Der Papa-Podcast
00:00:08: Herzlich willkommen, ich wollte sagen herzlichen Glückwunsch, aber kann man auch sagen, herzlichen Glückwunsch, dass ihr diese neue Polskastfolge der echten Papas vorgefunden habt.
00:00:19: Wir können euch jetzt schon sagen, dass ihr definitiv nicht enttäuscht sein werdet.
00:00:24: Das liegt aber auch nicht nur an mir als ersten Host oder als zweiter Host, je nachdem, wer wie ihr die Perspektive habt.
00:00:30: Ich bin Florian, der andere Host heißt
00:00:33: Marco, Redaktionsleiter vom Magazin Men's Self That und gemeinsam sind wir die
00:00:38: echten
00:00:39: Papas.
00:00:40: Genau.
00:00:41: Das kann ich numerieren, durchnummerieren, wenn Nummer eins und wenn Nummer zwei ist.
00:00:45: Nee, kann man
00:00:46: auch schlecht.
00:00:46: Aber heute bist du Nummer eins, weil du darfst mir in der Frage stellen.
00:00:50: Ja, und du hast mir gerade offenbart, dass du demnächst dein zwanzigjähriges Jubiläum als Vater feierst, weil dein Sohn zwanzig wird.
00:01:00: Das ist toll.
00:01:01: Herzlichen Glückwunsch.
00:01:03: Das sind zwei
00:01:03: Dekade.
00:01:06: Zwei Dekade.
00:01:09: Die Frage, die mir da in den Sinn kam, war, wie häufig habt ihr in den letzten zwanzig Jahren eure Kinder mitentscheiden lassen, oder ja, doch in den letzten zwanzig Jahren, also genau.
00:01:20: Habt ihr eure Kinder mitentscheiden lassen und wie häufig habt ihr auch Stände direkt unterbunden?
00:01:26: Na gut, das ist natürlich immer eine Frage des Alltags.
00:01:28: Bei einem fünfjährigen muss man mehr Entscheidungen abnehmen als eine zwanzigjährigen.
00:01:37: Aber zum Beispiel, mein Sohn ist ja der ältere, dann kam seine Schwester und mein Sohn durfte zum Beispiel bei der Namenswahl.
00:01:44: durfte er mit entscheiden.
00:01:45: Also er hat den zweiten Vornamen von meiner Tochter sozusagen ausgesucht.
00:01:53: Und alles andere, das soll jetzt schweigend sein.
00:01:56: Also mit anderen Worten, dein Sohn hat schon ein, wie sagt man, viele Rechte eingeröhnt bekommen in der Entscheidungsgewalt, kann man so sagen.
00:02:05: Vielleicht
00:02:05: sieht er das anders, aber ich sag mal ja.
00:02:08: Okay, das frage ich von dem Hintergrund, weil wir haben heute als Gästin die Miriam Selek bei uns, die sie ist beauftragte für Kinderrechte in ursprünglich im Bundesland Hessen, was aber egal ist, weil Hessen gehört jetzt zu Deutschland und ich finde, dass Miriam auf jeden Fall eben überhaupt zum Thema Kinderrechte nicht nur sprechen kann, sondern finde ich eine wahnsinnig tolle Position auch hat, die sie uns in unserem Gespräch da liegt.
00:02:38: Ja, es ist ein wichtiges Thema und ist aber gleichzeitig auch ein abstraktes Thema, oder?
00:02:42: Das stimmt.
00:02:44: Aber wir versuchen mal da die Praxistauglichkeit aus der Miriam heraus zu kitzeln.
00:02:49: Genau, und wie ich euch versprochen habe schon am Anfang, das wird eine sehr interessante Folge und ihr werdet mit Sicherheit eine ganze Menge Wissen mitnehmen und vielleicht auch das ein, den ein oder anderen Impuls, wie ihr eure Kinder beispielsweise noch mehr am Alltag teilhaben lassen könnt oder gleich von Anfang an mal ein Gespür dafür bekommt, was eigentlich Kinderrechte bedeutet.
00:03:16: Wie du sagst, das ist ein abstraktes Thema.
00:03:18: Aber egal, den Rest wird sie uns, glaube ich, gleich selbst sagen.
00:03:23: Ich würde sagen, lass mal sie rein.
00:03:24: Lass mal sie rein.
00:03:25: Hallo Miriam, willkommen bei den Echten Papas.
00:03:27: Hallo
00:03:28: Miriam.
00:03:28: Schön, dass du bei uns bist, dass du unsere Einladung gefolgt bist direkt am Jahresanfang.
00:03:33: Hallo, Marco und Florian.
00:03:34: Schön, dass wir zusammen ins Jahr starten können.
00:03:37: Du bist, jetzt muss ich ganz kurz ablesen, weil es ein bisschen länger... Du bist beauftragte für Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in Hessen.
00:03:46: Damit bist du quasi, ich sag mal, Profi für Kinderrechte.
00:03:51: Und wenn du... und mir jetzt gleich mal als Einstieg Kinderrechte deinen Kindern in dreißig Sekunden erklären müsstest.
00:03:59: Was würden Sie hören?
00:04:01: Ich würde wahrscheinlich sowas sagen, wie Kinderrechte heißt, dass ihr wichtig seid, dass eure Gefühle zählen, dass ihr geschützt werdet, wenn nicht alles gut läuft und dass ihr mitreden dürft, dass ihr Dinge sagen dürft, die euch betreffen und dass ihr auch sagen dürft, was euch wichtig ist und dass ihr zwar nicht alles... Entscheidend dürft aber, dass ihr ernst genommen werdet und ihr seid nicht erst morgen wichtig, sondern ihr seid heute und jetzt wichtig.
00:04:29: Cool, ich weiß nicht, ob das jetzt dreißig Sekunden waren, aber ich fand, das war eine Antwort, die auch für jede Altersgruppe irgendwie gut funktioniert.
00:04:36: Auf
00:04:36: dem Punkt.
00:04:38: Du hast ja auch drei Kinder, die sind alle schon Teenies.
00:04:41: Ich auch, aber ich glaube, das funktioniert auch bei sehr viel kleineren Kindern dieser Satz.
00:04:46: Also ich hoffe, ihr habt alle mitgeschrieben.
00:04:49: Bei Erwachsenen, finde ich, ist das Thema Kinderrechte ein bisschen schwieriger.
00:04:55: Ich glaube, viele denken bei Kinderrechten gleich an Jugendamt oder halt so gleich an die ganz große Politik.
00:05:02: Wo sind die Kinderrechte verankert?
00:05:04: Was müssen wir tun?
00:05:05: Aber letztendlich ist das ja ein Alltagsthema.
00:05:09: Also das merkst du ja auch immer wieder.
00:05:11: Es taucht in der Familie auf, in der Kita, in der Schule, im Sportverein.
00:05:17: Magst du das mal ein bisschen erläutern?
00:05:19: Wo uns Kinderrechte eigentlich so im Alltag begegnen und wie das wahrscheinlich gar nicht merken?
00:05:26: Es ist spannend, dass du das so beschreibst.
00:05:28: Wenn ich manchmal bei Formatenveranstaltungen wie dem Hessensfest oder im Hessentag bin, dann werde ich ganz häufig dann von Personen, die wenig Berührung zu Politik und zu Kinderrechte haben, gefragt habe, ja, aber wenn die Kinderrechte haben, haben die dann auch Pflichten.
