Der Papa-Podcast
00:00:08: die Ansage bekommen, ich muss das hier schnell machen.
00:00:11: Ich bin Florian und ich mache den echte Papas-Podcast mal alle zwei Wochen weil ich immer noch leidenschaftlicher schon seit zehn Jahren Vater bin und an einer anderen Leitung sitzt.
00:00:21: An der anderen Leitung sitzt der Marco.
00:00:25: Echten Papas!
00:00:28: War das jetzt
00:00:29: zu schnell?
00:00:30: Das wär's nicht schlimm.
00:00:31: Aber es gibt noch hundertbranachzig Folgen vorher.
00:00:34: da könnt ihr gerne mal gucken und erhören wer Marco eigentlich ist.
00:00:38: Marco, übrigens meine Frage an dich heute und in dieser Folge habt ihr oder hast du deine Eltern vorher gefragt ob sie befördert werden möchten?
00:00:48: zu Großeltern?
00:00:51: Eine sehr schöne Frage.
00:00:53: Oftmals ist es ja umgekehrt.
00:00:54: dann wird man ja von den Eltern gefragt so na wollt ihr nicht mal Nachwuchs kriegen?
00:01:00: aber um deine Frage zu beantworten nein habe ich nicht wäre aber vielleicht gar nicht so doof gewesen.
00:01:09: Wir hätten die Frage ausgesehen, so wie ich sie gerade gestellt habe.
00:01:12: Wäre eher eine rhetorische Frage gewesen wahrscheinlich und dann hätte man sie sich auch schenken können.
00:01:16: aber der Gedanke zählt Flo finde ich sehr gut
00:01:20: war meinem Brück an dich
00:01:22: genau danke weil wir haben heute das Thema Großeltern und zwar haben wir zwei Autorinnen eingeladen die ein Buch geschrieben haben.
00:01:32: die Christina Weber.
00:01:35: Die kennt man vielleicht noch aus dem Podcast Eltern ohne Filter.
00:01:39: Die Christina war da jahrelang host, der Johannes macht immer noch Social Media und jetzt haben die ich gemeinsam an einem Buchprojekt gesetzt und der Titel ist entgegner Großeltern.
00:01:51: Entgegners Großelter?
00:01:54: Genau also ein Fragezeichen ist am Ende der Großeldern total interessant weil sich die Rolle der Großeltern ja auch geändert hat.
00:02:05: Also wir sprechen immer über die veränderte Vaterrolle und denken dabei gar nicht so, dass es natürlich inzwischen auch in einer ganz andere Großelterngeneration gibt.
00:02:14: also viel Zinsstoff, viele Sachen, über die man sich mal Gedanken machen könnte und über die ein Sprechen kann.
00:02:21: Genau muss!
00:02:23: Und ich glaube jeder oder jede wird sich in irgendeiner Form wiederfinden Zwischen Eltern und Großeltern.
00:02:33: Auf jeden Fall!
00:02:34: Und diese Konflikte, aber auch das Gute besprechen wir jetzt mit den beiden und ich freue mich dass sie da sind.
00:02:40: Willkommen ihr beide muss sich heute sagen willkommen Christina, willkommen Johannes.
00:02:44: schön dass Sie da seid bei den echten Papas.
00:02:46: wir freuen uns total.
00:02:49: Danke, dass ich bei den Papas dabei sein darf.
00:02:52: Wir haben ja kurz überlegt nur Johannes einzuladen und dann dachten wir so, ach komm die Christina nehmen wir noch mit.
00:02:58: Das lief.
00:02:59: Ihr an Papa.
00:03:03: Nach der Aufnahme gibt es eine Plakette, die wir dir zuschicken.
00:03:07: aber ihr seid ja ein Doppelpack und das auch nicht ohne Grund weil ihr habt im Doppelpack gerade einen Buch geschrieben und das trägt den schönen Namen Entgegner Großeltern.
00:03:17: Ich liebe den Titel.
00:03:20: Das Fragezeichen hört man gar nicht.
00:03:22: gehört,
00:03:22: wie du es dir... Also stimmt!
00:03:25: Dann sprichst du nochmal den Titelaus mit Fragezeigen bitte?
00:03:28: Die Methorok ist ein bisschen schwierig tatsächlich.
00:03:30: Entgegen der Großeltern?
00:03:33: Okay.
00:03:33: Echt?!
00:03:35: Also Flo sagt er liebt den Titeln.
00:03:40: ich finde der Titel hört sich so nach einem handfesten Streit an vielleicht sogar noch einen Kampf.
00:03:47: Und deshalb meine erste Frage, ist es wirklich heutzutage mehr ein Gegeneinander als ein Miteinander zwischen Eltern und Großeltern?
00:03:56: Oder das Fragezeichen müsste das sehr viel größer noch sein.
00:04:00: Das Fragezeilen ist wirklich sehr wichtig dabei und da haben wir uns vorher auch echt im Kopf gemacht ob wir uns damit einliegen wenn provokanten Titel wählen, der ja nicht so gemeint ist.
00:04:11: Also das ist keine Kampfanleitung wie man gegen die große Eltern gewinnt.
00:04:15: So sieht ihr im Fight.
00:04:17: Darum geht es da überhaupt nichts sondern... Es ist eher die Feststellung dass die Beziehung zu den eigenen Eltern Die prägenste ist die wir haben und die Auseinandersetzung damit.
00:04:28: Und der versucht damals in eine echte Kommunikation zu kommen Dass das so schwierig ist, dass das quasi der Entgegner unter der eigenen Arbeit die man so macht im Leben, im Großwerden ist.
00:04:40: Dass man hier gut zueinander kommt und daher kommt diese Titel da sind die Auseinandersetzung mit der eigenen Prägung.
00:04:47: das ist der Entgegner und nicht die Große Eltern selber.
00:04:50: Ihr kennt doch dass aus Computerspielen bestimmt am Schluss kommt auch der Ent Gegner den man besiegen muss.
00:04:56: also ihr seid doch bestimmt auch so die mal gezockt haben oder?
00:05:01: Dieser Gedanke kam uns dem Johannes und mir, dass man macht irgendwie hier ein bisschen.
00:05:06: Und hier kann vielleicht mittlerweile sich ganz gut abgrenzen im Job und man hat irgendwie so seinen Weg gefunden wie man mit den Kindern gut klarkommt.
00:05:14: aber da gibt es diese Momente mit den eigenen Eltern oder den Schwiegereltern wo ein was stört oder was nervt oder man rollt innerlich die Augen oder vielleicht auch äußerlich.
00:05:23: in manchen Familien wird auch gestritten.
00:05:25: Die Nachbesprechung vom Besuch dauert länger als der eigentliche Besuch, so diese Momente.
00:05:31: Und das anzusprechen sich zu trauen und was man erwartet wie man sich die Beziehungen gestalten möchte ist tatsächlich in unserer Wahrnehmung sehr schwierig.
00:05:46: Ich habe in der Vorbereitung schon immer eine Art Checklist im Kopf gehabt.
00:05:50: Also wenn man den Titel so hört, okay gibt es bestimmte Punkte auf die man vielleicht selber irgendwie hin und wieder achtet, wenn man mit seinen Eltern gerade jetzt heute oder wir in unserer Rolle irgendwie mit denen zu tun hat.
00:06:04: Und ich war über Ostern, war mir natürlich bei meiner Familie und da ist mir das auch nochmal ganz... krass aufgefallen, dass einfach viel Zeit vergangen ist und sich die Rollen auch verändern.
00:06:16: Wie ist das denn bei den Großeltern heute?
00:06:18: Hat sich die Rolle in irgendeiner Form verändert, dass vielleicht Konflikte vorprogrammiert sind?
00:06:23: Also ich glaube einerseits ist natürlich diese Rolle ... Das sind halt deine Eltern!
00:06:28: Die waren deine Eltern und du warst ihr Kind.
00:06:30: Es sind schon mal ganz feste Rollen da.
00:06:33: Und aus denen rauszukommen... Schritt, um auf Augenhöhe zu kommen.
00:06:38: Das ist schon eine riesige Herausforderung und die ist total unabhängig davon ob du millennial bist oder Gen Z oder Gen X oder Boomer.
00:06:46: also wir versuchen glaube ich... das ist so unser Herangehensweise dass wir so einen großen Kontrast aufmachen zwischen der Boomer Generation und unserer Generationen wie uns oft als Cyclebreaker sehen.
00:06:59: aber In der Recherche fürs Buch haben wir so gemerkt, das ist ein immer wiederkehrender Seikel.
00:07:03: Also auch unsere Eltern haben sich natürlich schon abgegrenzt gegenüber ihren eigenen Eltern und hatten Konflikte.
00:07:09: die sind ja von der Kriegs- oder Nachkriegsgeneration erzogen worden.
00:07:13: Haben sich vielleicht entschieden sie wollen keine Gewalt anwenden oder weniger Zwang in der Erziehung.
00:07:18: also Sie haben auch bewusste Entscheidungen getroffen.
00:07:20: deswegen weiß ich nicht ob unser Generation predestiniert ist was tatsächlich passiert ist, dass sich halt wahnsinnig viel verändert hat in der Art wie wir auf Kinder blicken also auch wissenschaftlich.
00:07:32: Auch in der Forschung hat sich gezeigt Wir haben ganz anderen Zugang zu Ratgeber Literatur.
