nein, du kannst ja eigentlich gut mit Kindern über solche Themen sprechen, würde ich sagen, ohne dass sie ein Stück weit die Hoffnung verlieren in dem Ganzen, was da auf und zu kommt.
00:17:40: Wie hast du es gemacht?
00:17:40: Wie gehst du es an?
00:17:41: Das ist eine große Kunst, oder?
00:17:44: Ja, also es gibt ja ganze... Forschungsgebiete, gerade beim Thema Klima, Forschungsgebiete, Forschungsarbeiten, Bücher dazu.
00:17:53: Wie funktioniert die Kommunikation über und mit der Klimakrise?
00:17:56: Und auch zurecht gibt es die, weil es ist das Zukunftsthema überhaupt, oder nicht nur in Zukunft, sondern das Thema überhaupt, dass alle Menschen auf der Welt extrem betrifft und noch mehr betreffen wird und das am allerwenigsten Fokus im Verhältnis hat.
00:18:11: Also es ist schon wichtig, dass Leute sich fragen, wie redet man darüber?
00:18:14: Und wenn ich jetzt darauf antworte, wie redet man mit Kindern drüber, die ja nun mal noch eine Weile länger auf der Erde sind und auch noch eine Weile länger mit diesem Thema zu tun haben werden und auch noch auf extremere Art und Weise als wir mutmaßlich, würde ich denken, dass es ganz wichtig ist, Kinder nicht, also jetzt nicht künstlich zu schonen, sondern ihnen schon zu sagen, guck mal, das kann man jetzt schon beobachten, das ist der Fakt, das passiert übrigens, weil... Sie dann auch zu bilden und ihnen zu erklären, das passiert, weil das und das sind Treibhausgase, Klimagase, das und das kann man tun, das und das passiert vielleicht zu wenig.
00:18:49: Und dann, was ich auch ganz oft in so Vorträgen mache, bei ganz vielen Liveauftritten, spreche ich immer auch über die Klimakrise, was ich dann mache, ist, dass ich, wenn ich dargelegt habe, dass das schon auch eine dramatische Angelegenheit ist, dass ich aber auch immer dann sage, und ich habe so viele Leute getroffen, die was dagegen tun, dann gebe ich Beispiele von Menschen, die Hoffnung geben.
00:19:08: Das ist ja das.
00:19:09: Ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man eben, um nicht die Hoffnung zu nehmen, einfach ein Beispiel dafür gibt, dass es sehr viele Leute gibt, die einem zu Recht Hoffnung geben können.
00:19:16: Das kann sowohl der Indigene im brasilianischen Regenwald sein, als auch die Klima-Klasse-VI-C in Hamburg-Ebendorf, keine Ahnung.
00:19:24: Und da findet man Beispiele.
00:19:25: Und danach kann man, das mache ich dann auch immer bei den Vorträgen, mit Kindern ganz offen darüber reden, was denen so einfällt zu dem Thema, was man machen könnte, was man erfinden müsste.
00:19:35: Und dann kommt man zum Schluss eben wieder und setzt sie in ihre Kraft, weil man dann sagt, okay, komm, wir spinnen mal rum.
00:19:41: Und dann werden sie ja plötzlich kreativ und lassen sich Dinge einfallen, das in ihrer Fantasie freien Lauf.
00:19:47: Und dann hat man auch schon wieder einen Momentum erreicht, wo man das dramatische Miteinander durchgegangen ist, aber auch überwunden hat und ist schon wieder in einer anderen Stimmung.
00:19:55: Das finde ich immer das Wichtige, dass man schwere Themen nicht in der schweren Stimmung beendet oder verlässt, sondern gemeinsam... wieder irgendwo eins weitergeht, um von woanders weiterzumachen.
00:20:07: Das ist
00:20:08: spannend.
00:20:09: Das ist spannend.
00:20:10: Entschuldigung, ich wollte dich nicht miterbrechen, aber das ist total spannend, weil das vor allen Dingen, glaube ich, auch uns Eltern ja enorm hilft.