00:05:45: Und ich glaube, was wichtig ist oder wie ich es immer ganz gut so für mich erklären kann, ist, als Beauftragte halte ich mich in der Regel in erschöpften Räumen mit erschöpften Menschen auf.
00:05:58: Also Schule, Kita, Fachkräfte, Familien, selbst die vier Wände, also diese buchstäblichen vier Räume sind alle erschöpft.
00:06:08: Und das beschreibt so ganz gut, dass Kinderrechte eigentlich beides sind, also Alltagsthema und Politik.
00:06:15: Weil Kinder recht überall da beginnen und da relevant sind, wo Kinder leben.
00:06:20: Und ich würde auch sagen, auch niemandes Leben ist kinderlos.
00:06:23: Also selbst die Personen, die vermeintlich nichts mit Kindern zu tun haben, haben ganz viel mit Kindern zu tun.
00:06:30: Und das geht dabei ganz praktisch ums Zuhören, um faire Regeln, um Schutz und Respekt für Kinder.
00:06:37: Kinderrechte sind kein Sonderfall zu Krisen, sondern eigentlich eine Haltung im Alltag.
00:06:42: Also, wie sprechen wir über Kinder?
00:06:44: Trauen wir Kindern was zu?
00:06:46: Und merken wir, wenn Kinder übergangen werden, auch in alltäglichen Situationen genauso wie in großen politischen Fragestellungen.
00:06:52: Kinderrechte sind an und für sich ein völkerrechtlicher Vertrag, der auf höchster diplomatischer Ebene verhandelt wurde.
00:06:58: Kein Erziehungs- oder Beziehungskonzept, kein pädagogisches Konzept.
00:07:03: Sie sind in Deutschland aber so verbindlich wie die Straßenverkehrsordnung.
00:07:07: Und Kinder hatten auch noch nie so viele Rechte wie heutzutage im Jahr twenty-fünfundzwanzig.
00:07:11: Das muss man ganz klar betonen.
00:07:13: Es sind nicht nur die Kinderrechte, sondern ganz viele weitere Recht und Gesetze, die geschaffen wurden in den letzten zehn, zwanzig, dreißig Jahren und zwar aus ganz vielen Gründen.
00:07:22: Kinder sind Menschen und haben auch alle Menschenrechte.
00:07:26: Aber wir merken doch immer wieder an solchen erschreckenden Zahlen jetzt kürzlich, kürzlich zur Gewaltstatistik, dass Kinder eben doch nochmal einen besonderen Schutz, eine besondere Förderung und eine besondere rechtliche Betonung brauchen.
00:07:45: Insofern ist es beides.
00:07:46: Es ist das tägliche Leben, aber es ist auch die große Politik.
00:07:52: Spannend, dass du das gerade so einen Vergleich mit der Straßenverkehrsordnung einbringst, an die sich ja auch eigentlich.
00:08:00: sie ist da, ja.
00:08:02: Wir betonen auch immer, dass sie da ist, wenn es um unsere Rechte geht, aber wenn wir selbst manchmal im Steuer sitzen, dann... sind uns die Dinge manchmal nicht so wichtig.
00:08:11: So, ich glaube, das ist auch, so ist meine Perspektive auch manchmal, was wenn man über Kinderrechte spricht oder über Kinderrechte quasi gesprochen werden oder sie ins Feld geführt werden.
00:08:24: Also, wir sind gerade schon auf Alltag.
00:08:26: Was bedeutet das im Alltag?
00:08:27: Wo werden denn sehr häufig quasi, wo wird über die Kinderrechte hinweggegangen, als würde man über eine Kreuzung fahren ohne nach rechts zu schauen, weil rechts hat Vorfahrt?
00:08:38: wenn man mal bei dem Bild Verkehr bleibt.
00:08:42: Wir leben hier in einer Welt, die sehr Erwachsenen geprägt ist, also wie so eine Woche funktioniert, mit einer Vollzeitarbeitsstelle und wie der GW gestaltet ist und so weiter und so vor.
00:08:56: Das sind alles Aspekte und Facetten, in denen man merkt, okay, hier wurde nicht wirklich aus Kindersicht gedacht, selbst wenn wir über die Räume der Kinder nachdenken, also die Kita.
00:09:06: Reden wir häufig eher über die Rahmenbedingungen als das, was im Kita-Alltag mit den Kindern ganz konkret dort passiert, die letztlich aber ihre Zeit dort verbringen müssen.
00:09:14: Und die häufigsten Ausreden, die man dann so hört, vor allem auch, wenn es ums Recht auf Beteiligung geht, dass in Deutschland vielfach gestärkt ist im SGB VIII, in allen Landesverfassungen, in den Schulgesetzen und so weiter und so fort, so eine klassische Ausrede, dafür haben wir gar keine Zeit.
00:09:30: oder das verstehen die Kinder nicht.
00:09:32: oder auch das, was man so kennt oder das haben wir ja schon immer so gemacht, das sagt man da nicht, aber das denkt man, okay, warum müssen wir jetzt das auch noch machen, wenn wir jetzt auch noch die Kinder beteiligen müssen, wo kommen wir denn dahin?
00:09:42: und das dauert dann alles länger.
00:09:43: und so weiter und so fort.
00:09:45: Und für die Kinder ist es aber sehr konkret, dass sie lernen, dass ihre Meinung keine Rolle spielt, dass sie nicht vorkommen, dass es keine Entsprechung für sie gibt in den Räumen, in der Gegenwart, in der sie sich aushalten und dass Anpassung viel relevanter ist.
00:09:59: als Ehrlichkeit oder Bedürfnis und dass sie sich selbst infrage stellen, statt Strukturen infrage zu stellen.
00:10:05: Und das wirkt eigentlich das ganze Leben lang nach.
00:10:08: Und im Grunde ist es schon fast in der Diskriminierungsform, die alle weiteren Diskriminierungsformen auch ein Stück weit legitimiert.
00:10:16: Also wenn ich verstanden habe, dass es diese Machtasymetrie gibt und dass ich abhängig bin, dann... kann ich auch verstehen.
00:10:24: und dann trage ich mit, dass Macht Asymetrien selbstverständlich sind und dass sie vorkommen als natürliche Aspekt in der Gesellschaft.
00:10:33: Weil ich gelernt habe, als Kind, dass es ja okay ist, wenn meine Meinung nicht relevant ist.
00:10:38: Und was das Kinder dann kostet, das sehen wir dann zum Beispiel auch wieder an diesen Zahlen zur Kindeswohlgefährdung.
00:10:46: Und insbesondere diese Kinderschutzaspekte sind es dann aber auch, bei denen wir merken, okay, Wir müssen was tun, weil wir immer wieder auf erschreckende Weise, dann auf schmerzhafte Weise erinnert werden, wie verletzbar die Kinder sind.
00:11:02: Und das ist eben eine besondere Aufmerksamkeit für ihr Wohlbrauch.
00:11:06: Und das Wohl kommt eben nicht einher, ohne auch ihre Rechte zu betonen.
00:11:11: Also immer nur zu sagen, wir müssen die Kinder beschützen, wird nicht dazu führen, dass Kinder auch wirklich mehr Schutz erleben und erfahren.
00:11:21: So etwa.
00:11:21: wie eine Rangruppe behandelt, eigentlich, ne?
00:11:27: Ja, und machen wir es mal ganz plastisch an den Zahlen zur Kinderarmut.
00:11:32: In Deutschland sind schon seit mehreren Jahrzehnten jedes dritte bis, jedes vierte bis fünfte Kind von Armut betroffen.