00:07:37: Wir können Regalmeter über bindungsorientierte Erziehungen lesen.
00:07:41: Wir wissen auch aus der Forschungs mittlerweile das dieser autoritative Bindungsstil eigentlich er ist der Kind beim Aufwachsen am besten hilft.
00:07:49: es gibt viel mehr Studien etc.
00:07:52: Vieles davon stand unseren Eltern gar nicht zur Verfügung, muss man auch ehrlich sagen.
00:07:57: Und um mal zur Frage kurz zurückzukommen, aber also die Rolle der Großeltern in Sicht hat sich gar nicht so sehr verändert weil die Nähe der Bindung ist ja immer schon da und das war in der Steinzeit wahrscheinlich auch schon so dass da wo es wirklich nahe ist, man sich halt auch reibt weil es geht halt auch wirklich um viel.
00:08:15: und deswegen sind die Konflikte Die sind wenn, dann vorprogrammiert nicht weil wir heute eine andere Rolle aufeinander treffen oder in einer anderen Haltung.
00:08:25: Weil einfach die Struktur das her gibt.
00:08:27: Wir kommen daher und haben da eine Kindheit verbracht im Kinderzimmer.
00:08:30: Und dann sind wir ausgezogen ohne das.
00:08:34: Dann sind wir erwachsen geworden in der Welt da draußen und zack Buf kriegen wir Kinder und stehen wieder auf der Matte und sagen so jetzt betreut ihr die Mal!
00:08:42: Da fehlt aber dazwischen noch ein Schritt... Und diesen Schritt geht es eben eigentlich in den Buch, weil man sieht aus als so ein halbfertiger jugendlicher, früh jung Erwachsener und geht raus in die Wilden.
00:08:53: Lässt erst mal quasi das ganze alte Kinderzimmer mit allen Konflikten, die's vielleicht mit den eigenen Eltern gab – mit den ganzen Arturitätsstreitereien, mit der Hierarchie, die es damals gab.
00:09:02: Das lässt mir alles zu liegen!
00:09:04: Dann stafft man da zehn, zwölf Jahre später wieder zurück und das ist halt alles staubig und schmutzig aber eben nicht aufgeräumt.
00:09:11: Man steht dann aber auf einmal als ein Erwachsener da mit eigenen Kindern.
00:09:14: Und da liegt der Konflikt drin, der quasi vorprogrammiert ist.
00:09:19: wenn hier nicht aufgeräumt wird und den geht es eben in dem Buch.
00:09:22: Finde ich ein spannendes Bild.
00:09:24: ehrlich gesagt das Aufräumen des alten Kinderzimmers quasi.
00:09:32: Also diese Vorstellung dass wir Eltern werden und unsere Eltern automatisch Großeltern, das ist uns auch erst beim Schreiben klar geworden.
00:09:40: Ist ja total absurd weil die entscheiden sich dafür nicht.
00:09:42: Das ist wahrscheinlich eine der größten Lebensentscheidungen und Lebensveränderungen.
00:09:46: du hast in deinem Leben Rollen Veränderung aber du hast null say in the matter.
00:09:51: also du bist überhaupt nicht gefragt.
00:09:53: wir gehen ja nicht hin und sagen was sagt ihr dazu?
00:09:54: Wir würden uns das jetzt überlegen.
00:09:56: Wärt ihr schon ready für die Stricke?
00:10:04: Und da unterscheidet sich die Generation vielleicht wirklich von denen davor.
00:10:08: Die sind halt noch voll im Erwerbsleben, die haben vielleicht also durchschnittbar mit dreiundfünfzig und sechsundfünftig Großeltern in Deutschland.
00:10:15: Also für mich ist das nicht so lang hin.
00:10:17: Mit dreinfünfzig?
00:10:19: Ja,
00:10:20: also Männer mit sechsund fünfzig und Frauen mit dreiunfünfzwzig.
00:10:24: und stell dir mal vor du willst gerade irgendwie nach deiner eigenen Familienphase vielleicht im Job nochmal durchstarten.
00:10:31: Du hast dir Hobbys aufgebaut, vielleicht bist du im Ehrenamt.
00:10:35: Es sind ja gerade ältere Frauen irgendwie gehalten so die Gesellschaft zusammen mit ihrem Ehrenamn und dann sollst du aber eigentlich sofort in diese Rolle wechseln.
00:10:45: Und hier finde ich es braucht echt fast wie so ein Begriff Wie dieses Mutter, wie sie den Mutter tätsbegriff bräuchte das auch für Großeltern So eine Übergangsphase
00:10:54: begleitet dass Großeldern werden oder so.
00:10:57: Nein, nur als Funfact.
00:10:58: Ich werde nächstes Jahr sechsundfünfzig.
00:11:00: Das heißt ich muss um einer siebzehnjährigen Tochter langsam ein Bescheid geben oder?
00:11:06: Viel Glück, viel Spaß dabei!
00:11:09: Gut nein okay können wir zurück zu den wirklich wichtigen Fragen.
00:11:14: Also Großeltern das ist ja tatsächlich ein Thema wo jeder mithreden kann und wenn es gut läuft auch Erfahrung hat.
00:11:20: wie ist es denn bei euch eigentlich?
00:11:22: mit wieviel Endgegnern habt ihr persönlich Zuhause zu kämpfen?
00:11:27: Ich glaube, Christina kann für sich selber sprechen.
00:11:30: Aber wir haben beide eigentlich ein ziemliches Glück gehabt.
00:11:32: Das muss ich nämlich auch dazu sagen.
00:11:34: Wir haben jetzt nicht beide unglaublich dramatische Kindheiten erlebt und haben uns da endlich mal unseren Schmerz von der Seele geschrieben.
00:11:40: Sondern wir haben ihr aus unserer Arbeit bei Elze & Nefilter gemerkt wo wir eben eine riesengroße Community haben von über hunderttausend Leuten die uns die ganze Zeit reinschreiben das es da riesen große Probleme gibt und zwar ganz vielen Leuten.
00:11:52: und wir haben auch Reibungen auf dem Weg dahin, wo wir heute stehen gehabt.
00:12:00: Die waren aber jetzt bei uns nicht... also wir haben jetzt nicht nur aus unseren eigenen Geschichten geschöpft sondern eben eher aus der großen Masse von dem was wir da draußen mitgekriegt haben.
00:12:09: und ja bei uns gibt es Reibungen.
00:12:10: die kommen aber bei mir persönlich jetzt eher aus einer Erwartungshaltung raus, die einfach nicht ganz fertig reflektiert war.
00:12:18: Also ich habe jetzt nicht in meiner Eltern drüber gestritten dass meine Kinder falsch angehen, dass die falsch mit denen reden oder irgendwas.
00:12:26: Also was es da eben auch oft gibt oder das die zu autoritär wären.
00:12:30: Sondern das war bei mir eher, dass ich ein Kind gekriegt habe und mir dann gedacht hab so aber ich muss ja eigentlich noch arbeiten.
00:12:37: Wer passt denn da jetzt mal drauf auf?
00:12:39: So Und dann eben wirklich erwartet hätte, dass meine Eltern da Gewehr bei Fuß stehen und mir jetzt mal auch da gefälligst helfen Aber die haben halt beide selber noch gearbeitet.
00:12:48: Ich bin ja in der Patchwork Situation groß geworden einige Player dabei und tatsächlich hat es bei uns so in der Familie dazu geführt, dass das mit dem Rollenwechsel glaube ich für meine Eltern echt tricky war.
00:13:01: Weil als ich mein erstes Kind bekommen habe haben bei beiden meiner Eltern noch eigene Kinder im Haushalt gelebt.
00:13:08: Das heißt die waren auch in der Elternrolle im Alltag und Es ist echt war nicht so so undefizil.
00:13:17: ja weil auf der einen Seite wollten sie unterstützen auf der anderen Seite glaub ich hatten Sie nicht die Kapazitäten Job und eigenen Kindern.
00:13:24: Und waren auch noch in einer anderen Lebensphase, also meine Eltern haben mich super früh gekriegt.
00:13:30: Ich habe meinen ersten Sohn mit neunundzwanzig bekommen und so dass meine Eltern wirklich jetzt eher so in meinem Alter waren vom Gefühl her als Großeltern wie meine Großelter sich schon ganz anders präsentiert haben.
00:13:44: Aber ich finde es aus einem feministischen Sinne das würde ich gerne noch dazu sagen weil Ich finde das eigentlich auch gut, dass Großmütter heutzutage nicht sofort so gewährt bei Fuß wie Johannes das formuliert hat oder so.
00:13:58: Ja natürlich gehe ich jetzt wieder in die Kerrolle.
00:14:01: Natürlich mache hier wieder alles also Großmüttel machen mehr im Schnitt als Großväter aber es gibt halt auch andere Lebensentwürfe für Frauen jenseits der fünfzig.
00:14:11: heute dank des Feminismus muss man auch dazu sagen.
00:14:15: Ihr habt gerade von einer großen Community gesprochen.
00:14:19: Ich gehe davon aus, dass ihr auch sehr stark mit dem Kontakt standet als ihr das Buch geschrieben habt.
00:14:26: Es
00:14:27: ist unsere tägliche Arbeit darum.
