Echte Papas

Echte Papas

Der Papa-Podcast

Transkript

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00:00:09: Eine neue Folge, eine neue Runde.

00:00:11: Hallo!

00:00:12: Ich bin der Florian und ich mache alle vor zehn Tagen den echten Papas-Podcast.

00:00:16: seit Jahren schon.

00:00:17: Und den mache ich seit Jahren auch immer mit dem selben Sidekick.

00:00:21: Genau das ist der Marco, Relektionsleiter des Magazins Men's Have Dead.

00:00:24: Entschuldigung, ich bin wieder an diesem Wort Sidekick gestolpert?

00:00:28: Aber gut nenn mich

00:00:29: wie du willst

00:00:30: – und

00:00:30: gemeinsam sind wir die echten Pappas Gibt mir Tiernamen, komm Flo!

00:00:37: Ich glaub das hat mich schon mal.

00:00:41: Das übergehe ich jetzt einfach mal mit meiner Frage geschickt, die ich natürlich wie alle zwei Wochen dabei habe und zwar du erinnerst dich ja sicherlich noch an die Geburt deiner Kinder Wie gestern?

00:00:52: Genau wie gestern Dann weißt du sicher auch noch wie es dir damals wirklich ging.

00:00:59: Ehrlich also ich glaube ich war im Funktions Modus.

00:01:04: Also ganz viel Adrenalin und dann musste man funktionieren, auch viel organisieren vom Krankenhaus nach Hause, einen Besuch empfangen.

00:01:16: aber wenn ich ganz ehrlich bin da gab es natürlich auch viel Hilflosigkeit mit der ich da auch wenig mit jemandem reden konnte.

00:01:25: das ist halt alles neu.

00:01:27: Das ist spannend, weil da genau darüber wollen wir ja nämlich heute reden.

00:01:31: Denn zehn bis zwanzig Jahre zu spät.

00:01:35: Aber Studien zeigen zehn bis vierzehn Prozent der Väter entwickeln rund um die Geburt depressive Symptome oft sehr zeitversetzt, oft als Reizbarkeit oder Rückzug und fast niemand fragt nach.

00:01:52: Kann ich jetzt also... Ist jetzt nicht meine Erfahrung, meine persönliche?

00:01:56: Aber ich kann das total gut nachvollziehen.

00:01:59: Und unsere heutigen Gäste kennen dieses Problem aus erster Hand.

00:02:04: Ich sage Gästen, normalerweise haben wir mal einen Gast.

00:02:07: heute sind es zwei nämlich Dr.

00:02:10: Sönke Siefert Kinderarzt und Geschäftsführer der Schriftung See You in Hamburg.

00:02:15: Das ist Gast Nummer eins.

00:02:17: Er hat vor fast zwanzig Jahren das Babylotsenprogramm ins Leben gerufen ein Frühwarnsystem dass Familie direkt in der Geburtsklinik auffängt und in den passenden Hilfenlots, so soziale Hilfen also.

00:02:30: Und inzwischen läuft das in mehr als sechzig Kommunen deutschlandweit.

00:02:35: Und danach gibt es noch einen zweiten Gast?

00:02:37: Genau!

00:02:37: Und zwar mit ihm besucht uns Mehina.

00:02:41: Sie arbeitet als Babylotsin direkt auf der Geurtsstation und sie ist quasi die Person, die Familie in einem der verletzigsten Momente ihres Lebens begegnet und auffängt und mit ihm redet.

00:02:55: Und wir sprechen mit beiden darüber, warum das System der frühen Hilfen noch immer vor allem Mütter im Blick hat?

00:03:02: Warum Veta erst dann auftauchen wenn die Situation eskaliert?

00:03:06: Stichwort zum Beispiel Schütteltrauma!

00:03:08: Und was sich ändern muss damit kein Vater mehr das Gefühl hat er darf nicht sagen dass er Hilfe braucht.

00:03:14: Genau Das klingt auf jeden Fall nach einer sehr spannenden Folge und insofern würde ich sagen holen mir die beiden einfach mal dazu.

00:03:21: Hallo Mina, hallo Sönke schön dass ihr da seid bei den echten Papas.

00:03:24: Ja herzlich willkommen, herzlich willkommen Mina, herzlich Willkommen Söenke!