00:11:39: Die Zahlen verändern sich nicht wirklich, auch nicht in der Wirtschaftskrise, zwei Tausend Acht oder auch nicht, wenn zwei Tausend Fünften sehr viele Migranten nach Deutschland kommen und hier Schutz suchen.
00:11:49: Also man kann nicht sagen, dass, wenn jetzt auch wieder so in den politischen Sonntagsreden.
00:11:54: Die Rede davon ist, wir müssen die Wirtschaft priorisieren, wenn wir Kinder schützen wollen oder wenn Kinder an ihr Recht kommen sollen oder um Kindergut ein gelingendes Aufwachsen zu gewährleisten, brauchen wir erst die starke Wirtschaft für die Familien.
00:12:07: Dann haben wir aber, wenn wir zurückschauen, nicht die Erfahrung machen dürfen, dass eine starke Wirtschaft automatisch bedeutet, dass es weniger arme Kinder gibt.
00:12:16: Weniger von Armut betroffene Kinder, also mehr Kinder, deren Recht auf Bildung und Teilhabe.
00:12:22: und Zugehörigkeit erfüllt wird, wird aber in fast hundert Prozent zu einer florierenden, gelingenden, gesunden, gestaltenden Wirtschaft führen.
00:12:32: Und ich glaube, wenn man es aus dieser Prille betrachtet, wird deutlich, was genau da passiert und wer eigentlich zu welchen ungunsten hinten runterfällt.
00:12:45: Also wir haben jetzt über Wirtschaftsgesprochen, wir haben auch schon Kita und Schulen angesprochen, die ganzen Institutionen, aber Lass uns mal auf Familien blicken.
00:12:55: Denn ich glaube, viele Eltern haben Angst und denken in Bezug von Kinderrechten.
00:13:01: Wenn Kinderrechte haben, verlieren Eltern Autorität.
00:13:05: Was würdest du den entgegnen?
00:13:10: Also mal davon abgesehen, dass mich genau diese Fragestellung sehr persönlich auch betrifft.
00:13:15: Ich werde nämlich auch immer wieder im Freundinnenkreis darauf angesprochen.
00:13:18: Boah, ey, die haben jetzt über Kinderrechte gesprochen und jetzt müssen wir beim Abendessen diskutieren, ob man warten muss bis alle fertig sind mit Essen.
00:13:28: Muss ich ganz klar betonen, das ist eigentlich nicht das.
00:13:30: konkret, worum es bei den Kinderrechten geht.
00:13:35: Also deswegen habe ich das ja auch schon so sehr deutlich betont, dass es ein völkerrechtlicher Vertrag und kein pädagogisches Konzept.
00:13:41: Zeitgemäße, pädagogische Konzepte und Vorstellung von gelingener Erziehung und Beziehung sehen natürlich eine Teilhabe und eine Beteiligung und eine Berücksichtigung des Kindeswillens vor und sind in ihren Grundsätzen auch demokratisch, sage ich mal, ausgelegt mit einer besonderen Verantwortung für die Erwachsenen.
00:14:02: Also, man kann viel eher sagen, Kinderrechte nehmen Eltern gar nichts weg.
00:14:07: Sie geben Orientierung und vollendete oder erfüllte Kinderrechte sind eigentlich auch Familienrechte, weil sie da, wo Kinder leben, vorkommen, sich aufhalten, relevant sind für die Personen, die mit Kindern Tag für Tag zu tun haben, also die Familien.
00:14:25: und die Fachkräfte und die Lehrerinnen und so weiter und so fort, für bessere Rahmenbedingungen, für mehr Möglichkeiten sorgen werden.
00:14:35: Und nach ganz klarer Beton, Kinder sind als Teil von Familien zu verstehen.
00:14:40: Es ist auch ein Recht der Kinder in einer Familienkonstellation, in einer Familienkonstruktion aufzuwachsen und zu erleben.
00:14:49: Und der Staat hat die Verpflichtung, Familien dabei zu unterstützen, die notwendigen Kompetenzen dafür zu entwickeln, in Form von Erziehungsberatungen, aber auch um gute und auskömmliche Lebenssituationen von Familien zu ermöglichen.
00:15:07: Gibt es genug Wohnraum?
00:15:09: Können Eltern einer Arbeitstätigkeit hinterherkommen, in der Zeit, in der ihre Kinder gut betreut sind?
00:15:16: Und welche Möglichkeiten haben Familien, sich zu überlegen, wie wir Familie gestalten und leben wollen?
00:15:23: Und das kann sehr unterschiedlich aussehen.
00:15:26: Also Kinderrechte entmündigen Eltern nicht.
00:15:29: Im Gegenteil, sie empowern sie.
00:15:32: Und diese Alltagssituationen, die manchmal knifflig werden, gerne am frühen Morgen, wenn es um die Frage geht, schaffen wir es pünktlich in die Kita mit der richtigen Bekleidung und auch noch was zu essen im Rucksack.
00:15:48: Das sind Sachen, die natürlich auch jede Familie für sich aushandeln muss und wo Eltern Wege und Strategien finden müssen, das möglichst kindeswollorientiert über die Bühne zu bringen.
00:16:02: Das hast du sehr, sehr typomatisch formuliert, finde ich.
00:16:06: Und bleiben wir mal dabei, weil dieses Grundprinzip der Beteiligung, was ja in dem Fall, das ist ja eigentlich, wenn man so will, immer wieder ein tägliches Verhandeln.
00:16:16: Eigentlich so.
00:16:17: Und irgendwie müssen wir es trotzdem schaffen, gerade wenn es morgens um die knappe Zeit geht.
00:16:28: da einen trotzdem bewusst Grenzen setzen zu können.
00:16:33: Und wie schafft man es denn nach der Logik oder nach dem berücksichtigen da einen reibungslosen Alltag zum Beispiel zu starten?
00:16:46: Ich glaube, man vergisst das manchmal im Alltag.
00:16:51: Ich glaube, das ist wahrscheinlich das Thema.
00:16:55: Und das beschreibt ja auch die große oder die hohe Komplexität in der Eltern sich ja auch alltäglich aufhalten, also unterschiedliche Bedürfnisse zu handeln, noch eine Zeit irgendwie im Blick zu behalten, vielleicht Tagesform abhängig zu gucken, wie gut geht es heute, wie gut sind auch meine Nerven.
00:17:17: Beteiligung ist da... immer das gewählte Wort.
00:17:25: Aber Beteiligung heißt nicht per se alles auszuhandeln.
00:17:28: Also Beteiligung bedeutet viel mehr Kinder da einzugeziehen, wo es sie betrifft und wo es sinnvoll ist, wo es möglich ist.
00:17:37: Kleine Kinder bei Alltagsentscheidung, größte Kinder zum Beispiel auch bei, weiß ich nicht, wie nutzen wir das Handy, wofür fahren wir den Urlaub?
00:17:43: Sachen, die auch für Kinder viel konkrete anzupacken sind.
00:17:51: Aber für Erwachsene bedeutet das viel eher, ich sag mal, ihre... ihre Möglichkeiten der Einflussnahme zu reflektieren, also zu überlegen, für wen treffen wir denn jetzt gerade diese Entscheidung?
00:18:03: Wem dient das?
00:18:04: Dient es meinem eigenen Bedürfnis nach Ruhe und Wohlbefinden?
00:18:12: Dient es der Kita?