00:14:31: Wir haben ja auch zweieinhalb Jahre dran gesessen,
00:14:33: d.h.,
00:14:33: da war viel Gelegenheit
00:14:37: und wir habt ihr irgendwie eine Erfahrung dadurch vielleicht auch bekommen.
00:14:43: wo in dieser weil wir gerade drüber gesprochen haben, dass es quasi ja eigentlich nicht so wirklich trennscharf ist in der Rolle erst Eltern dann Großeltern.
00:14:52: Es geht fließend über entwickeln sich an der eine oder andere Stelle vielleicht auch Missverständnisse dann irgendwann also ohne jetzt auf dem Thema Konflikte permanent darauf umzureiten.
00:15:02: Es gibt sie sicherlich und es gibt die guten Seiten, auf die wir hier auch noch zu sprechen kommen.
00:15:06: und trotzdem gibt das vielleicht gerade in dieser Zeit Kommunikationsmissverständnisse?
00:15:16: Was voll spannend ist, dass die Missverständnisse entstehen dadurch das es für unsere Eltern in dem Moment echt schwer ist glaube ich sich in die Zeit zurückzuversetzen.
00:15:28: In der wir gerade sind.
00:15:29: also weil's gibt so ein psychologisches Phänomen den Heinz-Zeit Bayes Wir denken immer in der Rückschau Das was wir getan haben ist eine logische Also alles in unserem Leben ist eine logische Folge.
00:15:42: Weil wir x getan haben, ist y passiert und wir erklären uns sozusagen das recht plausibel.
00:15:47: Und unsere Eltern haben Lösungen gefunden für die gleichen Probleme vor denen wir stehen.
00:15:51: Die haben auch ein schreiendes Baby und wussten nicht wie fütter ich es ordentlich?
00:15:55: Irgendwann haben sie vielleicht einen Flasche gegeben und ab da wurde's für Sie leichter und in der Rückschau ist das die einzige perfekte Lösung!
00:16:02: und die logische Lösung.
00:16:04: Und dann geben Sie uns aus dieser Haltung raus Tipps, was wir vielleicht bräuchten in dem Moment wäre, die Kommunikation so... Erinnere dich doch mal wie es bei dir war bevor du diese Lösung hattest.
00:16:14: oder dass unsere Eltern sagen, wo ich erinner mich an dieses Gefühl wie unsicher ich war.
00:16:20: das würde uns ja stärken.
00:16:23: Das Teilen von eigenem Leben und da wollen wir eigentlich hin, dass wir zu einer Kommunikationsfindung wo wir sagen können, ja okay du gibst mir jetzt ein Tipp dass ihr die Flasche geben soll.
00:16:35: Aber wir wollen es weiter mit dem Stillen probieren.
00:16:37: das wäre Abgrenzung.
00:16:38: ich kann auf Augenhöhe sagen Wir wollen es anders machen.
00:16:42: aber was mich interessiert würde ist wie war das denn für dich damals also eher auf dieser dieser Ebene miteinander zu reden und sich auszutauschen?
00:16:51: Und wenn's ein grundlegendes Missverständnis gibt zwischen den Generationen dass man wirklich generalisieren kann da jetzt dann ist es wahrscheinlich Genau dieses Problem der Rollenneuordnung, das eben noch nicht wirklich verstanden worden ist von allen Beteiligten als in welcher Position er es gerade aufeinandertrifft.
00:17:11: Da müssen muss jeder ein Stückchen weiterrutschen.
00:17:13: Dann müssen die Großeltern aus der Elternrolle raus auf eine Augenhöhe mit uns.
00:17:20: Wir sind ja immer noch die Kinder aber wir sind eben erwachsen jetzt.
00:17:25: Wir Eltern müssen aus der Kinderolle heraus und das ist genauso wichtig und genauso schwierig weil Wenn man klein ist, sind die Eltern quasi der liebe Gott und die liebe Göttin.
00:17:35: Und wenn es ein Problem gibt, geht man dahin und die lösen das.
00:17:38: Mama, Mama auch?
00:17:42: Oder ich kann nicht schlafen oder ich hab Bauch wie mein Rentner zu den Eltern und die Lösen lassen.
00:17:46: Das sitzt halt schon auch tief!
00:17:48: Wenn wir aber mit dieser gleichen Anspruchshaltung an die Eltern rangehen, wenn man selber schon groß ist und eigene Kinder hatten sagt... Mama, mama, schläft nicht!
00:17:55: Mach mal!
00:17:56: Dann wird's ganz, ganz schwierig.
00:17:59: Und diese Rollneuordnung ist, wenn irgendwas ist das grundlegende Problem dass noch nicht alle wirklich fertig gedacht und fertig gerutscht haben auf dieser Stuhlreise wo eben jeder weiter rutschen muss.
00:18:11: Was eigentlich jetzt die aktuelle Situation ist was man auch wirklich erwarten kann und erwarten sollte voneinander wie viel man sich gegenseitig reinreden darf und kann.
00:18:20: Wenn das geklärt wäre dann bräuchts unser Buch nicht.
00:18:25: aber genau um das geht es eben.
00:18:26: Ich empfehle ein Grundkurs Projektmanagement, da lernen wir nämlich auch Rollendefinition.
00:18:32: Ja
00:18:33: absolut!
00:18:34: Das ist aber auch was du ansprichst total spannend weil man könnte ja sagen warum müssen wir das jetzt auch noch machen?
00:18:40: Die können sich doch selber drum kümmern und die sind doch selber groß.
00:18:43: und wir sind jetzt irgendwie.
00:18:44: hier gibt es dieses Meme Millennial Parents to be a millennial parent is great.
00:18:49: you only have to regulate yourself your children and your parents.
00:18:54: Das ist es aber.
00:18:55: Wir sind in dem unfairen Vorteil, weil wir haben vielleicht ein Projektmanagement-Kurs gemacht.
00:19:01: Wir haben gewaltfreie Kommunikation am Elternabend kennengelernt.
00:19:05: Wir kennen Feedbackprozesse und wissen, dass wir anders kommunizieren wollen.
00:19:09: Wir wissen, das wir Gefühle für unseren Kindern anders begleiten wollen.
00:19:14: Dann müssen wir vielleicht auch in dieser Beziehung etwas anders drangehen.
00:19:18: Weil das ist tatsächlich was, was die Generation unserer Eltern zu weniger erlebt hat.
00:19:23: So wollen ihren Berufsleben als auch in ihrem Eltern leben.
00:19:27: Total spannende Perspektive!
00:19:30: Ich würde ganz gerne noch mal zurückgehen auf das Thema Konflikte, die drehen sich ja meistens um Werte und Erziehungsstile.
00:19:37: Christina du hast ja auch anfangs schon gesagt wir blicken heutzutage ganz anders auf Kinder... ...als es noch die Generation davor getan haben.
00:19:47: Und du sagtest ja unsere Eltern, also die jetzige Großelterngeneration hatte gar nicht den Zugriff auf gewisse Inhalte und Wissen.
00:19:59: Aber wie viel Unterschied hält denn eurer Meinung nach Familie jetzt aus ohne dass es gleich total durch die Decke geht?
00:20:10: Super
00:20:10: Frage!
00:20:11: Schönste super Frage!
00:20:13: Total viel!
00:20:15: Also erstens...
00:20:16: Das ist eine super Antwort.
00:20:17: schon mal finde ich auch
00:20:19: Unsere Kinder können mit unterschiedlichen Erziehungsdielen, Umfeldern Menschen gut umgehen.
00:20:27: Das weiß man ja auch aus der Forschung zu.
00:20:29: so Wechselmodellen also unterschiedliche Systeme das ist für Kinder navigierbar.
00:20:35: Auch wenn Eltern unterschiedlich ticken die wissen ja auch genau bei dem Thema brauche ich gar nicht zum Mama gehen.
00:20:40: Bei dem so das wissen die Ja.
00:20:43: Dann dieses good in us parenting, wo das zu Teil viel gesprochen wird.
00:20:48: Es ist nicht entwicklungstychologisch sinnvoll wenn Kinder hundert Prozent ihrer Wünsche... Das ist gar nicht nötig dass die alles immer perfekt erfüllt bekommen.
00:21:03: es ist sogar so dass es besser ist wenn es gewisse minimale Frustrationen manchmal gibt.
00:21:09: Also es reicht in seventy bis achtzig Prozent der Fällen perfekt zu reagieren auf die Bedürfnisse etc.
00:21:17: Als Eltern.
00:21:19: und dann gibt's da vielleicht Großeltern, die machen das nochmal anders.
00:21:23: Da ist Raum für sowohl dass Kinder von Eltern frustriert sein dürfen und manchmal bei Großeldern kompensieren.
00:21:31: Auch das gibt ja Großelteren, die verwöhnen und die Dachsachen erlauben die vielleicht ganz viel Zeit haben und ein offenes Ohr, viel mehr als die Eltern.
00:21:39: Als auch andersrum.
00:21:40: es kann auch mal sein dass Oma mir einen blöden Spruch presst weil ich meine Schuhe nicht geputzt habe.
00:21:46: und auch mit dieser Frustration darf ich als Kind klarkommen so das wenn meine Eltern da sind für mich ist es überhaupt nicht schlimm.
00:21:54: Und dann kommt ihr noch dieses Thema dazu.
00:21:57: Die haben ja uns als sichere Bindung.