00:03:28: Schön das ihr beide dem Weg zu uns gefunden

00:03:30: habt.

00:03:31: Ist der gerne?

00:03:32: Ja gern, freu mich.

00:03:33: Wir haben ein paar Fragen mitgebracht oder ja Antworten wie auch immer man das betrachten möchte.

00:03:39: ich würde auch direkt mal reingehen in das Gespräch und unsere Fragen damit wir keine Zeit verlieren weil wir haben ja bisschen was auf der Uhr.

00:03:47: Und meine erste Frage richtet sich an dich Sön ke.

00:03:51: Du hast das Baby-Lotsenprogramm vor zwanzig Jahren im Kinderkankenhaus Wilhelm Stift in Hamburg ins Leben gerufen.

00:03:58: Was ist das für ein Programm genau?

00:04:01: Also die Idee, die uns da was umgetrieben hat, dass es Familien gibt, die mit hohen psychosozialen Belastungen konfrontiert sind und darunter leben müssen und das manchmal dazu führt, dass sie sich nicht so gut um ihre Kinder kümmern können dass wenig Kraft dafür übrig bleibt, dass sie überfordert sind.

00:04:23: Wir kommen aus dem Kinderkrankenhaus natürlich aus dem Thema Kindergesundheit.

00:04:27: das ist so was uns umtreibt und manchmal führen diese Belastung sogar dazu, dass eine gesunde kindliche Entwicklung gefährdet ist.

00:04:38: dann kam die Idee auf ob man nicht schon rund um die Geburt schauen könnte welche welche Familien unter besonders hohen Belastungen geleben müssen und ob man diese Familien in diesem Zeitraum, also kurz vor, kurz nach der Geburt ansprechen kann.

00:04:58: Und mit ihnen überlegen, welche Hilfen helfen könnten.

00:05:02: Um zwei Tausend Sieben ist so ein bisschen die Geburtsstunde der frühen Hilfen.

00:05:06: das heißt da gab es plötzlich ganz viele Initiativen in Hamburg aber auch überall anders in Deutschland die sich bemüht haben, jungen Familien bei ihrem Staat ins Elternsein zu helfen.

00:05:19: Und das war damals eine sehr unübersichtliche Szene und es war gar nicht so einfach, die richtige Hilfe für das richtige Problem zu finden.

00:05:28: Das war der Gedanke können wir systematisch in der Geburtslinie hinsehen, obziuzale Belastung vorliegen oder dann im Sinne eines Lohzens die Familien dahin bringen, wo sie die richtige Hilfen kriegen?

00:05:43: und dann hieß das Babylotser.

00:05:45: Kann ich mir das wie eine Abteilung vorstellen oder... Wie ist das integriert?

00:05:52: Ja es ist integrierd also in den Geburtsdienungen integriered in das geburtshilfliche Team.

00:05:57: Das sind Kolleginnen heute in Hamburg.

00:06:00: Anderswo in Deutschland wird das auch anders gelebt.

00:06:03: In Hamburg ist es so, dass die Kolleginnen von CU in die Geburtskliniken sozusagen entsand werden.

00:06:08: Dort teil des geburtshilflichen Teams werden und dann dort wo ein sogenannter Anhaltsbogen den alle Eltern ausfüllen bzw der von den geburzhilflichen Profishebammen und Ärztinnen und Ärzte ausgefüllt wird Wenn der ein Anhalt für eine Belastung zeigt, dann geht die Babylotsin hin und sagt Guten Tag.

00:06:31: Mein Name ist ich bin die Baby Lotsin.

00:06:33: wollen Sie mit mir sprechen?

00:06:34: Und das finde ich so ganz bis heute so einen ganz besonderer magischer Moment.

00:06:38: Mir hinter das kannst du wahrscheinlich besser erzählen als Ich auf diese Frage gibt es kein Nein.

00:06:44: Also vielleicht mal ein Jetzt gerade passt es nicht weil gerade Visite ist oder Verbandswechsel oder sowas.

00:06:49: aber Es gibt in der Situation keinen nein.

00:06:52: Das heißt dieses Gespräch findet dann wirklich den Familien auch quasi immer statt und am Ende kann stehen, wir brauchen keine Hilfe oder wir sind schon gut versorgt.