00:20:16: Also ich merke gerade, wenn du das so sagst und ich mir das vorstelle, wie ich das meinem Sohn erkläre, dann würde in mir das vor allen Dingen viel auch auslösen, dass ich dann selber auch mal sehe, es ist nicht nur dystopisch, sondern vielleicht, ja, es gibt einfach gut News.
00:20:33: Ja, good news ist ja auch ein super Stichwort.
00:20:35: Also, weil wir machen auch Sendungen zu tagespolitischen Themen immer mal wieder.
00:20:41: Wenn Putin die Ukraine angreift, dann haben wir uns mit vier Sondersendungen dem Thema gewidmet und so weiter.
00:20:45: Ich finde es auch ganz wichtig, dass auch wie aufs Checker-Format dort immer auch ein Angebot machen für Erklärangebote.
00:20:52: Das macht ja Logo, das ist ja auch wichtig.
00:20:56: Aber dann wollen wir da auch irgendwie quasi unsere Art und Weise der Erklärung loswerden.
00:21:02: Und in diesen ganz vielen schwierigen Themen, glaube ich, ist es total wichtig, erstens zuzulassen, dass Themen auch Angst machen können, das auch zu benennen und auch sagen, es ist normal und es geht auch mir so.
00:21:14: Und dann aber trotzdem gemeinsam irgendwie hinten raus irgendeine Art von Angebot machen.
00:21:19: Was könnte gut tun?
00:21:19: Was kann helfen?
00:21:21: Was können wir jetzt machen?
00:21:22: Das ist auch total legitim zu sagen, komm, wir lenken uns mal ab jetzt.
00:21:24: Das war ganz schön krass.
00:21:26: Das sind alles Sachen, die legitim sind.
00:21:28: Ich glaube, es ist nur wichtig, dass man es halt miteinander macht.
00:21:31: Ja, das ist wieder so eine kleine Geheimformel.
00:21:32: Wir reden eigentlich am besten mit Kindern, finde ich.
00:21:35: Das kannst du wirklich transportieren auf ganz viele Ebenen.
00:21:39: Ich habe eine ganz andere Frage.
00:21:41: Du bist ja für viele Kinder sowas wie der große Bruder oder der coole Onkel.
00:21:48: Wie geht man mit dieser Vorbildrolle um?
00:21:51: Oder anders gefragt, müsste schon mal bei Rot über die Ampel gegangen werden, wenn Kinder zugeguckt haben.
00:21:56: Also das weiß ich zu vermeiden.
00:22:02: Also ich bin mir schon der Tatsache bewusst, dass ich eine Vorbildrolle habe, auch eine große.
00:22:07: Und das ist auf der einen Seite total schön, weil ich weiß, dass ich sehr viele Kinder inspiriere oder Lustmacher auf die Welt und so, dass das allercoolste was passieren kann.
00:22:22: Gleichzeitig ist es aber natürlich schon auch so, dass ich wenn ich vor der Tür bin, immer weiß, dass ich auch gerade irgendwie nicht einfach nur Tobias Kälsern kann, sondern ich bin immer Checker-Tobi.
00:22:32: Wenn mich irgendwer irgendwo sieht, dann werde ich als DR wahrgenommen und dann kann ich eben nicht über Rot laufen und dann sollte ich besser auch nicht mit einer Bierflasche in der Hand irgendwo rumliegen oder sowas.
00:22:43: Also all diese Sachen passieren mir zum Glück ähnlich, aber ich achte da drauf.
00:22:48: Manchmal würde ich mir freuen, würde ich mich freuen, bisschen auch mal für einen Tag ganz anonym zu sein.
00:22:53: Das geht nämlich tatsächlich fast nie, aber es ist halt einfach, ist ja jetzt einfach Teil meines Lebens und das ist ja bei mir auch zum Glück sehr organisch gewachsen.
00:23:04: Das Format wurde größer, ich mache das länger, mehr Kinder kennen ist, die Bekanntheit wird größer.