00:21:59: Wir sind deren, wir haben im Buch das Bild des Down-In-Mantels.
00:22:01: so Kinder und die Eltern sind der Downmantel für die Kinder.
00:22:06: Da prallt vieles ab, so wir nehmen sie in diesen Downmandel mit rein.
00:22:11: Und da können auch Großaltern abprallen.
00:22:13: nur wir sind die ganze Zeit in unserer Rolle.
00:22:16: als deren Kinder haben wir das Gefühl es ist jetzt mega dringlich.
00:22:19: also die gleichen Dinge wie groß die Großeltern zu uns gesagt haben als Kinder haben überhaupt nicht die gleiche Wirkung auf unsere Kinder, weil wir ja dazwischenstehen.
00:22:29: Das heißt, wir müssen demnicht diese Wichtigkeit beimessen, die wir manchmal tun und wir haben es nichts dafür, dass man irgendwie Respektlosigkeit oder also gibt Themen körperliche Integrität.
00:22:43: Wir dürfen schon natürlich dann als Eltern da Grenzen setzen aber diese Erwartung, dass unsere Großeltern auch perfekt mit den Kindern umgehen, Überhaupt nicht nötig und steht uns total im Weg.
00:22:59: Und da ist eben auch ganz viel, mal wieder der eigenen Prägung mit dabei.
00:23:02: also gerade wenn man als Kind wahlweise überautoritäre Eltern hatte oder überautoritär oder über vorsichtige Eltern und das hat was mit einem gemacht jedes Mal wenn wir rausgegangen sind die Mama gesagt muss aber schon ganz schön aufpassen vor sich.
00:23:18: Oder wenn eben die Autorität immer so, die große Rote rausgeholt worden ist.
00:23:23: Und das hat einen als Kind geprägt.
00:23:24: und dann wird man erwachsen und merkt irgendwann im Moment es hat echt was mit mir gemacht.
00:23:27: und dann regt einem das volle Kanne auf, wenn man den gleichen Satz hört.
00:23:30: Den sagt der Opa zum eigenen Kind.
00:23:33: Man läuft da so rum mit seinem Schmerz.
00:23:35: Das hast du zu mir auch gesagt?
00:23:36: Und das habe ich zehn Jahre Therapie gekostet damit klarzukommen.
00:23:39: und jetzt sagst du das zu meinem Kind.
00:23:43: Das ist eben, hat Christine eben gerade gesagt aber das ist ein totales Missverständnis dass das mit dem eigenen also mit den Enkeln quasi dasselbe machen würde, weil eben die ja nicht im selben Haushalt wohnen.
00:23:53: Die erziehen ja auch unsere Kinder nicht.
00:23:56: Das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt der Größenordnung.
00:23:59: Wir erziehen die Kinder!
00:24:01: Wir Eltern erziehen allein die Kinder.
00:24:05: Die Großeltern können mithelfen und betreuen.
00:24:07: Sie sind wahnsinnig wichtig.
00:24:09: aber diese Verantwortung haben wir Die Größenordnung dessen, was das mit den Kindern anstellen kann.
00:24:17: Wenn die mal einen blöden Satz abkriegen würden... ...die ist eben eine ganz andere als es sich für uns anfühlt.
00:24:24: Weil wir haben das als Kind selber so erlebt.
00:24:26: aber es ist eben jetzt, dreißig Jahre später und wenn zweimal im Monat am Wochenende sie sich sehen in einem guten Fall und da kommt dann mal irgendwie so ein Weib von bisschen mehr ne ne ne das dürfte er aber nicht mit Dann macht es mit unseren Kindern ungefähr genau gar nix.
00:24:43: Und in dieses Vertrauen, wenn man reingeht und da mal die Größenordnungen zurechtzurücken was das eigentlich anrichten kann wird alles gleich schon mal viel entspannter.
00:24:53: Finde ich ganz spannend weil ich habe aus meiner Perspektive immer das Gefühl wenn wir mit unseren Großeltern zusammen sind und der Sohn da auch mitmisch dass er die wiederum so ein bisschen als Kompensation für den Alltag mit seinen Eltern nutzt ne?
00:25:13: Die bieten dann dort nochmal wieder was anderes.
00:25:16: Wir haben da noch mal hier Kleinigkeit und wie ihr schon sagt, also die gehen dann nochmal ganz anders mit den umen und da sind manchmal Muster dabei wo ich mir denke so oh krass das kenne ich noch aus meiner Kette.
00:25:32: Wir gehen ja auch rein in die ganzen Konflikthemen im Buch und da wir eben gemerkt, dass es immer dazu konflikten kommt wo wir selber so eine Restunsicherheit oder einen Schmerzpunkt haben.
00:25:43: Deswegen sind hier genau diese Dinge wie Einschlafbegleitung wie lang wie viel oder welches Essen oder wie lange stillen, oder wie viel dürfen die Kinder selbst entscheiden.
00:25:54: Das ist die Konfliktpunkte weil auch da wir ja uns noch so Randtasten an diese Themen und selber so ein bisschen eine Unsicherheit verspüren oder manchmal einen Schmerz haben, weil es doch anstrengend ist und wir nicht sicher sind, sind wir auf dem richtigen Weg mit dieser zweistündigen Einschaftbegleitung jeden Abend?
00:26:10: Und wenn dann unsere Eltern deren Urteil für uns eben sehr wichtig ist was dazu sagen kann das halt ziemlich krass treffen plus dass wir ja sozusagen aktiv vielleicht uns entschieden haben, etwas anders zu machen was die wiederum schmerzt.
00:26:25: Weil die hören natürlich unser Urteil da im Subtext das wir wollen es anders machen also haben sie mir offenbar falsch gemacht.
00:26:32: Also
00:26:33: sorry ich wollte dich nicht unterbrechen.
00:26:35: Nee da ins Gespräch zu kommen ist halt super schwer weil dann muss man erstmal diese ganzen Lagen sowieso ein Geschenkpapier irgendwie auspacken.
00:26:44: Stück weit höre ich auch bisschen heraus eigentlich wir hier nicht von Themen zwischen Eltern und Großeltern sprechen, sondern eigentlich immer noch zwischen Kindern und Eltern.
00:26:57: Also wie als Kinder mit den Großeldern?
00:26:59: Weil ich glaube so vertühl' ich das dass die Großelterzeit letztendlich nochmal wieder alte Themen hervorholt also so wie Kinder im Endeffekt ja auch wieder ganz viel deiner Schwächen zu Tage fördern.
00:27:13: als Spiegel ist es dann letztendlichen mit den Großeltern.
00:27:15: ja
00:27:15: auch Der Punkt im Leben, wo man Kinder kriegt ist wirklich genau die eine Gelegenheit.
00:27:22: Wo man den letzten Rest, so die letzten paar Bausteine vom Erwachsen werden, da irgendwie sich noch suchen kann und dann muss man gucken, wo bringt man sie hin?
00:27:29: Was jetzt nicht heißt das Menschen ohne Kinder nicht erwachsen sind, darum geht es gar nicht nur.
00:27:34: wenn wie ich meine beiden Kinder bekommen habe war ich selber auf einmal in der Situation, in der ich mich umgedreht haben also zurückgeblickt hab mir gedacht oh shit!
00:27:44: Das hat mir vieles erklärt was bei meinen Eltern los war weil ich auf einmal selber in dieser Situation war Und meine Eltern waren bloß sieben Jahre jünger als ich, als sie mit all dem klarkommen mussten.
00:27:55: Und deshalb mir echt auch geholfen meine Eltern besser zu verstehen und da ein bisschen mehr mich reinzuversetzen... ...und deswegen ist ihm dieser Schritt so wahnsinnig wichtig dass man an der Stelle wo man Kinder kriegt mal so'n bisschen Tabularaser macht und mal ein bisschen guckt okay wo stehen wir jetzt gerade eigentlich?
00:28:14: Eigentlich habe ich jetzt ein anderes Verhältnis Und wenn man da ankommt, ist man wirklich erwachsen.
00:28:19: Dann hat man es.
00:28:22: Man muss es aber auch ständig nachverhandeln.
00:28:24: Du erinnerst dich wie wir darüber geredet haben immer wieder im Buchdruck geschrieben haben dass sich die Situationen so oft verändern weil dann fängst du wieder einen zu arbeiten und dann brauchst du auf einmal viel mehr Unterstützung.
00:28:35: Dann wäre die Kinder größer wird die Unterstützung verlangt das eine andere dann ist es ja auch so, dass die Kinder und die Großeltern den eigenen Aushandlungsprozess starten ihrer Beziehung.
00:28:47: Weil nur weil ich das gut finde heißt es ja noch lange nicht, dass meine Kinder wollen, dass diese Oma oder dieser Ober zweimal pro Woche da ist, weil vielleicht geknischts da auch... Und wir müssen ja zusätzliches Elter noch unsere Kinder dabei begleiten, weil sie brauchen eben noch die Begleitung, dass man vielleicht manches Verhalten erklärt oder mit denen auf die Suche geht nach den unerfüllten Bedürfnissen von ihnen selber in dem Moment oder fragt, warum kommen da bei dir so die Gefühle hoch?
00:29:16: Oder dass man es einfach begleitet.
00:29:18: Und das ist mir voll wichtig in dem Ganzen weil wir haben ein sehr empatierreiches Buch für die Großeltern Generation geschrieben.