00:07:02: Oder eben wir machen uns zusammen auf die Suche nach dem richtigen Hilfen.

00:07:06: Sören du hast ja gerade schon in Mihina angesprochen das ist ja die komfortable Situation die wir heute haben.

00:07:11: Wir haben nicht nur den Gründer des BB-Lotsenprogrammes hier sondern halt auch eine BB-Lozin.

00:07:17: Und deshalb Mihina würde ich dich ganz gerne einfach mal fragen wie sieht denn so dein Tag tatsächlich aus?

00:07:23: Søren hat es ja gerade gerade schon angedeutet, mit guten Tag.

00:07:26: Wie geht es Ihnen?

00:07:28: Ist das wirklich so oder ist es in der Praxis dann doch ein bisschen

00:07:31: anders?".

00:07:33: Ja wie Sönke schon gesagt hat, es ist eigentlich immer sehr positiver Start mit den Familien und ich muss ein bisschen vorgreifen denke ich weil es so wichtig ist zu verstehen.

00:07:42: die kocht man eigentlich an so eine Bibliolotsin, weil so offensichtlich sind wir tatsächlich nicht auch wenn wir im Zivil einen Krankenhaus rumlaufen.

00:07:51: also Es gibt Unterschiede zu den Babylotsinnen.

00:07:53: Ich bin zum Beispiel eine stationäre Babylotzin, ich bin in der Geburtsklinik habe aber auch Kolleginnen die in Kinderarztpraxen und gynäkologischen Praxen unterwegs sind.

00:08:04: das wollte ich einmal nur so erwähnt haben.

00:08:06: grundsätzlich ist es aber so dass alle Frauen die schwanger sind sich bei der Geburt in der Klinik bzw jetzt mal darauf fällt dafür bin nicht die Experten anmelden einmal persönliche Fragen gestellt werden.

00:08:19: also es wird schon durch die Hebamme zum Beispiel, die das Anmeldungsgespräch führt.

00:08:25: Wenn wird gefragt ob es zum Beispiel Belastungen gibt wie besonders sind wo die Familie als erstes mit der Hebammen schon mal sprechen kann Die Informationen kommen zu uns Babylotsen und wir können dann nochmal besser vorbereitet auch in die Gespräche reinkommen.

00:08:44: Wenn ich meinen Alltag beschreiben müsste, sieht so aus... Ich komme in die Klinik und schaue mir das derzeitige Geschehen an.

00:08:51: Wer ist auf Station?

00:08:52: Sprechen mit den Gesundheitsfachkräften, den Ärzten.

00:08:57: Bei wem gibt es denn Sorgen?

00:08:59: Also welche Patienten, welche Frauen oder Väter auch?

00:09:04: sind so, dass die Pflegekräfte und die Ärzte sich Sorgen machen, dass sie Unterstützung bräuchten.

00:09:09: Und dann schaue ich, dass ich so viele Familien wie möglich erreiche.

00:09:13: Die Gespräche fangen immer mit dem gleichen Satz an.

00:09:16: Wenn die Nutzerinnen sich austauschen würden, dann würden Sie vielleicht mal drüber stolpern.

00:09:20: Ich eröffne immer – das meine ich mit vollstem Herzen – mit Hallo!

00:09:31: Weil das ist mir das Wichtigste, einfach zu schauen.

00:09:33: Okay wir haben gerade einen bunten oder so ein Schwanger.

00:09:36: Man isst nie gerne im Krankenhaus und ich bin dafür da zu schauen wie geht's denen?

00:09:42: Und nicht nur jetzt in den Krankenhaus sondern insgesamt!

00:09:46: Da geht es um Themen wie zum Beispiel ja... Wie sieht die Vorbereitung fürs Kind aus?

00:09:52: Wie ist der emotionale Stand?

00:09:55: Wie hat er Rückhalt im sozialen Netz?

00:09:56: was bedeutet Freunde Familie Verwandte Arbeitsplatz, finanzielle Situation.

00:10:03: Also wie ist die Familie abgesichert?

00:10:06: Machen Sie sich Sorgen ob sie das stemmen können nach der Geburt.

00:10:10: Wie ist die Partnerschaft?