00:18:14: Weil ich weiß, wir müssen pünktlich sein, die fangen dann an mit dem Morgenkreis und das stört enorm, den Ablauf, wenn wir es nicht pünktlich schaffen.
00:18:22: Ich finde da so diese Formulierung von Jesper Jules ganz schön, der sagt nämlich Leitwölfe müsst ihr sein, weil das deutlich macht, dass Kinder einerseits sozusagen das Recht darauf haben, Kompetenzen zu lernen, dies braucht, um Teil eines Rudels zu sein.
00:18:36: Und dazu gehören halt eben auch die Konflikte und die klaren Grenzen.
00:18:41: Und das ist aber auch letztendlich das, was eine Demokratie braucht, also Konfliktfähigkeit, ein festes Vertrauen in sich selbst.
00:18:49: Eine Liebe für den Kompromiss, vielleicht auch sogar eine Liebe für den Streit und auch manchmal das Aushalten vor dem Hintergrund von, ich weiß wer ich bin, was ich kann, wo meine Grenzen sind und wo ich vielleicht auch zugunsten der anderen zu und abgeben kann.
00:19:07: Und auch um es hier nochmal praktisch zu machen, Familien machen schon richtig viel richtig, wenn sie anerkennen, dass es im Grunde darum geht, diese unterschiedlichen Bedürfnisse auszuhandeln, als Teil einer Gruppe immer wieder.
00:19:18: Also zuhören, ernst nehmen, Rückmeldung geben.
00:19:22: Und insofern ist auch, kann auch so was sozusagen, ist dann nicht so eine, weiß ich nicht so eine, wir machen einmal am Wochenende Familienkonferenz und machen die Wochenplanung und jeder bringt seine Themen mit an den Tisch.
00:19:36: Also Sklaus funktioniert in keiner Familie so richtig, aber ehrlicherweise ist ja auch eine WhatsApp-Gruppe, ein Familienchat auf eine Art, ein Gremium.
00:19:45: Aber letztendlich geht es eigentlich um die kleinen Situationen und den Alltag und das gelebte Miteinander.
00:19:53: Lass uns auch bei der Praxis mal bleiben.
00:19:54: Ich meine, du hast ja nun auch viel Erfahrung.
00:19:58: Wir haben gerade schon gesagt, deine Kinder sind jetzt Teenager.
00:20:00: Das ist schon sehr speziell.
00:20:02: Aber die waren ja auch mal klein.
00:20:04: Wann durften deine kleinen Kinder mitentscheiden?
00:20:06: Und wo hast du gesagt so, das entscheide ich jetzt über ihre Köpfe hinweg?
00:20:11: Hast du da vielleicht einfach mal ein Beispiel?
00:20:15: Marco, das frage ich mich täglich.
00:20:17: Also das ist jetzt scheinbar so lang schon hier.
00:20:21: Gerade jetzt bei diesen ganzen Debatten rund ums Handyserbot habe ich gefragt, wie habe ich das eigentlich gemacht?
00:20:28: Was waren da unsere Regeln?
00:20:29: Und es ist ja in unserem Teenie-Alltag so, dass wir eigentlich gar nicht so viel miteinander zu tun haben.
00:20:34: Die haben Schule und Hobbys und Freunde und ich habe arbeiten und da gibt es gar nicht mehr so viele Berührungspunkte.
00:20:42: Meine Tochter hat aber neulich mal zu mir gesagt, die sechzehn.
00:20:47: Und die geht mit ihren Freunden aus.
00:20:49: Jetzt haben wir in euch darüber verhandelt, ob sie auf Jugendreise darf oder nicht.
00:20:52: Ich war dagegen.
00:20:55: Aber sie hat neulich mal gesagt, sie weiß es sehr zu schätzen, dass sie sehr viele Freiheiten hat, wenn sie sich an ein paar klare Regeln und Grenzen hält.
00:21:09: Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Prinzip, wie wir es auch gelebt haben, als die... sehr viel jünger waren.
00:21:19: Ohne dass ich es damals so gut hätte beschreiben können, da war ich noch sehr jung und ich war im Pädagogikstudium und auch sehr belastet, mehrfach belastet mit Studium.
00:21:28: Ich war dann auch alleinerziehend und nebenher berufstätig in einer Kindertagesstätte.
00:21:34: So und ich habe mich dann auch immer mal so gefragt, habe ich eigentlich nur rumgeschrieben?
00:21:40: Inzwischen will ich auch Elternkursleiterin und wüsste es besser.
00:21:43: Und das habe ich dann auch mal meinen Sohn gefragt.
00:21:46: Sag mal, habe ich euch eigentlich immer nur gestresst und angepögelt.
00:21:50: Und er musste dann so leicht krinnen, weil er wusste, okay, jetzt hat er mich am Sicken.
00:21:54: Und er hat gesagt, Mama, macht ihr mal keine Sorgen.
00:21:59: Wir wussten auch ganz gut, wie wir dich ran kriegen.
00:22:03: Also...
00:22:04: Sehr reflektiert.
00:22:07: Ich denke, dass... wir das wahrscheinlich Zug um Zug gemacht haben.
00:22:13: Es gab einfach Notwendigkeiten, die der Alltag so hervorgebracht hat, aber ich glaube, dass auch aufgrund der Mehrfachbelastung, die ich hatte, meine Kinder sehr viele Freiräume haben wüssten oder hatten, weil ich gar nicht mehr die Ressourcen hatte, die zu Mikromanagen.
00:22:31: Und unser Alltag hat auch ein Stück weit immer schon darauf basiert und auch fußen müssen, dass meine Kinder sehr selbstständig sind.
00:22:40: Sonst wäre das alles so gar nicht möglich gewesen.
00:22:42: Das heißt, dass ich eher auch darauf angewiesen war, dass meine Kinder mir sehr konkret sagen, und hier brauche ich dich.
00:22:49: Also, meine Tochter hat immer mir Anweisungen gegeben, wenn sie zum ersten Mal irgendwie zum neuen Sport vereingegangen ist, war klar.
00:22:58: Mama geht mit, aber sie kam dann auch immer und hat gesagt so, und jetzt darfst du gehen.
00:23:04: Also ich glaube, es ist ein sehr frühes Miteinander und es ist ein sehr klares Nein aus Liebe, das manchmal erfolgen muss.
00:23:16: Ja, finde ich ein gutes Motto, Nein aus Liebe.
00:23:19: haben wir das im Grunde genommen eigentlich auch schon angeschnitten, aber was sind denn so die typischen Fallen?
00:23:25: und was hilft Eltern vielleicht auch ein Stück weit in der einen oder anderen Sache fährt zu bleiben, wenn es beispielsweise was das angesprochen Bildschirmzeit geht oder das Ausgehen, wenn es dann irgendwann mal soweit ist.
00:23:40: Ich glaube in jedem Alter findet man Beispiele, in denen man wahrscheinlich aus Reflex immer sofort erstmal die Grenze setzt.
00:23:48: ohne vielleicht drüber nachzudenken, ja, kann man das nicht vielleicht auch anders regeln?
00:23:54: Das
00:23:54: beantworte ich jetzt mal prima als Pädagogin und in zweiter Linie als Kinderrechtlerin.
00:24:00: Kinder haben ja auch häufig so eine, die wissen ja auch, wann ist man gestresst oder die kriegen da ja auch ein Gefühl für und erwischen einen ja dann häufig auch mit solchen Fragen in Situationen, wo man gar nicht so handlungsfähig ist, weil man so ein bisschen auch die Zeit und der Raumfeld da jetzt abzuwägen so.