00:29:25: Wir haben sehr viel Verständnis entwickelt in diesem Prozess.
00:29:28: Wir haben uns die Historie angeschaut deren Prägo.
00:29:32: Aber die sind erwachsen auch die sind Erwachsen.
00:29:36: meine Eltern meine Schwiegel sind und auch Die müssen selber.
00:29:39: Wir sind nicht auch für sie verantwortlich.
00:29:41: Wenn es denen bei uns nicht gefällt, dann sind Sie frei zu gehen!
00:29:48: Also weil wir ganz oft in dieser Position sind zu sagen ja das ist jetzt aber für meine Eltern unangenehm und dann versuchen wir das irgendwie zu regeln.
00:29:57: Ich weiß nicht ob ihr das kennt wenn dann so Elternbesuch da ist Und die Kinder verhalten sich so wie man gar nicht will dass die Kinder sich verhalten Aber es machen die halt gerne dann da Und dieses unangenehme Gefühl, dann so zwischen den Generationen zerrieben zu sein.
00:30:12: Das ist, glaube ich kennt man und man möchte ja auch gut dastehen uns eigentlich habe die Lage hier im Griff.
00:30:19: Christina
00:30:20: du
00:30:21: hast vorhin ganz kurz ein ganz schönes Beispiel genannt wie man eigentlich Grenzen setzt ohne das gleichen Generationskonflikt daraus ausartet.
00:30:35: Ich glaube, das war das Thema Stillen ne?
00:30:37: Fläschchen oder Brust.
00:30:39: dann hast du gesagt dass man sozusagen... Du hast da ganz geschickte Gegenfrage sozusagen dann gestellt.
00:30:45: oder du hast gesagt man soll sozusagen also beim Thema stillen gehen wir jetzt mal von der Frau und der Großmutter aus, dass man einfach nachfragen
00:30:55: ist wie
00:30:55: ging es dir damit genau!
00:30:57: Ist das so eine Strategie auch abseits des Thema
00:31:03: steht,
00:31:04: die man immer anwenden kann.
00:31:07: Ich würde lustigerweise gestern genau nach so ersten Strategien wie man in so einem Gespräch beginnen kann gefragt und was ich bei mir sehr... Also was ich irgendwann begonnen habe im Prozess eigentlich auch schon vor bevor wir das Buch begonnen haben war so kleine Gegenfragen zu stellen.
00:31:27: also wenn sich meine Eltern oder menschliche Eltern über was geärgert haben, dass ich denn einfach das wiederholt habe und gesagt hab ach du findest also zum Beispiel ein Beispiel war mal in einer Konfliktsituation ja eure Kinder kennen überhaupt kein Nein.
00:31:41: Dass sich gesagt hat ach okay du findst unsere Kinder kennen keinen nein?
00:31:47: Und dann kam sofort so eine äh Ja also aber naja nimmst du.
00:31:53: aber in welcher Situation meinst du?
00:31:55: Also wirklich bei dem Vorwurf oder dem Punkt zu bleiben, der gerade stört und zu sagen warum macht ich das so wütend?
00:32:04: Das ist natürlich erstmal eine totale Irritation.
00:32:06: Weil so redet man in Familien ja nicht miteinander.
00:32:10: aber meine Erfahrung ist es gibt dieses Ich habe wirklich einen Wunsch mit der anderen Person ins Gespräch zu kommen Und wenn ich den nicht wirklich hab dann darf ich mich natürlich auch abgrenzen vor allem Wenn die Situation gerade heiß ist Dann kann ich sowas sagen wie da mag ich jetzt gerade nicht darüber reden Oder dass entscheiden wir Das ist völlig in Ordnung.
00:32:29: Wir machen das in unserer Familie so und es darf so sein, aber wenn ich ein Interesse habe wirklich mit der Person ins Gespräch zu gehen und vielleicht auch nicht in der Akutsituation einfach mal zu sagen warum hat dich das so gestört oder warum hat sich das so verärgert?
00:32:44: In dem Moment was löst das in dir aus?
00:32:47: weil wir im ganzen Gespräch noch gar nicht angesprochen haben sitzt ja nicht nur wir und die Großeltern und die Kinder mit dem Tisch sondern eigentlich auch noch die Urgroßeltern.
00:32:57: In.
00:32:57: ganz oft ist ja auch die Prägung unserer Eltern, die die dann so triggert.
00:33:01: Wenn unsere Kinder sich so verhalten wie sie sich heute verhalten dürfen in Familien hätten sich unsere Eltern so verheiten.
00:33:09: ich glaube ihr wisst was dann passiert wäre.
00:33:11: Dann hätte es im Zweifel fallen Ohrfeige gegeben oder dann halt kein Abendessen und das ist natürlich auch ein Schmerz den die mit sich rum tragen.
00:33:23: Das ist eben jetzt der ganze wichtige Punkt den die Kristina da anspricht.
00:33:27: Wenn wir uns schon im Laufe unseres eigenen Erwachsenwerdens immer wieder mal bewusst machen, was quasi bei uns gut gelaufen ist aber auch etwas schiefgelaufen ist.
00:33:37: Also wie wir halt geprägt worden sind und dann laufen wir mit diesem Bewusstsein rum.
00:33:41: Ich wurde immer geschimpft wenn Und man schimpft der Opa schon wieder Aber jetzt mein Kind, arg arg Wie schlimm.
00:33:50: Dann darf man sich da genau diese Frage eben mal stellen Ja wie ist denn eigentlich mit dem umgegangen worden?
00:33:56: der den geprägt, weil es ist ja nicht so dass wir die einzige Generation sind die geprägt worden sind von irgendwas sondern wir prägen unsere Kinder.
00:34:03: Wir sind gepräagt worden von unseren Eltern und die sind geplägt worden von... ...der Kriegsgenerationen.
00:34:08: Und da war eben nicht heit-die-deidti Einschlafbegleitung Kuscheltuch und da kriegst du noch ein Busse hab dich lieb.
00:34:16: Sondern da war... Da war Mangel Da war... Wir haben Lebensmittelüberschuss in Deutschland seit den Seventigern Vorher war das nicht.
00:34:25: Deswegen
00:34:26: ist das Thema Essen ein sehr interessantes Historisch.
00:34:30: Aber auf das lässt sich eigentlich dieses ganze Buch zusammen dampfen, so auf diese eine Frage.
00:34:35: Moment damit wie sind eigentlich meine Eltern groß geworden?
00:34:39: Und sobald man das mal mit rein nimmt in die Rechnung wird es wirklich interessant.
00:34:42: da fällt einem dann nämlich auf wenn der jetzt Wenn mein Papa irgendwas wahnsinnig aufregt, dann kann ich mich erst mal fragen, so ein Moment.
00:34:50: Vielleicht ist genau die Reibung der Kristina eben aufgebracht hat jetzt hier am Start?
00:34:53: Wenn der sich als Kind so aufgeführt hätte was wäre da wohl losgewiesen?
00:34:57: und vielleicht trifft es bei ihm im einen Schmerz.
00:34:59: Und wenn man das mit rein nimmt in diese Denke, okay das sind ja auch Menschen!
00:35:03: Die sind auch irgendwann mehr erzogen worden von jemandem und sind auch geprägt.
00:35:06: aber das sitzt mit am Tisch.
00:35:08: Also meine kleine persönliche Anekdote, mein Vater zum Beispiel ist die ersten zehn Jahre ganz ohne Vater aufgewachsen weil der nämlich noch in Kriegsgefangenschaft war.
00:35:18: Also
00:35:18: da habe ich
00:35:19: mich auch gefragt so okay der hat überhaupt kein Vorbild die ersten Zehn Jahre und das sind ja wahrscheinlich sehr prägende Jahre.
00:35:24: also wie soll er es denn dann machen oder wissen oder besser machen wenn er sich nicht abgleichen kann?
00:35:32: Und das ist jetzt ganz
00:35:33: typisch für
00:35:33: diese Generation.
00:35:35: Eine Freundin von mir hat etwas ganz Tolles gemacht und da dachte ich, ach das ist ja auch ein super Tipp den man Leuten mal mitgeben könnte.
00:35:42: Die hatten nämlich zu Weihnachten ihren Eltern einen Tag geschenkt wo die erzählen dürfen.
00:35:50: also die hat gesagt sie hat das Gefühl es gibt immer wieder so Themen und Konflikte aber sie weiß nicht wie sich's angehen soll Und im Alltag gibt es keinen Raum dafür, weil sie hatten einen superschwassigen Alltag als ein kleinerziehende Mama mit Vollzeitjob und sie brauchten die Eltern ganz oft als Lückenhelfer und schnellmals Kind abholen.
00:36:10: Dann hat sich gedacht okay was wünschen die sicherlich?
00:36:12: Die ganze Zeit?
00:36:13: ja die wollen immer Zeit mit mir verbringen und dann hat sie ihnen diesen Tag geschenkt.
00:36:17: und danach kam die wieder und hat erzählt ich hab Sachen erfahren von denen wusste ich überhaupt nicht Ich habe mich reinversetzen können wie's denen manchmal ging.
00:36:27: Das fand ich eine ganz, ganz schöne Idee.
00:36:29: Also wenn man die Kraft hat und wenn das gegenüber auch kommunikationsbereit ist... ...das ist halt immer die Voraussetzung.