00:23:08: Ich stelle es mir schwierig vor, wenn man Justin Bieber ist und man ist heute noch irgendwie ein YouTuber und morgen ein Weltstar.
00:23:14: Ich glaube, das kann einem zu Kopf steigen oder schwierig werden.
00:23:17: Das ist bei mir ja alles immer irgendwie so schrittweise passiert, also komme ich mit klar.
00:23:22: Und notfalls fährst du halt nach Madagaskar, oder?
00:23:25: Da kennt man dich wahrscheinlich noch nicht ganz so gut.
00:23:27: Das ist richtig.
00:23:28: Das merke ich aber tatsächlich, wenn ich nicht deutschsprachigen Ausland bin und Urlaub mache, dann bewege ich mich nach einer Weile anders, weil ich merke, dass ich nicht mehr so scanne, bis da ein Kind.
00:23:39: könnte mich da irgendwer erkennen.
00:23:40: Das macht man irgendwie, also ist mir so ein bisschen in Fleisch und Blut übergegangen.
00:23:46: Und das leg ich nach einer Weile ab, wenn ich irgendwo bin, wo es nicht so viele deutsche Kinder gibt.
00:23:53: Wechsel mal leicht das Thema, aber wir bleiben trotzdem eigentlich bei der Kernsubstanz.
00:23:58: Und zwar geht es um Bildschirmzeit.
00:23:59: Bildschirmzeit ist gerade auch bei uns immer so ein Thema, wie viel habe ich in der Woche und das habe ich überhaupt noch so.
00:24:05: Und jetzt kann man natürlich sagen, hey, Checker-Videos.
00:24:11: Das ist auch eigentlich mehr Zeit am Bildschirm, aber wohlgewerkte, gut genutzte Zeit.
00:24:20: Wie glaubst du, wo sind die Grenzen von Wissensformaten?
00:24:24: Das ist natürlich eine harte, spannende Bogen gerade.
00:24:26: Aber wo glaubst du, sind die Grenzen von Wissensformaten, die wir gerade so besprochen
00:24:31: haben?
00:24:33: Also es sind ja, glaube ich, so ein bisschen zwei Fragen.
00:24:35: Das eine ist die Frage, wie geht man also... Also ich fange mal anders an.
00:24:42: Ich krieg schon öfter mitgeteilt, dass in manchen Familien unsere Checkersendungen nicht zur Bildschirmzeit zählen, weil die Eltern dann wissen, guck mal, da guckt ihr doch was Vernünftiges, das können wir mit gutem Gewissen machen.
00:24:53: Und das ist natürlich eine riesen Ehre.
00:24:55: Und an dem Punkt, jetzt komme ich zu dem zweiten Teil der Frage, freue ich mich total, dass wir mit unserer Kinderwissenssendung so sehr... in den Schulen unterstützen können, in den Familien Teil davon sind.
00:25:08: Bei schwierigen Themen wie Tod oder Krebs, die wir gemacht haben, hab ich auch ganz oft mitbekommen, dass wir auch Gesprächsunterstützung in Familien bieten.
00:25:17: Weil irgendwie Eltern dann sagen, es hat uns total gut getan, erst mal gemeinsam die Leben- und Sterbenfolge zu gucken und dann über den Tod von Opa zu sprechen oder umgekehrt.
00:25:26: Und da find ich total toll, dass wir mit einer Wissenssendung so ... Menschen, Familien, Kindern, der Gesellschaft, was zurückgeben können.
00:25:36: Aber nichts ist zu weniger.
00:25:39: und, ach so, genau, und wenn man jetzt die ganze Zeit Checker-Tubik gucken würde, wenn man wahrscheinlich hätte, man super allgemein wissen.
00:25:44: Aber nichts ist zu weniger, finde ich es auch ganz richtig und wichtig zu sagen, dass wir ein Aspekt sind von ganz vielen, von einem ganz tollen, breiten Angebot von Kindern, Medien und Kinderwelten, es gibt so viele Büchermagazine, einfache Hörspiele, die Tony-Box und so weiter, wo man eben auch ohne Display, und das finde ich wirklich sehr wichtig, auch lernen kann.