00:10:11: Gibt es da Fleischbauchschmerzen?

00:10:13: Hat sich da was durch die Schwangerschaft verändert?

00:10:15: also die Themen gehen von bis und die Eltern dürfen sich ganz frei mit mir unterhalten und gemeinsam schauen wir dann was jetzt bearbeitet werden müsste.

00:10:27: Ich schaue dann, das ist die Lotsenfunktion.

00:10:30: Wer ist vor Ort da wo die Familie wohnt?

00:10:34: In der Lage also hat die Kompetenzen das Wissen dieser Familie zu helfen sie zu unterstützen und sich zu begleiten.

00:10:42: Jetzt hast du Veta auch gerade schon angesprochen wie viele Vetern begegnest du oder mit wie vielen Vettern sprichst du?

00:10:51: Wie reagieren die?

00:10:53: Sehr viele Veta!

00:10:54: Also ich für mich muss ich jetzt einfach mal so sagen, nichts Besonderes.

00:11:00: Ich inkludiere immer als ein.

00:11:02: Väter gehören dazu.

00:11:03: Wir sind die Hälfte des Kindes ja?

00:11:07: Wenn ich die Väter auf Station sehe spreche ich sie immer mit aktiv an weil gerade was so gefragt hat ist wir reagieren.

00:11:14: dem Kann ich eine kleine Mini-Anegdote schon mal vorab sagen, diese Woche.

00:11:19: Das fand mich unglaublich witzig und Moa ist auch einer der Sachen die das meisten Türen aufmacht.

00:11:24: Einem Vater bin ich mehrfach auf dem Flur schon begegnet.

00:11:28: Ich musste ihn tatsächlich aus einem Gemeinschaftsraum rausbitten mit seinem Baby im Bettchen auf den Flur weil ich einen anderen Beratung führen musste und keinen anderen Beratsungsort hatte Und habe ihn natürlich jetzt völlig dafür.

00:11:41: und letztendlich musste ich aber auch zu ihm ins Zimmer meinte er auch schon sind schnippisch, oh jetzt kommt das Jugendamt.

00:11:50: Und ich habe natürlich gelacht und meinst so ne, Jungdamm nicht aber wir schauen mal was raus wird.

00:11:59: Ich stelle mir das ganz schnell herausfordernd vor weil letztendlich man da sind ja alle Paare die da kommen sind ja in so einer Ausnahmesituation oder?

00:12:08: Also letztendlig brauchen doch alle Hilfen... sehr unterschiedlich wahrscheinlich, aber... Ich würde

00:12:14: mir wünschen.

00:12:14: Der Tag hat unheimlich Stunden und ich kann jede Familie einmal besuchen und mich zumindest vorstellen und sagen was es so gibt.

00:12:22: Und jedem irgendwie ein Päckchen an Informationen mitgeben.

00:12:25: Die Zeit reicht leider natürlich nicht.

00:12:28: Aber das stimmt ist eine absolute Ausnahmesituation.

00:12:30: und ich sage auch immer egal welcher Screenprozess vorgeschaltet ist, egal welche Fragen vorher schon bei Geburtsanmeldungen gestellt werden Das ist nicht ein Garant dafür, dass die Familien nach der Geburt keinen Bedarf haben.

00:12:44: Wenn vorher alles fit war.

00:12:46: Weil gerade auch die Geburt kann so viel auslösen, das man in Zwangten kommt und in der Partnerschaft oder auch mit sich selbst, dass man dann Gespräch braucht.

00:12:56: Wie reagieren?

00:12:57: Da würde ich nochmals kurz zu sagen, wie reagieren die Väter.

00:13:01: Einerseits Humor ist wichtig.

00:13:03: Ja, das hat man gerade an dem Beispiel gemerkt.

00:13:06: Väter reagieren auch sehr... häufig distanziert.

00:13:11: Also gerade, wenn das Gespräch beginnt ist die Mutter häufig mit mir im Regenaustausch weil einfach auch die Pflegekräfte erst mal auf die Mutter durch die Pflegel nach der Geburt auf das Kind und so weiter zugehen und der Vater lehnt sich häufig eher zurück oder zieht sich zurück im Zimmer in eine Ecke und versucht sich das erstmal nicht zu beteiligen.