00:36:36: also wenn wir mit unseren Eltern denn die einfach kein Interesse haben auf so einer Ebene zu sprechen dann wird schon verdammt schwer.
00:36:42: aber vielleicht freuen sich darüber die Eltern mehr als über weiß ich nicht was man halt sonst zu Weihnachten schenkt weil man eh keine Idee hat.
00:36:51: Es gibt ja auch so schöne Bücher, wo die Großeltern eintragen können wie ihr Leben war.
00:36:56: Die heißen dann so Erzähl mal Oma oder sag doch mal Papa.
00:37:00: Ich habe auch mal ein Buch verschenkt aber das ist tatsächlich leer geblieben.
00:37:04: Aber vielleicht ist es tatsächlich eine persönliche Auseinandersetzung.
00:37:08: Man schenkt ja dann noch Zeit wie du sagst nochmal Ein größerer Anreiz als jetzt einfach nur was niederzuschreiben
00:37:15: Oder das Buch gemeinsam ausführen.
00:37:19: Pro Tipp dazu wäre, one-on-one.
00:37:24: Also wirklich jetzt ab... was nämlich gar nicht funktioniert ist wenn sich ein Kind mit den Eltern also den Großeltern an den Tisch hockt und sagt so jetzt erzählt mal beide weil meine Erfahrungen zumindest sind die um uns herum Wenn man mit einer Person alleine spricht, spricht mir immer ganz anders als wenn man zu dritt oder zu viert ist Und dann hat man viel weniger dieses Gespräch vom Kind zur Elternfront sondern kann man wirklich mal ins Persönliche gehen.
00:37:50: Das ist wirklich Wahnsinn.
00:37:51: Also einfach mal lang spazieren machen, aber nur mit der Oma oder nur mit dem Opa.
00:37:57: So ein Ausflug heißt was?
00:37:57: Wir fahren jetzt mal ins Deutsche Museum wie schaut's aus?
00:38:01: und dann ist man einen ganzen Tag unterwegs muss sich den ganzen Tag vertreiben.
00:38:04: und wenn man da vielleicht so ein bisschen so ein paar Fragen schon dabei hat das mega interessant habe ich auch gemacht.
00:38:10: Sehr sehr lange Autofahrt und dann mal gefragt du sag mal Wie war eigentlich der Erziehung.
00:38:18: Wie streng war Opa, also mein Opa?
00:38:21: Wie stregen war er eigentlich und was da dann alles gekommen ist unfassbar aber das kommt eben nicht raus wenn man am Essstisch sitzt und die Kinder blödeln hinten rum und dann ist hier Trubel und irgendjemand fällt um.
00:38:35: in so einer Situation kann man das nicht besprechen sondern eben macht meine kleine Wanderung kommt euch mal in die Sauna oder was weiß ich.
00:38:42: und mit so einer ganz einfachen Frage wie bist du eigentlich wirklich groß geworden?
00:38:45: sag mal
00:38:46: Jesus Christ.
00:38:47: Podcast, der Profitipp wäre noch durch.
00:38:50: Ich habe überlegt ich würde gerne Folge mit dir aufnehmen.
00:38:56: Magst du nicht mal vorbeikommen?
00:38:57: Wir reden so unter.
00:38:59: also tatsächlich ist ihr lacht jetzt aber ich bin auf meine journalistische Arbeit zurückschauen.
00:39:04: Ich hab mich schon echt viel mit Familienthemen beschäftigt und ich habe auch meinen Vater zum Beispiel mal für ein Feature Interview über Fahrzeiliebe und es war ein total interessantes Gespräch.
00:39:15: Und natürlich ist es jetzt nicht was, was alle Hörer umsetzen können.
00:39:17: Aber man kann schon sagen du ich würde gerne aufschreiben für die Kinder weiter mal.
00:39:24: oder darf ich da mein Handy daneben legen und das aufnehmen?
00:39:28: Weil dann kann ich später besser runtertippen also weil man ist oft gar nicht in der Lage alles aufzunehmen.
00:39:33: Stimmt.
00:39:35: Ist ja so emotional.
00:39:36: In fast dreißig Wochen ist wieder Weihnachten.
00:39:39: Dann habt ihr jetzt schon mal Tipps könnt euch darauf vorbereiten wie ihr das Ganze verpackt.
00:39:48: Also im Endeffekt haben wir ja als Kinder immer die Wahl, wie wir reagieren.
00:39:55: Man kann gelassen bleiben und vielleicht auch ein gewisserweise konsequent.
00:40:00: Ich habe vor kurzem so ein bisschen die Erfahrung gemacht dass es da auch bei meinen Eltern einen kleinen Konflikt gab kann man aber nicht jetzt Konflikt bezeichnen.
00:40:12: Aber da ging es letztendlich darum, dass wiederum mein Vater meiner Frau etwas gesagt hat wo sie nicht mit umgehen konnte war sich aber nicht mitgekriegt habe so ich rede ein bisschen verklausuliert weil ich nicht weiß wer von meiner Familie jetzt diese Folge hören wird.
00:40:28: und insofern wie gehen wir denn?
00:40:31: Wie würde man damit umgehen?
00:40:32: bleibt man da gelassen oder ist man dann eher so okay?
00:40:35: da muss ich jetzt nochmal mit ihm reden.
00:40:38: Da habe ich wirklich lange überlegt, wie gehe ich denn da jetzt mit um?
00:40:42: Also am liebsten würde ich ja.
00:40:43: Aber ist das fair den ihr gegenüber
00:40:48: schwierig?
00:40:49: Das ist jetzt wirklich schwierig weil da stecken ein paar verschiedene Ebenen drin.
00:40:54: Das eine ist nämlich wie gelasten geht man generell jetzt und so einen Unterschied ran.
00:40:59: Sagen wir mal wie Großeltern unsere Kinder betreuen.
00:41:03: Das andere Also das ist eine Sache, da kann man nur durch den Bauch abnehmen und dann kann man mehr oder weniger generell sagen.
00:41:08: Alles unterhalb von Kindeswohlgefährdung erst mal chillen.
00:41:12: Und dann kriegen die halt ein Eis extra.
00:41:15: Good Lord!
00:41:15: Ja dann gehen die halt ne Stunde später ins Bett.
00:41:17: Good lord!
00:41:18: Alles gut?
00:41:19: Das ist einmal im Monat passt schon, es macht mit dir nix.
00:41:21: Da maximale Gelassenheit unterhalb, wie gesagt irgendwelchen gefährdenden Sachen.
00:41:26: wenn jetzt jemand ohne Kindersitz rumfährt oder Alkohol im Spiel ist was für sich anderes Thema?
00:41:30: dann... Die Ebene Du jetzt da konkret aufgerufen hast.
00:41:34: Also nochmal eine ganz andere, das ist nämlich dann die Paar-Ebene und da... hui!
00:41:40: Da händet unser Buch, da gehen wir an die Experten
00:41:43: ab.
00:41:45: Okay, so eine andere Folge dann?
00:41:46: Da gehen wir in
00:41:47: die Experte ab.
00:41:48: Aber dieser Schwiegerelter im Beziehung der Denkmann erst mal, die müsste leichter sein weil man hat all diese Prägungen nicht erfahren, so man begegnet sich als Erwachsene.
00:41:58: Das Problem ist nur A. Es kann passieren, dass die Schwiegereltern deine Partnerin auf der Kinderebene einsortieren, weil das ist ja deine PartnerInnen.
00:42:08: Das heißt es ist für die auch ein Kind erst mal.
00:42:11: Das kann passieren.
00:42:12: Dann kann passiert, dass einfach zu wenig Bindung irgendwie jemals stattgefunden hat, weil man hat sich irgendwie dreimal gesehen vorher und dann ist man auf einmal Familie zusammen, weil ein Enkelkind da ist und dann will man auf jeden Fall nicht im Nachthand mit Milcheinschuss irgendwelche Diskussionen... führen, so weil man dafür überhaupt noch nicht ready ist.
00:42:31: Dann hat man einen komplett anderen Stall aus dem man kommt.
00:42:35: das fehlen dann vielleicht Kommunikations... Also man versteht nicht wie diese Familie tickt.
00:42:39: oder das kennt man doch auch dass man denkt hey die reden ja nie über irgendwas Die strecken gar nicht Die streiten ja dauernd.
00:42:47: Oh Gott, wie anstrengend ist das?
00:42:49: Oder bei denen gibt es ja nicht mal Weihnachtsgeschenke.
00:42:51: Da kriegt man ja nur so ein Wichtel-Ding.
00:42:53: Das ist ja total unangenehm.
00:42:54: oder die schleppenden Sack an voller Geschenke, wie peinlich.
00:42:57: und ich habe... Es ist ein
00:42:58: Kulturschock dann
00:42:59: auch.
00:43:00: Genau!
00:43:01: Und dann gibt's noch eben diese Ebene.
00:43:02: wer kann besser mit wem sprechen.
00:43:05: Und da sagt die Forschung, dass es total individuell ist.
00:43:08: Also es ist eben nicht so, dass leichter ist mit den Schwiegereltern als mit den eigenen Eltern oder andersrum.
00:43:14: Ich würde immer dafür plädieren, dass man, wenn es ein Konflikt gibt versucht seine eigene Grenze selber zu setzen.