00:26:07: Und man kann auch ohne Medien lernen, man kann auch einfach vor die Tür gehen und einen Schneemann bauen ohne eine Sendung dazu zu gucken.
00:26:17: Genau.
00:26:17: Und deshalb würde ich sagen, ich freue mich, wenn wir irgendwo dazu beitragen, dass Kinder sich bilden.
00:26:22: Aber das nur am Display stattfinden zu lassen, finde ich auch fatal.
00:26:27: Okay, ihr bietet einen guten Angebot an, um in ein Interesse für ein Gebiet zu finden, in das man dann nochmal tiefer einsteigt.
00:26:35: Sehr gut gesagt.
00:26:36: Sehr gut.
00:26:37: Sehr schön.
00:26:39: Bleiben wir mal bei deiner Thielgruppe, Tobi.
00:26:42: Du hast ja in deiner Doku Kinder, wie geht's und auch in vielen Checkerfolgen erlebt, wie es Kinder in Deutschland wirklich geht, also mit den Sorgen, dem Leistungsdruck, manchmal auch Krankheiten und Tod und Trauer.
00:26:54: Was beobachtest du?
00:26:56: Woran scheitern wir Erwachsenen im Alltag mit Kindern am häufigsten?
00:27:02: Also das, was dir wiedergespiegelt wird, was du beobachtest, du hast ja sicher sehr viel Impulse.
00:27:07: Wo haben wir da noch eine große Baustelle als Väter und Mütter?
00:27:11: Also ich glaube,
00:27:13: dass
00:27:14: zwei Aspekte vielleicht, also das eine, ihr habt die Doku angesprochen, Kinder, wie geht's, wo ich zehn Kinder und aber vor allem auch Jugendliche über ein Jahr lang begleitet und immer wieder getroffen habe in ganz Deutschland, in ganz verschiedenen Sozialen und über Lebenswelten.
00:27:30: Und da habe ich schon viel mitbekommen, dass Kinder sich mehr Augenhöhe und mehr ernst genommen zu werden, gehört zu werden, wünschen.
00:27:39: Und das ist ein Aspekt, den ich auch selbst ganz wichtig finde, die Teilhabe von Kindern an Prozessen, an gesellschaftlichen Leben und so weiter, die, glaube ich, lässt sich unbedingt noch weiter ausbauen.
00:27:53: Und das ist natürlich, es fängt im Mikrocosmos-Familie vielleicht an, aber es hat auch eine politische Dimension.
00:28:00: Also Kinder zum Beispiel haben ja einfach schlicht keine Lobby.
00:28:03: in der Politik.
00:28:05: Und wenn Friedrich Merz jetzt den sechsten Stahlgipfel und den neunten Autogipfel macht, ist es richtig, unbedingt richtig.
00:28:13: Aber ein Kinder- oder ein Bildungsgipfel habe ich noch nicht im Kanzleramt.
00:28:18: Und wenn man ein bisschen mit Augenmaß über die nächsten Wahlperioden hinaus Politik machen würde, dann würde man sehen, wie wichtig auch für unsere Wirtschaft die Ausbildung und das Leben und die Lebensqualität von Kindern in unserem Land ist.
00:28:33: So, das würden sich Kinder, glaube ich, wünschen, mehr mitzuentscheiden, mehr gehört zu werden.
00:28:37: Und für die Eltern ganz konkret bedeutet das, das hatten wir schon mal kurz, dass es kostet Mühe und es kostet Geduld, aber wenn man sich die Zeit und die Geduld nimmt, sich seinen Kindern wirklich zu widmen und nicht immer nur kurz und dann wieder auf dem Smartphone noch, noch irgendwie ein Mail rauszuschicken, das ist, glaube ich, was, was ich viel mitkriegt habe, was Kinder unbedingt brauchen und was... was oft einfach zu kurz kommt.
00:28:59: Und ich will das gar nicht als Vorwurf formulieren, weil ich kenne das und verstehe das und so weiter.