00:13:32: und deswegen spreche ich auch gerne der Vieter nochmal direkt an um dann zu sagen hey Wenn ich frage, wie es geht und wenn so eine Emotion geht, geht's auch um dich.

00:13:42: Hast du deine Erklärung zu warum Väter da zurückhaltend sind?

00:13:45: Weil sie wahrscheinlich sowieso sich eher als Statisten fühlen vielleicht oder ist das eher unser natürlichen Einglaub nicht oder?

00:13:53: Natürlich glaube ich nicht weil es gibt natürlich immer die Gegenbeispiele wo der Vater sehr aufgeschlossen und im Vordergrund ist.

00:14:01: aber Ich habe natürlich nur Vermutung.

00:14:03: Das müsste man jetzt erforschen, wieso das so in dieser Dynamik im Krankenhaus ist.

00:14:07: Die Frau steht ja in der Geburtshilfe sehr am Fokus muss man einfach so sagen die ganzen Vorsorgeuntersuchungen.

00:14:15: Der Vater wird eigentlich explizit nie eingeladen weder zur Geburt noch zu den Vorsorgungsbesuchungen noch zur Nachsorge.

00:14:24: also ein ganz klares Angebot von der Krankenkasse hier.

00:14:30: für Herr Papa gibt es nicht.

00:14:35: Das suggeriert so ein bisschen, ja es geht hier um die Mutter weil die Mutter trägt das Kind.

00:14:42: Das könnte ein Punkt sein.

00:14:43: also Vermutung Nummer eins und Vermutungen Nummer zwei ist wie soll ich es anders sagen eigentlich unsere Gesellschaft?

00:14:50: Weil da auch die Mutter im Fokus steht sondern der Vater Man kriegt natürlich Glück, Wünsche kann ich mir vorstellen.

00:14:57: Ja super man wird Papa aber es dreht sich ja trotzdem um die Schwangerschaft das gesundheitliche.

00:15:04: wie geht's da Mutter?

00:15:05: Wie war die Geburt?

00:15:07: War das eine natürliche Geburt?

00:15:09: also war das eine vaginale Geburt?

00:15:11: war das ein Kaiserschnitt?

00:15:12: Also es wird selten.

00:15:14: die Frage ja wie gehts denn dem Papa eigentlich damit bei der Geburt.

00:15:18: Wie hat er die Geburt denn erlebt?

00:15:20: Das ist wenig Thema und ich glaube, das spiegeln die Väter häufig dann auch wieder.

00:15:25: Ich würde vielleicht noch gerne eine Ergänzung anbringen.

00:15:29: Ein ganz wichtiger Punkt für Väter ist ihre Rolle zu finden.

00:15:34: Und das ist für die Mütter relativ klar, dass man sich über die Schwangerschaft annimmt.

00:15:40: Die Mutter wird heute ziemlich gut darauf vorbereitet.

00:15:47: Der Vater muss schon in der Schwangerschaft idealerweise, aber dann eben insbesondere mit der Geburt des Kindes.

00:15:55: Muss denn eine Rolle finden die er vorher nicht hatte und die auch gesellschaftlich tatsächlich ja sehr, sehr indifferent nur geprägt ist.

00:16:04: also wir kommen aus einem sehr klassischen Vätermodell wo der Vater arbeiten geht und das Geld nach Hause bringt und die Mutter sich die Kinder kümmert.

00:16:12: und wir wollen heute moderne Väter sein.

00:16:15: Wir wollen aktiv an der Entwicklung des Kindes partizieren und so weiter.

00:16:21: Und ich glaube, da ist noch viel Entwicklungsarbeit zu tun.

00:16:25: Ich würde mir total wünschen wenn wir aktiv Väter bei der Rollenfindung unterstützen würden.

00:16:32: Also ich sage mal ein Beispiel... Ich erlebe bei ganz vielen Vätern die Geraten nach wenigen Stunden, nach der Geburt Kindesgeraden, die schon fachlich ins Hintertreffen.

00:16:43: Weil die Mutter das erste Mal wickelt, weil sie das erste mal anlegt, umzieht und wäscht.

00:16:48: Keine Ahnung was?