00:43:21: Dass das deine Frau sagt, das hat mich gestört weil... Weil wenn du das für sie machst dann wird's ja so eine komische Beschützerpaar-Geschichte.
00:43:32: auf der anderen Seite, wenn deine Frau gesagt ich brauche deine Loyalität in der Hinsicht dahin, dass wir so erziehen wollen und dass du auch dahinter stehst, dass deine Eltern das verstehen ist es ganz wichtig, dass ihr das zusammenmacht.
00:43:46: Also so eine Ebene war es Gott sei Dank nicht!
00:43:50: Aber insofern aber trotzdem ganz spannend was du sagst.
00:43:53: also ich denke da ist es dann wahrscheinlich wirklich gut erst mal zumindest im Backup zu sein.
00:43:58: Ich verstehe dich total und ja wenn's Klärungsbedarf gibt...
00:44:04: Aber das ist einer der Haupttrennungsgründe wenn die Loyalitäten nicht geklärt sind in Familien die Partner sozusagen nicht das Gefühl haben, du stehst auf meiner Seite sondern du stehst vielleicht dann da auf der Seite deiner Eltern, deiner Herkunftsfamilie.
00:44:20: Das kann ganz schnell echt krisenhaft werden.
00:44:22: Aber deswegen sage ich, da geben wir ab an die Paartherapeutin und da kennen sie sich besser aus.
00:44:27: Gut
00:44:28: aber um nochmal an Florians Einzelschicksal anzuschließen also wir müssen tatsächlich schon unterscheiden was sind die eigenen Eltern?
00:44:36: Und was ist die Schwiegereltern?
00:44:37: Und das hast du ja schon sehr schon rausgearbeitet Christina sehen so okay in was für eine Familie bin nicht eigentlich reingeraten?
00:44:44: also meine allen Eltern kenn ich ja zu genüge Idealerweise, aber bei den Schwiegereltern ist es einfach normal eine ganz andere Nummer oder?
00:44:53: Also letztendlich müsst ihr euer Buch wahrscheinlich auch zwei geteilt sein.
00:44:56: Oder es müsste noch mal ne Fortsetzung geben wo man sich nur auf die eigenen Eltern und nur auf Die schwiegerelt konzentriert weil ich glaube schon dass das zwei unterschiedliche paar Schuhe sind.
00:45:05: Ich habe den Titel schon entgegner Schwieerelter
00:45:07: Wow wow können wir ihn haben?
00:45:13: Ja und nein.
00:45:14: Also man könnte da bestimmt nochmal ein eigenes Buch drüber schreiben, aber das wird eigentlich genauso aussehen wie das.
00:45:19: Weil es ja nur exakt die gleichen Probleme sind, bloß halt noch mal potenziert um die Distanz vom eigenen Stall zum anderen Stall.
00:45:27: Das heißt auch da geht's doch um Autorität und um Hierarchie.
00:45:30: und wer darf jetzt eigentlich ansagen?
00:45:32: Und wer bestimmt eigentlich, wie hier gerade wie mit wem umgegangen werden soll...
00:45:37: Wer darf wenden setzen?
00:45:39: Genau!
00:45:40: Das ist exakt dieselbe Diskussion.
00:45:42: Es ist nur manchmal der Graben ein bisschen größer, über den man da rufen muss.
00:45:45: Und die Erwartungen andere?
00:45:47: Die Erwartung andere und der verbindende emotionale Kit auch ein anderer weil es natürlich leichter ist bei den eigenen Eltern mit denen man groß geworden ist wo man auch so die ganzen Motten kennt die vielleicht haben wo man weiß er ja der sagt jetzt nichts weil der sagt generell dazu nix und das nehme ich deswegen nicht persönlich weil ich weiß der redet da nicht viel drüber.
00:46:09: Aber wenn ich das von meinem Schwiegervater dann zum Beispiel überhaupt nicht kennen und den gar nicht lesen kann, dann kann es bei mir ganz anders ankommen.
00:46:15: Und diese Kit ist halt nicht da.
00:46:17: aber die Probleme sind genau exakt dieser.
00:46:23: Kulturelle Erwartungen an Großeltern sind natürlich komplett andere und wenn ihr euch Familien anschaut wie sie heute sind so blendet unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche Herkünfte, unterschiedlich lange Einwanderungsgeschichte... Ich will da jetzt echt nicht generalisieren, aber die Leute mit denen ich geredet habe mit Migra Background, die erleben manchmal Konflikte mit ihren Eltern.
00:46:48: Die ich eher in der Grußeltern Generation bei uns verorten würde und auch das kann man nicht generalisierung.
00:46:55: also es ist so.
00:46:57: Es gibt gewisse Erwartungen an welche Rollen Menschen und Familien zu erfüllen haben, die sich unterscheiden je nach Herkunft.
00:47:06: Und das muss gar nicht so deep sein, es kann auch schon nur sowas sein.
00:47:08: wie in meiner Familie war der Vater selbstständig und Chef seiner eigenen Firma und wurde vierzig Jahre, wurde ihm nie widersprochen.
00:47:16: und in der anderen Familie war Der Vater aber angestellt und also auch das macht schon einen Unterschied wie jemand auf.
00:47:26: Also ja Ich glaube, da muss man echt darüber reden zu.
00:47:31: Da muss man dann sagen wie war das denn bei dir und wie ist es mit mir?
00:47:33: Und welche Erwartungen haben denn vielleicht deine Eltern?
00:47:35: weil gerade so dieses Thema Geschenke bei denen immer allen die Hutschnur reißt.
00:47:40: Oh Gott!
00:47:40: So viele Geschenken oder oh Gott nur Plastikspielzeug oder... Das muss man sehr krass unter diesem Aspekt einordnen.
00:47:54: durch den Background Hat denn diese Familie und was zeigt die denn mit Geschenken eigentlich?
00:48:01: Apropos Reden, machen wir mal so einen Praxis-Test.
00:48:05: Wir sind ja Fans von ein bisschen, geben wir mal den Hörerinnen und Zuschauerinnen ein paar hilfende Beispiele.
00:48:14: Wir sagen euch jetzt mal drei Sätze und vielleicht habt ihr Tipps für eine angemessene Reaktion.
00:48:22: Mal schauen, aber ich glaube das sind Sätze die hat jeder oder jede von uns schon mal gehört.
00:48:27: Das hat ja auch nicht geschadet.
00:48:29: Bist du dir das sicher?
00:48:32: Okay zu schön!
00:48:35: Also es ist ein knüppelharter Konzert in dem man auf viele Sätze verpacken kann.
00:48:40: nur da geht bei mir mindestens eine Augenbräuhe hoch wenn der Satz in den Raum kommt weil naja Du hast es so erlebt Okay und es stinkt dir vielleicht, dass das so war.
00:48:55: Vielleicht hast du auch nicht ganz so genau hingeguckt aber ob dir das nicht geschadet hat ich weiß ja nicht.
00:49:01: also da wäre bei mir Skepsis angebracht.
00:49:03: Guter
00:49:04: Konter!
00:49:05: Könnte auch ein verstecktes Lob sein?
00:49:08: Unsere Eltern denken wir sind ja gut geworden.
00:49:13: Also haben sie was richtig gemacht.
00:49:15: Das stimmt zwischen den Zahlen lesen oder zwischen den Wörtern Ihr lasst einfach zu viel durchgehen.
00:49:23: Ich würde es mit einer Gegenfrage beantworten, was führt bei dir zum Eindruck, dass wir zuviel durchgehen lassen?
00:49:31: Sag mir meine Situation in der du denkst das wird so viel durch gehen lassen weil wenn es konkret werden soll dann merkt man schnell ist es gar nicht so klar ist warum dieses Gefühl entsteht Und dann könnte man auseinander klar mühsern, was sie denn als Lösung anzubieten haben.
00:49:48: Ich würde da noch immer sagen wie würdest du dich denn verhalten in der Situation?
00:49:51: Weil ich bin oft mit meinem Dateien am Ende das darf man ja auch mal sagt und mir ist wichtig dass unsere Kinder zum Beispiel bestimmte Werte von uns lernen wie Augenhöhe.
00:50:06: aber wie ist es bei euch?
00:50:07: was war euch wichtig?
00:50:08: Also man kann dann schon sehr tief gehen an so einem Kommentar, wenn man das möchte.
00:50:13: Man dürfte aber in dem Moment auch einfach sagen, Entschuldige ich muss jetzt erst den Konflikt mit meinem Kind lösen bevor wir beide sprechen können?
00:50:20: Das ist glaube ich die bessere Antwort weil oftmals wird sowas ja nicht am ruhigen Küchentisch oder Kaffee-Tafel besprochen sondern in Situationen die sowieso schon aufgeladen sind.
00:50:32: So, setzen mal
00:50:37: dabei Flo!
00:50:38: Das hätte es bei uns nicht gegeben.
00:50:40: Und das ist doch Schade, oder?
00:50:46: In der Kürze liegt die Würze bei Johannes aber so ist es.
00:50:51: Ja, genau das ist... Aber ich finde was du sagst Christina mit oder die Gegenfrage.
00:50:59: Ich habe einen Eindruck im besten Fall kannst du viel entwaffnen indem Du einfach eine Gegenfrage stellst weil die dann in dem Moment ja Das weitere Rat sozusagen erst mal aufhält und zum Nachdenken anregt.