00:24:16: Wie gehe ich denn jetzt damit um?
00:24:17: Und dann kann es natürlich oder ist es durchaus ja auch nachvollziehbar und möglich, dass man dann vielleicht eine Sache pauschal erstmal ablehnt oder sagt ja, ohne eben diese Abwägung soll ziehen zu können.
00:24:35: Und ich glaube, was hilft?
00:24:37: Also und das ist ja per se vielleicht auch erstmal gar nicht verkehrt.
00:24:40: Ich habe mir irgendwann mal angewöhnt zu sagen, Und das zu benennen und zu sagen, ich kann gerade darauf keine Antwort geben.
00:24:46: Ich komme später nochmal auf dich zu oder erinnere mich doch später nochmal dran, dann reden wir darüber.
00:24:52: Jetzt gerade geht es nicht so.
00:24:55: Und ich glaube, dass das was ist, was Kinder durchaus auch sehr gut verstehen können.
00:25:00: Und was, wenn Sie merken, dass es auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit hinterlegt ist, auch gut.
00:25:06: Mitgehen, so.
00:25:07: Und ich glaube, was man sich immer fragen muss, ist, so ein Alltag ist, geht es ja eigentlich um Sicherheit oder geht es um Bequemlichkeit?
00:25:15: Mache ich das, weil es für mich jetzt einfach besser ist, mache ich das, weil ich mein Kind schützen will.
00:25:20: Und wovor will ich mein Kind schützen?
00:25:22: Wie kann das unter Umständen enden?
00:25:25: Also, wenn es aus dem Baum klettert, endet es unter Umständen.
00:25:30: im Krankenhaus oder ist es eigentlich okay, kann ich zulassen, dass das Risiko eingegangen wird und mal so ein sehr plattes Beispiel zu wählen.
00:25:39: Also geht es um Sicherheit oder um Bequemlichkeit, dient meine Entscheidung dem Kind oder vor allem meine Entlastung.
00:25:47: Also sage ich vielleicht jetzt nochmal, ja zu einer weiteren Bildschirmzeit von dreißig Minuten, weil ich hier gerade mit noch was nicht fertig bin oder worum geht es hier gerade?
00:25:58: Und drittens kann ich meinem Kind diese Entscheidung auch erklären.
00:26:03: Also ist es nachvollziehbar, was ich hier entscheide und könnte mein Kind diese Entscheidung auch nachvollziehen und unter Umständen sogar mittragen.
00:26:13: Und wenn ich jetzt stolpern komme, der zweite Blick, also die Pause, vielleicht durch einen, ich kann es gerade nicht beantworten oder jetzt erst mal nein, aber wir sprechen nochmal drüber und dann atmen.
00:26:28: Und dann das machen, was so im Sinne der Kinderrechtskonvention vielleicht das Ableitbare ist, nämlich abwägen, das Kind anhören und dann aus der Rolle einer fürsorglichen, verantwortlichen, erwachsenen Person, die mehrere Aspekte und mehrere Bedürfnisse im Blick behalten muss, unter Umständen, die auch von Arbeit geben, wenn es um Zeiten und so weiter und so fortgeht.
00:26:57: eine Entscheidung treffen und die transparent machen.
00:27:00: So, glaube ich, kann das ungefähr funktionieren.
00:27:02: Ist ein hoher Anspruch, aber ich glaube, wenn einem der in Fleisch und Blut übergeht, denkt man es gar nicht mehr so verschachtelt mit.
00:27:10: Ja, finde ich ganz spannend, dass du es sagst.
00:27:13: Da kommt mir die Frage, weil ich, also ich habe mir angewöhnt, ich versuch mich, gelingt mir nicht immer.
00:27:19: Ich versuch mich bei meinem Sohn auch immer in seine Perspektive oder in seine Position, in dem Moment dann zu versetzen.
00:27:26: Wie gesagt, gelingt mir nicht immer.
00:27:28: Aber im Nachgang denke ich mir so, okay, war das jetzt fair oder war das jetzt doof?
00:27:31: oder überhaupt hören wir Kindern zu wenig zu?
00:27:35: Also, wenn man in Studien schaut, dann ist es so, dass die meisten Kinder beschreiben, selbst in denen Kindern, in denen es wenig finanzielle Ressourcen gibt, dass sie das Gefühl haben, dass ihre Eltern sich sehr für sie einsetzen und dass sie das Gefühl haben, dass sie zu Hause... sehr gut beteiligt werden und ihre Interessen gut vertreten werden.
00:27:59: Anders sieht es aus, es kommt dann nochmal so ein bisschen auf die Altersphase an, dann im Kontext Schule oder Piergub.
00:28:08: Da ist Mobbing ja auch immer ein sehr relevantes Thema für die über zehnjährigen.
00:28:15: Aber in der Regel ist es so, dass Kinder das Gefühl haben, dass sie von den Eltern und in ihren Familien gut und fürsorglich begleitet werden.
00:28:26: Ich würde aber trotzdem sagen, dass in Fragen ganz viel Potenzial steckt, einmal um zu verstehen, aber natürlich auch, weil sich in Fragen Wertschätzung zeigt und zum Ausdruck kommt.
00:28:43: Also geht sie einmal, um das Interesse etwas zu ergründen und eine andere Perspektive nachvollziehen zu können, vielleicht nochmal andere Sacken zu bekommen, vielleicht über ein Konflikt, den ein Kind erlebt hat oder die Sicht des Kindes auf einen Sachverhalt, wie auch immer.
00:28:58: Aber natürlich bedeutet das für ein Kind auch anders herum, dass es Fragen gestellt bekommt, dass es eine Resonanz erlebt, dass es aufgefordert ist, sich zu äußern und einzubringen.
00:29:09: Und ich glaube, das ist ja eine ultimative Beziehungssituation.
00:29:13: Insofern würde ich sagen, mehr Fragen stellen ist immer gut, außer die sind dann im Teenie-Alter, da muss man das mit den Fragen vielleicht nochmal anders angehen.
00:29:29: Da muss man nochmal gut schauen, welche Wege findet man, um Räube zu schaffen, in denen Fragen möglich wären.
00:29:38: Also ich verstehe, was du meinst.
00:29:40: Fragenpraxis schon ergeübt, genau.
00:29:45: Miriam, wir würden ganz gerne mit dir nochmal über das Thema Digitalisierung sprechen.
00:29:49: Digitalisierung bedockt ja Teilhabe, das ist im Sinne der Kinderrechte, ja eigentlich sehr wichtig, aber sie birgt natürlich auch Risiken wie Cyber-Goming oder sexualisierte Gewalt.
00:30:00: Welche Kinderrechte sind online denn besonders gefährdet, sage ich mal?
00:30:10: Also das ist ja eine Debatte, die im Moment sehr intensiv geführt wird.
00:30:15: auf der politischen Ebene, aber natürlich auch, weil sie die privaten Situationen sehr stark belastet.
00:30:21: Also wie soll man als Familien gegen Milliardenkonzerne einen gesunden Umgang mit diesen digitalen Endgeräten finden?
00:30:32: Aber auch die Frage, wie kann ich meinen Eltern erklären, dass ich nicht möchte, also ich mir Eltern oder ich Eltern meinen Eltern, Oma und Opa, dass sie nicht möchte, dass Bilder von dem Enkeln in der WhatsApp-Gruppe mit dem Freundesstammtisch versendet werden.