00:16:49: All diese Dinge, die bei so einem Neugebohren anstehen... Und da würde ich mir einen Vorstrom für die Väter wünschen.

00:16:54: In dem alle Väter vor der Geburts, keine Ahnung ein Säuglingshändling Einweisung, Kurskriegen irgendwie sowas eine Stunde bei einer Physiotherapeutin und dann, dass die Väter dann in diese neuen Rollen reingehen.

00:17:08: Und sagen guck mal ich kann das schon nicht.

00:17:10: Kann dir das zeigen?

00:17:11: Ich kann dir das auch abnehmen in der Phase wo nach der Geburt vielleicht die Frau noch geschwächt ist oder so.

00:17:18: Ich glaube da haben wir noch Entwicklungspotenzial.

00:17:22: Sönke, ich will mich auch ergänzen.

00:17:23: darf ganz kurz du sprichst mir aus der Seele wie häufig ich von Eltern von Vätern höre die in der Schwangerschaft schon mit mir Kontakt habe.

00:17:30: ich will alle Kurse machen.

00:17:32: Bitte, ich möchte lernen wie man wickelt.

00:17:33: Wie man das Kind hält und so einen speziellen Kurs gibt es natürlich nicht.

00:17:38: Es gibt Geburtsvorbereitungskurse aber Handlingkurse nicht.

00:17:42: Ich glaube vielleicht CU nochmal ein Projekt was interessant wäre.

00:17:47: viele Väter sagen auch sie haben Angst.

00:17:49: also ist es ja auch leichter wenn man leise ist irgendwie zu verbergen dass man Angst hat als wenn man spricht.

00:17:58: Und Sie haben Angst um Fehler zu machen, sie haben Angst.

00:18:02: Hatten Angst um ihre Frau unter der Geburt?

00:18:06: Also Ängste sind ein großes Thema denke ich und es ist leichter als zu vergangen.

00:18:11: Wir kommen gleich nochmal auf die Feder zurück.

00:18:12: Ich würde ganz gerne einmal einen kleinen Exkurs machen.

00:18:15: zwar habe ich mich für ein Online-Interview tatsächlich oder für ein online Artikel schon mal mit der Thematik Babylotsen beschäftigt und hab einen männlichen Babylotzende sucht.

00:18:25: Ich glaube, ein habe ich gefunden.

00:18:29: Warum ist da dieses Ungleichgewicht in diesem Berufsstand?

00:18:34: Die Frage geht an euch beide.

00:18:35: Ich meine vielleicht magst du so'n Geh einmal anfangen weil du hast es ja auch dir ausgedacht!

00:18:41: Ich kann mal einsteigen... Es gibt eine standardisierte Babylutzenqualifikation und da hab ich einen ganz guten Überblick, weil wir diese Qualifikationen entwickelt haben mit der Medical School zusammen durchführen, die Kollektien beim Abschluss machen.

00:18:56: Es gibt zwei Babylotsen, zwei männliche Babylotzen die diese Ausbildung gemacht haben und beide arbeiten aber nicht als Babylote.

00:19:07: Der eine hat eine Zeit lang gearbeitet der andere hat einfach diesen Bereich geleitet und wollte gerne selber die Qualifikation haben Und ich bin tatsächlich ehrenhalber Babylose hab die Ausbildung auch nicht gemacht und arbeite auch nicht als als Babylotse.

00:19:23: Ja warum gibts das nicht?

00:19:24: Also ich glaube Insgesamt ist Geburt in der Geburtsklinik und auch in der Frauenarztpraxis Schwangerschaft schon ein sehr weiblich geprägtes Thema.

00:19:36: Es gibt Geburtzkliniken, die werben damit dass das ganze geburtshilfliche Team rein weiblig besetzt ist.

00:19:44: Das gilt als Qualitätsvorsprung sozusagen Und kann ich auch total gut nachvollziehen, dass man sich als werdende Mutter eher in einem weiblichen Umfeld wohlfühlt.

00:19:58: Und ich glaube, also wir hatten selbst mal vor vielen Jahren... Ich glaube die Diskussion wird heute anders führen aber wir hatten selber vor vielen jahrenmal die Diskussionen im Babyloot-Zinnenteam als wir den neuen Kollegen gesucht haben.

00:20:12: Da habe ich gesagt wäre doch toll wenn man einen Mann haben.