00:29:03: Aber ich glaube, das ist was, was man sich einfach immer wieder, kann man sich immer wieder daran erinnern, als Elternteil, dass es wichtig ist, sich seinen Kindern wirklich voll zu widmen für einen Moment.
00:29:15: Und das tut gut und es merken die.
00:29:18: Das finde ich schön.
00:29:19: Schön gesagt.
00:29:20: Ich bin ja tatsächlich noch mit dem Satz groß geworden, der da hieß, wenn Erwachsene sich unterhalten, haben Kinder still zu sein.
00:29:26: Und da sind wir ja Gott sei Dank schon darüber entweck, aber du hast recht, das ist natürlich noch lange nicht die Spitze der Fahnenstange.
00:29:36: Ja,
00:29:36: total.
00:29:38: Stimmt, den Spruch kenne ich auch noch.
00:29:40: Auch wenn die Kuchen sprechen, haben die Krümel Pause.
00:29:48: Bevor wir gleich zum Ende kommen, wenn Familien jetzt in deinem Film im Januar sind, oder jetzt eigentlich sind wir jetzt im Januar, was können sie jetzt direkt als Allererstes sofort anfangen?
00:30:09: für mehr Natur, für mehr Boden unter den Füßen, mehr Verantwortung im Kleinen?
00:30:14: Was ist da so?
00:30:15: Was können die machen?
00:30:17: Jeder und jeder kann nicht
00:30:19: ein Balkon am Fensterbrett oder wenn man einen Garten hat, irgendwas Kleines selbst an.
00:30:28: legen ansetzen und kann mit den Händen in der Erde arbeiten.
00:30:32: Jeder findet irgendwo einen Fleck, wo man mit den Fingern in der Erde wühlen kann und selbst rausfinden kann, wie schön und teilweise überwältigend es sein kann, einen kleinen Tomatensamen irgendwo reinzustecken und später an einem Riesenstrauch ganze Tomaten zu ernten.
00:30:47: Diese Erfahrung von selbst machen, selbst ackern ist ja gigantisch.
00:30:55: Und das kann jeder und jeder für sich selbst zu Hause machen.
00:30:57: Man kann sich auch einfach von innen am Fensterbrett keine Setzlinge ziehen und so weiter.
00:31:01: Das kann man gemeinsam tun als Familie.
00:31:03: Das bringt Spaß und man lernt was und es ist irgendwie ein Projekt, das man über Wochen beobachten kann und so.
00:31:09: Und alle Kinder, die zur Schule gehen.
00:31:10: Die möchte ich hiermit offiziell auffordern, sich bei ihren Lehrerzimmern oder Lehrern oder Schulleitungen zu melden und denen zu sagen, meldet euch mal bei AckerEV.
00:31:19: Das ist ein Verein, die unterstützt sich schon ganz lange als Botschafter, die sorgen dafür, dass alle Kindergärten Schulen in Deutschland wieder Schulgärten bekommen und Kinder dort Ackern als Unterrichtsfach haben.
00:31:33: Und das ist auch eine Erfahrung, wenn die Teil des Schulalltags ist, die gehört einfach dazu.
00:31:39: Gerade in den Städten wissen die Kinder überhaupt nicht mehr, wo Lebensmittel eigentlich herkommen.
00:31:42: Und deswegen, glaube ich, ist das eine ganz tolle Initiative, AKEV.
00:31:46: Kann man sich einfach bei den Lehrern melden, die kommen, die bringen die ganze Infrastruktur, die machen das alles, die bieten das an, die bilden die Lehrkräfte weiter, unbedingt machen.
00:31:56: Toll, ich kenne die Jungs im Mittelzehntel.
00:31:58: Insofern ja.
00:31:59: Du hast
00:32:00: richtig tolle Leute auch einfach.
00:32:02: Ja, genau, bin großer Fan.
00:32:04: Tobi, wir müssen leider schon zum Ende kommen.
00:32:06: Aber eine Frage haben wir noch.
00:32:07: Das ist eine Abschlussfrage, die stellen wir immer zum Ende.