00:30:50: Also da stecken ganz viele Facetten und Aspekte drin, die für die Kinder natürlich auch sehr konkret relevant sind.
00:30:59: Also spätestens ab dem Zeitpunkt, wo Kinder digitale Endgeräte nutzen und sei es um um vielleicht eine kleine Recherche zu machen mit einer Kita-Kruppe oder glaube, dass es immer häufiger auch schon gängige Praxis ist, dass man auch noch deutlich jüngeren Kindern inzwischen ein Endgerät mal so in die Hand gibt, um da irgendwie was anzuschauen, um eine Situation vielleicht zu überbrücken, die sonst irgendwie stressig würde.
00:31:30: Aus kinderrechtlicher Perspektive.
00:31:32: Es ist eigentlich ganz klar, der Kinderrechteausschuss sagt, alle Kinderrechte gelten auch im digitalen Raum, zusammengefasst sozusagen das Recht auf Schutzförderung und Beteiligung.
00:31:44: Und es ist sozusagen in der Rolle und der Verantwortung der Staaten dafür, die geeigneten Maßnahmen zu ergreifen, um das möglich zu machen.
00:31:53: Und das sieht ja zum Beispiel der Digital Services Act vor.
00:31:58: der sehr viel kinderrechtliches Potenzial hat, der aber auch durchgesetzt werden muss.
00:32:03: Und dann sind wir wieder bei diesen sehr unterschiedlichen Ebenen.
00:32:07: Und eine Ebene, die in der Debatte häufig eben nicht genannt wird oder vor allem zwei Punkte ist einmal Kinder und Jugendliche selbst sind an dieser Debatte häufig nicht beteiligt, um zum Ausdruck zu bringen, was sie da besasst und was sie beschäftigt.
00:32:23: Das ist ein, im Grunde schon auch aus demokratischer Perspektive, sehr schwierig aufzufassen.
00:32:31: Der andere Aspekt ist aber, dass wir häufig darüber sprechen, diesen Schutzaspekt in einen besonderen Fokus zurück und damit alle Teilhabe Möglichkeiten, die auch als Potenzial drinstecken, damit ein Stück weit... zu verunmöglichen und im Grunde sozusagen die Bildung, die Teilhabe, das Empowerment, was drinsteckt, dem Kinderschutz zu unterwerfen und nicht dahin zu gucken, wo eigentlich die Gefahren lauern.
00:33:06: und die Gefahren lauern, vor allem im Kontext der jüngeren Kinder bei den Erwachsenen in den digitalen Räumen, bei den Personen, die sich persönlich und wirtschaftlich bereichern.
00:33:17: wenn es um den Umgang mit digitalen Endgeräten und digitalen Räumen und Anwendungen und so weiter und so fort gibt.
00:33:24: Und auch das ist wieder Ausdruck von einer verrückten, also verrückt im Sinne von nicht gerade linisch demokratisch geführten Debatte an der Stelle.
00:33:35: So, welche Zugriffsmöglichkeiten gebe ich dem auch dem Staat in die Hand, wenn wir auf einmal allen Kindern ein Verbot auf erlegen.
00:33:42: Also das geht ja dann bis in die Familie hinein.
00:33:44: Wollen wir das wirklich, wenn wir eigentlich im Grundgesetz sagen, das Grundgesetz hat eigentlich Abseherrechte gegen den Staat und Kinderrechte heben das auch nochmal besonders hervor und betonen die Erziehungsrechte und Pflichten von Eltern.
00:34:00: Auch auf so einer Ebene muss man diese Debatte führen.
00:34:04: Und auch da wieder eine besondere Komplexität, die dann mit dem Alltag ein bisschen entkoppelt ist.
00:34:09: Okay, also dieser viel diskutierte Verbot von Social Media für Minderjährige ist, wenn man da mal ein bisschen länger drauf rumkaut, schon sehr schwierig aus deiner Sicht, oder?
00:34:23: Aus kinderrichtlicher Sicht ist die Debatte schwierig und der Social Media-Band ist es auch.
00:34:28: Also wie die Debatte geführt wird und dieses per se Verbot aus mehreren Gründen problematisch gleichwohl.
00:34:38: Kinderrechte auch Schutzrechte bedeutet, also ganz klar und deutlich.
00:34:43: Das heißt, auch für den Schutz von Kindern und Jugendlichen müssen die nötigen Instrumente zur Verfügung gestellt werden.
00:34:50: Wir können ganz unterschiedlich aussehen.
00:34:52: Zum Beispiel durch Altersfeststellungen, wobei man auch da schauen muss, wie kann das funktionieren, auch technisch bis hin zu Interventionsmöglichkeiten.
00:35:02: und Empowerment von und für Familien dieses Thema in der Familie auch gut behandeln zu können.
00:35:08: Und auch da sind wir wieder bei den Erziehungs- und Beziehungskompetenzen im Hier und Jetzt.
00:35:12: Wenn ich als Kind die Erfahrung mache, dass meine Eltern eigentlich nur panisch reagieren, wenn ich sie mit einem Problem konfrontiere, das ich im digitalen Raum erlebt habe, dann werde ich das mir zweimal überlegen, wenn die Antwort immer nur uns verbot ist.
00:35:25: Also wenn ich meine Eltern sage, hey, bei Minecraft hat mich neulich mal so jemand so ein bisschen komisch angeschrieben.
00:35:31: Und als nächstes reagieren meine Eltern panisch und ich darf die App nicht mehr benutzen und muss das Handy noch zwei Wochen abgeben, dann überlege ich mir, ob ich das mit meinen Eltern besprechen kann.
00:35:42: Insofern ist es auch total wichtig, die Piergoop, also die Freundschaften von Kindern zu stärken, weil das im Zweifelsfall die ersten Ansprechpartner der Kinder sind, wenn irgendwas schief gegangen ist.
00:35:53: Wie Eltern und wie Erwachsenen haben uns häufig schon diskreditiert.
00:35:57: Habt ihr heute noch was vor?
00:35:58: Weil ich bin, laufen mich gerade warm bei dem Thema.
00:36:01: Bei mir rennt es zu nämlich gerade da ganz, ganz weiter.
00:36:04: offene Türen, ein Tore eigentlich, wenn man so will.
00:36:06: Nein, aber ganz ehrlich, ich finde das gut, was du sagst.
00:36:10: Verbot, also im Grunde noch Befähigung vor Verbot, nämlich auch da eine Sensibilisierung für die Kinder zu schaffen.
00:36:20: Aber gut, es ist ein anderes Thema.
00:36:22: Aber bleiben wir mal bei dem Thema Kontrolle.
00:36:25: was du gerade auch schon mal angestritten hast.
00:36:27: Also wenn man jetzt mal die Perspektive auf die Familie rückt, gerade was du meintest mit Eltern die Panisch reagieren.
00:36:36: Mal ganz konkret, wann darf man als Eltern oder Vater, wir sind ja hier beim Papa Podcast, das Handy kontrollieren oder Chats lesen, Standorte tracken, Browser verlauf checken.
00:36:55: die Tracker in die Schultasche packen, all solche Geschichten.
00:36:59: Also wo verläuft da die Grenze zwischen berechtigter, berechtig im Schutz?
00:37:05: Also das läuft ja alles unter dem, das ist ein Schutz und keine Kontrolle.
00:37:09: Kann man ja immer perspektivmäßig verargumentieren.