00:51:12: Vielleicht ein Stück weiter reflektieren, wenn das die Möglichkeit besteht?
00:51:16: Absolut!
00:51:16: Oder den anderen in Arm nehmen und sagen ist super so leid.
00:51:21: Das ist auch nicht
00:51:24: schlecht.
00:51:25: Gut, aber es ist ja immer leicht zu kritisieren und zu schimpfen als selber eine Lösung zu finden.
00:51:29: Und genau in dem Punkt also da aus der Folge von Rechtflörern, in dem Moment wo man da quasi was auch die tickende Zeitbomben benimmt Ach so, du findest nicht, ich mach das falsch.
00:51:37: Ja dann machen wir ja du!
00:51:39: Wie geht's denn jetzt?
00:51:40: Sag doch mal konkret, nicht generell.
00:51:43: Also du schätzt bei uns hier ein ganz konkret jetzt in dieser Situation, wie ist es mal du?
00:51:47: Also tatsächlich genau diese Gespräche habe ich gefühlt weil ich ja auch einen Kind hab was echt mich in meiner Mutterschaft herausgefahrt hat sag' ich war freundlich und klar war das für meine Eltern auch so.
00:52:02: wow also wow gab es dann schon auch mal so den Vorstoß, könnte man da nicht konsequenter.
00:52:09: Also müsstet ihr da nicht konsequenter?
00:52:10: Vielleicht würde das zu in die Richtung nicht ganz so drastisch wie ihr es jetzt formuliert habt aber so und dann war das für mich auch schwierig weil ich dachte vielleicht müssen wir wirklich kontekwente vielleicht ist dieser ganze also hat mich auch getroffen.
00:52:26: und dann habe ich aber gemerkt nee das ist nicht mein Weg.
00:52:29: und dann hab ich wirklich versucht zu sagen, was wäre denn jetzt in dem Fall die konsequente Reaktion?
00:52:37: Also wie würdest du es dann jetzt machen?
00:52:39: weil letztlich nach dieser Ansage, die ich gerade gemacht habe wenn das Kind sich nicht dran hält.
00:52:46: Was käme denn dann?
00:52:48: also müsste ich dann das Kind ohrfeigen oder was wären für dich die Konsequenz?
00:52:53: Das wüsste ich gerne mal und da kam nämlich gar nicht viel.
00:52:56: Ja und ich finde solche Sätze und auch solche Fragen je nachdem die verunsichern einen in seiner eigenen Strategie.
00:53:03: Man hat ja ein Bauplan oder man hat sich einen Plan gemacht so und dann gibt es Schlüssellochblicke, genau die sind dann diejenigen, die dich aus der Bahn werden.
00:53:15: Und manchmal dürfen sie dich auch verunsichernden?
00:53:17: Manchmal ist das ja auch cool!
00:53:19: Manchmal isst es vielleicht wirklich korrektiv wenn jemand zu dir sagt ne du musst nicht noch eine Heidelbäre und noch eine Himbeere und noch ne Mango kaufen sondern wir haben jetzt Zwetschgen da Banale Dinge, da darf man auch manchmal überlegen.
00:53:33: Ist es vielleicht wirklich?
00:53:34: Tun wir uns da gerade einen Gefallen mit dem was wir tun?
00:53:39: Ich würde euch noch gerne ganz viele solcher Sätze von den Dattsknallen und eure Antworten hören aber leider müssen wir zum Ende kommen und deshalb auch zu unserer letzten Frage die in jeder Folge die gleiche ist.
00:53:51: und zwar haben wir auf Spotify eine echte Pappers Playlist, die von Gast zu Gast anwächst.
00:53:56: Das heißt, jeder unserer Gäste darf sich einen Lied wünschen.
00:54:00: Idealerweise eins das zum Thema dieser Folge passt kann aber auch ein Ohrbumm sein den ihr gerade heute habt oder whatever Und weil ihr zur zweit seid dürft ihr
00:54:09: euch natürlich heute
00:54:11: zweites
00:54:12: Lieder wünscht.
00:54:13: Ladies first Christina wie is dein Song?
00:54:17: Bei unserer Lesung, falls die Leute Lust haben mal zu einer zu kommen werden sie dir sogar live hören.
00:54:23: Denn mein Kollege Johannes ist nicht nur Autor sondern ein exzellenter Musiker und Komponist.
00:54:29: Und wir hören zwei Songs bei der Lesung und du darfst jetzt gerne sagen wie die heißen und ob man die auf die Playlist packen kann.
00:54:36: Bei dem einen weiß ich es ganz sicher beim anderen weiß ich's nicht.
00:54:41: Ich habe selber zwei Lieder geschrieben.
00:54:43: Für und über meine Kinder.
00:54:44: einst davon gibt es auf Spotify das andere nicht, und das eine heißt Träum weiter von Null.
00:54:51: Das ist geschrieben worden bei der Einschlafbegleitung die bei mir jeden Tag also einmal Mittag einmal abends im Wald vor der Haustür mit Kind im Tuch stundenlang ja re lang weil meine Kinder hassen Schlaf Die finden das ein ziemlich unnötiges Konzept und entsprechend schwer sind die immer zu versenken gewesen.
00:55:11: Und da hat man viel Zeit seinen Kind irgendwas vorzusumen, vorzujodeln... ...und wenn man Musiker ist und Lieder schreibt dann passiert es auch mal um neun Uhr nachts im Wald,... ...dass man immer weiß was mit einem Kind vorsingen soll und dann schreibt man halt etwas Eigenes.
00:55:24: Toll!
00:55:24: Dann habe ich einen Einschlafflied geschrieben, dass eben Träum weiter heißt und würde passen.
00:55:30: Ja okay, kommt definitiv noch nicht auf Telefon?
00:55:34: Nein.
00:55:36: Dann nehmen wir das.
00:55:38: Tun es auf die echte Papas Playlist von Spotify, die abonnieren könnt.
00:55:44: Achtung!
00:55:44: Jetzt kommt ein bisschen eine Eigenwärmung.
00:55:45: Die abonnieren können natürlich wie unseren Podcast selbst.
00:55:48: Abonnieren, anhören, bewerten... Wir freuen uns über alles und wir freuen uns auch über E-Mails.
00:55:54: wenn ihr eine Frage habt zu dieser Folge oder generell zum echten Papaspodcasten wohin die E-mail geht weiß wer immer der Flo?
00:55:59: Genau, die geht an podcast.de.
00:56:02: Und wo wir hier gerade schon so schön Werbung machen, über euer Buch haben wir ja nun zu genüge gesprochen.
00:56:08: Den Podcast Eltern ohne Filter habt ihr auch schon angesprochen.
00:56:11: da gibt es viele, viele Folgen die Ihr als Host begleitet habt ganz aktuell.
00:56:17: wenn man jetzt noch mehr über Euer Buch oder über Euch und über Eure Großeltern oder Eltern wissen möchte gibt's einen Bevorzug des Social Media Format wo man euch am besten findet?
00:56:32: Genau, bei Christina ohne Filter.
00:56:34: Bei Instagram gerne vorbeischauen
00:56:38: und... Bei mir wäre es Johannes Gabriel Mollz auch bei Instagram.
00:56:42: Gerne, gerne vor beischauen, schreiben Fragen!
00:56:45: Und um unseren Kollegen niemanden zu verwirren also ich war lang host von Eltern ohne Filter bin's aber schon einige Jahre nicht mehr weil wir jetzt sehr Schlagfertige junge Kollegen jetzt da am Start haben.
00:56:59: Und Johannes ist bei unserem Instagram-Kanal unterwegs und auch nicht Host vom Elze & Unfilter Podcast, also wir sind beide Teil des Teams und ich leite das viele Jahre jetzt schon aber genau nur dass da keine Verwirrung entsteht.
00:57:13: Nein nein!
00:57:13: Aber alle Folgen gibt es natürlich weiterhin abrufbar?
00:57:17: Das heißt wenn man jetzt einmal eine Folge mit dir... Hundertfuchzig
00:57:20: oder hundertachtzig oder so, weil man kann lang hören
00:57:25: für viel Einschlagsbegleitung.
00:57:27: Ja, genau.
00:57:28: Mit auch gerne
00:57:29: gehört!
00:57:31: Aber vorher, bevor man die hört muss man glaube ich erstmal euer Buch lesen weil wir haben jetzt vieles angerissen heute in dem Gespräch.
00:57:41: aber ich glaube es gibt noch vieles nachzulesen weil es glaube ich eine Perspektive ist die man so noch selten gehört und gesehen hat.
00:57:50: Danke euch!
00:57:52: Vielen Dank für diese Einblicke und für die Tipps
00:57:54: Für eure Zeit, genau.
00:57:56: Wir freuen uns auf das zweite Buch.
00:57:59: Entgegner Schwiegereltern
00:58:02: oder was auch... Oder entgegnet Teenager.
00:58:04: Das
00:58:05: ist auch ein ordentliches Thema.
00:58:07: Es könnte eine ganze Reihe versen und dann seid ihr natürlich wieder herzlich eingeladen und alle anderen hören wir in vierzehn Tagen auf jeden Fall hier.
00:58:15: Bis dahin machts gut!
00:58:16: Tschüss!
00:58:16: Danke schön bis dahin.