00:32:09: Und zwar haben wir auf Spotify eine echte Papas-Playlist, die von Gast zu Gast anwächst.
00:32:14: Das heißt, jede unserer Gäste darf sich ein Lied wünschen, idealerweise ein, das zum Thema der Folge passt.
00:32:20: Oder dein Lieblingslied oder ein Ohr warm oder oder oder oder.
00:32:25: Jetzt bist du dran.
00:32:26: Welches Lied muss auf die echte Papas-Playlist?
00:32:31: Ich habe ein Lied, das ist sowohl vielleicht nicht mein Lieblingslied, aber auf jeden Fall ein toller Song von meiner allerliebsten Band und er passt inhaltlich auch noch zu eurer letzten Frage, was kann jeder tun?
00:32:44: Es geht ja darum, wir müssen jetzt machen kommen, wir müssen jetzt mal anfangen.
00:32:47: Das Lied heißt Ready to Start von Arcade Fire, der besten Band der Welt meiner Meinung nach.
00:32:52: Ich hab die auch schon x-mal live gesehen, ist ein irres, also ein wirklich irre.
00:32:56: und dieses Lied steigert sich so wunderbar.
00:32:58: und wenn es ein Song gibt, der irgendwie Energie gibt, loszulegen und was zu machen, dann ist es der.
00:33:03: Also Agri-Fall ist da.
00:33:04: Kommt auf die Liste, war auch noch nie drauf.
00:33:07: Also kommt auf die echte Papas Playlist von Spotify.
00:33:10: dir, du hast gerade schon für die Bandwerbung gemacht, jetzt machen wir in eigener Sache nochmal kurz Werbung, die abonnieren könnt, genauso natürlich wie unser Podcast, abonnieren, anhören, bewerten.
00:33:20: Und wenn ihr mögt, könnt ihr uns auch eine E-Mail schreiben, wenn ihr eine Frage habt zu dieser Folge oder generell und wohin die E-Mail geht, das weiß ihr immer, der Flo.
00:33:26: Geht am Podcast, hat echte Papas.de.
00:33:30: Die beste Werbung kommt zum Schluss, Tobi.
00:33:32: Also jetzt sollen natürlich erstmal in den dritten Teil deines Kinofilms gehen.
00:33:36: Wir erwarten natürlich schon Teil vier mit dem Thema Feuer.
00:33:40: Das ist ja wahrscheinlich absehbar, aber bis dahin dauert es wahrscheinlich noch ein bisschen.
00:33:44: Wie vertreibst du uns zwischen Teil drei und Teil vier die Zeit?
00:33:48: Ich kann euch, ich kann noch kurz teasern.
00:33:50: Also Teil vier ist schon in der Mache.
00:33:54: Thema ist Feuer, richtig.
00:33:55: Aber es ist eine Sache entscheidend anders.
00:33:57: Es ist kein Checker-Tobi-Kinofilm, sondern es ist der erste Checker-Mariner-Kinofilm.
00:34:02: Ähm, die legen jetzt schon los und widmen sich dem Feuer.
00:34:06: Und, ähm, angepeilt ist Herbst, siebenundzwanzig, kann man den dann im Kino gucken.
00:34:10: Cool.
00:34:11: Da hin sollte man sich natürlich einfach, ähm, ja, sollte man sich natürlich einfach ein paar Checkerfolgen angucken und vor allem vor die Tür gehen und draußen sein und Sachen echt um selbst erleben.
00:34:22: Sehr gut gemacht.
00:34:23: Gut.
00:34:25: Alles
00:34:25: klar.
00:34:26: Vielen, vielen Dank für deine Zeit.
00:34:27: Ganz toll, ganz vielen Dank und ich freue mich auf den Film.
00:34:30: Hat mich ganz gut gemacht.
00:34:31: Gang für die Einlage.
00:34:32: Danke.
00:34:33: Okay, und alle anderen hören wir in vierzehn Tagen wieder.
00:34:35: Bis dann.
00:34:35: Tschüss.
00:34:36: Tschüss.