00:37:13: Und wo aber geht die Verletzung der Privatsphäre in dem Fall dann irgendwann los?
00:37:21: Auch ein komplexes Thema.
00:37:24: Genau, und man kann das zutiefst philosophisch diskutieren, aber auch sehr alltags praktisch.
00:37:29: Fangen wir mal kinderrechtlich an.
00:37:31: Die Kinderrechtskonvention betont das Recht der Kinder auf Privatsphäre.
00:37:37: Das kann man ja für sehr junge Kinder, nehmen wir mal, aufwachsen in Institutionen, ja, auf der Ebene diskutieren, also wo haben Kinder eigentlich noch freie selbstgestaltete Räume, ja, und nicht pädagogische oder älterliche Dauerüberwachung, genauso wie herum, dass dann auch sich in den digitalen Raum übertragen lässt.
00:37:59: Wir haben in der letzten Legislaturperiode ein Landesaktionsplan gegen sexualisierte Gewalt geschrieben, eben aus der Erkenntnis heraus, dass wahnsinnig viele Kinder von sexualisierter Gewalt betroffen sind, pro Schulklasse ein bis zwei Kinder.
00:38:13: Und für die jüngeren Kinder treffen da nochmal andere Mechanismen zu, als für die etwas älteren Kinder.
00:38:19: In dem Zusammenhang war ich in mehreren jungen Menschengruppen unterwegs, also Jugendtreffschule, und ich weiß nicht noch wo alles, auch über diese digitalen Räume mit den jungen Menschen gesprochen.
00:38:30: Und wir haben einmal angefangen und ich habe gefragt, in welchen digitalen Räumen haltet ihr euch denn eigentlich überhaupt auf?
00:38:36: Und ich habe bei dreißig aufgehört zu zählen.
00:38:41: Und da sind Sachen gefallen, die wusste ich gar nicht.
00:38:44: Also ich kannte kein Ommetv oder ich weiß nicht, was es da noch alles gibt.
00:38:52: Was ich dann, ich habe wahnsinnig viele Learnings mitgenommen, nämlich erstens, wir wissen, dass gar nicht in welchen digitalen Räumen, die eigentlich überall sind.
00:38:58: Im Zweifelsfall gucke ich nämlich in den WhatsApp-Chat, aber es ist eigentlich wo ganz anderes, wo gerade die Hüte brennt, um es mal so zu formulieren.
00:39:07: Und was ich auch verstanden habe, ist nämlich diesen Aspekt, den ich eben schon aufgebracht habe.
00:39:10: Wir als die Älteren haben uns eigentlich schon als Unterstützung diskreditiert, weil wir gar nicht angemessen reagieren auf die Themen, die Kinder dann so beschäftigen.
00:39:19: Ja, also, selbst wenn ich Mobbingen adressieren würde, mache ich als Kind häufig die Erfahrung, dass Eltern da eben oder Erwachsene, auch Fachkräfte, Lehrerinnen nicht souverän drauf reagieren so.
00:39:33: Und was ich dann auferstanden habe, ist nämlich diesen Aspekt.
00:39:36: So, eigentlich versuchen die es erst mal in der Peer Group auszumachen und nicht sich an Erwachsene zu wenden und dann eine Unterstützung zu suchen.
00:39:43: Und ich mache das ja immer auch in der Doppel- und Treifachfunktion.
00:39:47: Ich bin dann nach Hause gefahren in meine kleine Referenzgruppe zu Hause, weil ich es dann überlegt habe.
00:39:53: Das haben die jungen Menschen nämlich in den Workshops auch gesagt, ob du willst oder nicht früher oder später wirst du Zeuge.
00:39:59: Zeug innen von inclamancexualisierter Gewalt.
00:40:02: Also entweder weil jemand gemobbt wird oder weil die irgendein Content ausgespielt wird oder was auch immer passt.
00:40:09: Und ich bin dann nach Hause gesagt, oh mein Gott, ich habe alles falsch gemacht.
00:40:14: Ich weiß, ich glaube, ich habe vielleicht einmal im Leben meines Sohnes in seine WhatsApp-Gruppe in den Klassenchat geschaut, aber sonst nie wieder.
00:40:24: Ich dachte, ich habe alles übersehen, was da so passieren kann.
00:40:29: Und habe meine Kinder dann gefragt, wie die das erleben und was die da so beschreiben.
00:40:35: Und das deckt sich auch mit dem, was junge Menschen in der Wissenschaft sagen.
00:40:39: Oder wenn man sie in wissenschaftlich Kontexten und Bezügen befragt.
00:40:43: Die wünschen sich Unterstützung dabei, wenn es Konflikte gibt.
00:40:47: Die wünschen sich auch Erwachsene, die ihnen wertschätzend und souverän Unterstützung geben.
00:40:53: Solche Räume.
00:40:55: gelingen, zu gestalten und zu wissen, wo gehe ich hin, wenn ich Unterstützung brauche und benötige, aber die wünschen sich von uns auch Vertrauen.
00:41:04: Und das ist das, was die häufig nicht erleben.
00:41:05: Es ist ein grundsätzliches Vertrauen in sie gibt und ein Kind ist die Erfahrung gemacht, hier wird mir nicht vertraut und dazu gehört auch das Kontrollieren von irgendwelchen Chats.
00:41:16: Wird sich fragen, inwieweit Eltern als Unterstützung oder Fachkräfte oder Erwachsene allgemein in Frage kommen, in Klammern können.
00:41:26: So, die begegnen uns in der Regel mit einem hohen Vertrauensvorschuss und wir erweisen uns da oft als nicht würdig, dem dann auch zu entsprechen.
00:41:36: Und natürlich macht es Sinn, auch Mobbing zu thematisieren, zu sagen, hey, weder will ich, dass du gemobbt wirst, noch will ich, dass du mobbst und Versucht die Dinge zu klären, bestmöglich untereinander.
00:41:50: Auch das kann empowern und ich kann dir beraten zur Seite stehen.
00:41:54: Aber wenn ich sehe, dass du selber nicht mehr weiter weißt, dann ist eine rote Linie überschritten und dann greife ich ein.
00:42:00: Und wie das Eingreifen aussieht, auch das können wir besprechen.
00:42:03: Aber ich werde Eingreifen, wenn ich merke, dass du nicht mehr handlungsfähig bist.
00:42:08: Und das ist, glaube ich, eine Herangehensweise, mit der man sehr konstruktiv ... damit einander ins Gespräch kommen und begleiten kann.
00:42:20: Miriam, ich habe noch eine letzte Frage, die bezieht sich auf das, was du gerade gesagt hast.
00:42:25: Und zwar haben wir über die WhatsApp-Gruppen der Großeltern gesprochen und über die Kinderfotos, die an die Stammtischfreunde vielleicht gehen.
00:42:35: Das ist halt ein Generationskonflikt.
00:42:39: Und du hast ja gerade schon zum Start unseres Podcasts in drei Sekunden erklärt, was Kinderrechte sind.
00:42:45: Wie würdest du denn in drei Sekunden einem Opa oder einer Oma sagen, warum es vielleicht schwierig ist, diese Fotos mit irgendwelchen Leuten zu teilen?
00:43:00: mit meinem Kopf ist eine Gedankenspieler.
00:43:02: Ich habe eben an meine eigenen Eltern gedacht, das waren diejenigen, die meinen Kindern dann irgendwann das erste iPhone geschenkt haben.
00:43:07: Insofern schwierig, das jetzt zu abstrahlen, weil wir mussten ja da zu Hause damit umgehen.
00:43:12: Also ich will damit
00:43:15: auch jetzt nicht die Großelterschuldigung, ich will damit auch nicht die Großeltergeneration verteufeln.
00:43:19: Also wir selbst sind ja keine Digital Natives und sind ja auch sozusagen da reingerutscht.
00:43:26: und haben immer noch Probleme damit.
00:43:29: Aber natürlich die älteren Generationen, für die ist es oftmals noch schwieriger, das zu verstehen.
00:43:35: Und ich meine, auch in jeder Partnerschaft weiß man, dass man mit Erziehungsvorstellungen und Wertvorstellungen, wenn man meinte, vorher sich gut gekannt zu haben, als Eltern nochmal richtig einander klatschen kann.
00:43:47: Und das ist ja, was da auch dann Thema wird und niederschlägt.
00:43:51: Ich glaube, es ist gut und richtig, wenn man dazu eine Position hat, die auch zu erklären und darzulegen und für Verständnis zu werben, also wie das eben in jedem Konflikt irgendwie konstruktiv ist, im besten Fall irgendwie versuchen zu, dafür zu werben und zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen.
00:44:15: Im Zweifelsfall muss man aber auch eine ganz klare Grenze setzen.
00:44:19: Also da geht es um die Rechte und den Schutz des eigenen Kindes und dafür sind Eltern da, um genau das herbeizuführen und bestenfalls klappt das einvernehmlich und konstruktiv?
00:44:32: Im Zweifelsfall ist das aber auch eine ganz klare Ansage, die man da machen muss.
00:44:42: Sehr komplex, wie man so in Berlin momentan sagt, großes Thema.
00:44:48: Ich glaube, ich habe jetzt noch eine allerletzte Frage und ich glaube, Zeit rennt davon, aber ich denke, das wird sich mit Sicherheit.
00:44:58: oder wenn wir das nochmal fortsetzen, dann laden wir dich auf jeden Fall wieder ein, da müssen wir drüber sprechen.
00:45:02: Und es dreht sich ja weiter das Rad in vielelei Richtungen.
00:45:06: Aber wir haben auf Spotify eine echte Pappersplaylist.
00:45:11: Die wächst von Gesprächspartnerinnen zu Gesprächspartnerinnen an und wir haben es vielleicht auch schon vorher angekündigt.
00:45:19: Auch du darfst natürlich einen Musikwunsch äußern, den wir auf unsere Liste setzen.
00:45:25: Ich hab irgendwann mal meine Tochter gefragt, wie sie eigentlich mit dem Druck auf Social Media umgeht.
00:45:33: Also wie sie das erlebt mit dem Vergleichen und so weiter und so fort.
00:45:38: Und dann hat sie mir gesagt, ihr hat ein Lied geholfen.
00:45:44: Und das ist das Lied, das ich eurer Playlist an Heim stellen möchte.
00:45:49: Es ist ein Lied von, es ist ein Lied von Jay Cole.
00:45:52: Jay Cole ist ein amerikanischer.
00:45:55: Rapper, und er macht Conscious Rap, also sehr schön, sehr überlegten, sehr klugen, verantwortungsvollen Rap, hat mich gefreut, dass sie den gut findet und das Lied heißt Love Yours.
00:46:06: Und in dem geht es darum, dass niemandes Leben besser ist als das eigene Leben, weil es das eigene Leben ist.
00:46:15: Und er erzählt das sehr schön, der in dem Song, wie er mit Druck umgeht und wie es für ihn ist, aus gewissen Kontexten heraus sich verändert und entwickelt zu haben.
00:46:29: Und das Lied hat so einen sehr schönen, tröstenen, sehr empauernden Ansatz und ich habe das dann gehört, es bewegt mich bis heute und ich bin froh, dass meine Kinder die Erfahrung machen solche Lieder zu finden und Personen zu finden, auch in sozialen Räumen, die genau diese Ansätze anbieten.
00:46:52: Und diese Perspektive teilen.
00:46:56: So, auch darauf ist man als Eltern ja durchaus angewiesen.
00:47:00: Total, vielen Dank.
00:47:01: Das kommt auf jeden Fall auf die Liste.
00:47:03: Macht total neugierig dieses Lied.
00:47:04: Ich höre es mir gleich an.
00:47:07: Kommt jetzt aber erstmal auf die echte Papas-Playlist von Spotify, die ihr... Achtung, jetzt kommt etwas Werbung in eigener Sache.
00:47:13: Die abonnieren könnt genauso wie diesen Podcast natürlich abonnieren, bewerten, anhören.
00:47:18: weiter sagen.
00:47:19: Und wenn ihr danach noch eine Frage habt, könnt ihr uns natürlich auch eine E-Mail schreiben.
00:47:22: und wohin die E-Mail geht, weiß wie immer der Flo.
00:47:24: Genau, die geht an Podcasts, der Dächter Papas.de.
00:47:27: Genau, und wo wir schon bei Werbung sind, liebe Miriam, wie sieht es denn bei dir aus?
00:47:32: Wir wissen jetzt, wo man die echten Papas findet, aber wenn man jetzt... findet so die Miriam hat ja echt schlaue Dinge zu sagen und die hat sich ja noch viel viel mehr zu sagen als in diesen fünf und vierzehn Minuten des Podcasts.
00:47:44: Wo geht man am besten hin?
00:47:45: Was ist deine bevorzugte Social Media Plattform?
00:47:48: Wo findet man dich im Web?
00:47:51: Wenn man mehr von dir und über Kinderrechte erfahren möchte.
00:47:54: Ich bin ja keine Politikerin, sondern Pädagogin.
00:47:57: Aber ich weiß schon, dass man als Landespolitik eine Beauftragte benennt, damit die auch irgendwie sichtbar wird.
00:48:02: Außerdem ist Bekanntmachung und gute Informationen ein Kinderrecht.
00:48:06: Artikel siebzehn, das Recht auf Kindgerechtinformation.
00:48:09: Das biete ich jetzt weniger an.
00:48:10: Ich sehe es eher bei den Multiplikatoren, also bei den Älteren.
00:48:14: Man findet uns ganz gut auf Insta, Kinderrechte.com, Tessen und auf LinkedIn, dann ein bisschen ausführlicher, auch unter meinem Klarnamen.
00:48:24: Selekt gesprochen.
00:48:26: Gut, ich glaube, das ist eine erste gute Anlaufstelle und ich hoffe, dass viele, viele da mal hinklicken, weil es ist echt interessant und ich meine, es ist wirklich ein breites Thema, aber ich hatte heute so viel Impulve von dir.
00:48:40: die auch über die Kinderrechte hinausgehen.
00:48:42: Also ich glaube, wenn man sich mit Kinderrechten beschäftigt, auch wenn das ein sehr abstraktes Thema ist, kriegt man das sehr schnell runtergebrochen und ist auch hilfreich für den Papa und für den Mamaalltag.
00:48:54: Auf jeden Fall.
00:48:55: Vielen Dank, dass du da warst.
00:48:56: Und wir alle profitieren davon.
00:48:59: Danke, dass ich da sein durfte.
00:49:00: Danke für die schöne Stunde mit euch.
00:49:03: Vielen Dank für deinen Besuch und bis bald hoffentlich.
00:49:05: Macht gut und alle anderen in zwei Wochen hoffentlich wieder.
00:49:08: Bis dann.
00:49:09: Tschüss.
00:49:09: Tschüss.