00:20:15: Das ist überhaupt nicht gut aufgenommen worden, weil gesagt wurde so in diesem Obenfeld und dann sitzt die Mutter da stillend oder bei der Wochenbettpflege.

00:20:23: Oder irgendwie so... Da passt ein Mann nicht rein!

00:20:25: Ich sehe das als Kinderarzt naturgemäß bisschen anders.

00:20:28: ich habe zwanzig Jahre lang mein Leben in auch Geburtskliniken verbracht und bin da ganz selbstverständlich in diese Räume reingegangen.

00:20:35: Und wenn man das respektvoll mit Anstand macht, dann ist es auch in der Regel kein Problem.

00:20:41: Die Babylots hin sollen ja nun keine genikologischen Untersuchungen oder sowas vornehmen, sondern Gespräche führen.

00:20:49: Aber vielleicht ist das auch so ein allgemeines Thema in der sozialen Arbeit.

00:20:55: also erstens studieren wesentlich mehr Frauen soziale Arbeit als Männer und die männlichen Sozialpädagogen, die dann tatsächlich ihre Berufsausbildung abschließen Die landen ganz oft in der Jugendarbeit, in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei den jugendlichen Streetworker.

00:21:14: Solche Geschichten und das Thema frühe Hilfen und die Arbeit mit den Familien, mit den ganz kleinen Kindern spricht dann offensichtlich doch mehr die Frauen an.

00:21:25: Und wenn wir da die Frage einfach nochmal weiterspielen an Nihina, glaubst du dass Du als Mann manchmal einen besseren Zugang hättest zu den Vätern?

00:21:32: oder ist das so fünftig?

00:21:34: Ja, fifty-fünfzig.

00:21:36: Also ich hätte absolut nichts gegen einen männlichen Babylotsen.

00:21:41: Ich habe hier auch auf der Station im Heidberg eine männliche Pflegekraft die einer der besten Kollegen ist aus dem ganzen Team und superaufgenommen wird für den Frauen.

00:21:54: Aber manchmal braucht es diese weibliche Person als Ansprechpartner für die Väter Weil ich glaube auch, es ist schwierig wenn man ein gewisses Rollenbild verinnerlicht hat sich zu öffnen und zuzugeben dass man dem nicht entspricht.

00:22:11: Das ist leichter dann einer Frau mitzuteilen als ein Mann.

00:22:14: Interessant!

00:22:16: Andererseits hätte ich mir, glaube ich, bei der einen oder anderen Situation schon gerne einen Kollegen gewünscht, der da parieren kann.

00:22:23: Obwohl das, glaube auch ganz gut kann mit meiner Art und Weise wie ich auf Menschen zugehe wo es dann sehr um Dominanz ging und sehr um Machtverhältnisse, wo die Männer dann doch sehr vorpressten.

00:22:36: Da ging ich ein bisschen unter.

00:22:38: Man kann, glaube nicht sagen... das perfekte Maß, oder es braucht einen männlichen Baby-Luzen?

00:22:43: Oder nicht.

00:22:45: Weil man vorher ohnehin nicht weiß wer macht... also wie macht man jetzt die Tür auf?

00:22:50: Wer ist die Familie?

00:22:51: Man geht bei jeder Familie neutral rein und lernt diese Menschen erst mal kennen.

00:22:56: Und da fängt davon ob das jetzt ein Mann oder eine Frau braucht sonst müssten wir immer im Tandem rumlaufen und ich glaube dass wäre sehr schwierig.

00:23:06: Wir reden ja viel um spezifische Sensibilitäten gegenüber Menschen in der sozialen Arbeit.

00:23:14: Ob das nun was mit Kulturen zu tun hat, mit Geschlechtern, mit sexuellen Neigungen und so... Und es ist ja vollkommen klar wir können nicht immer sozusagen für jede Kultur, für jede geschlechtliche Orientierung, für jedes Geschlecht und so verschiedene Fachkräfte los schicken.

00:23:35: Ich glaube, was total hilfreich ist sind diverse Teams.

00:23:38: Teams in denen verschiedene Kulturen, verschiedene sexuelle Neigungen, verschiedene Geschlechter, verschiedene ... Was weiß ich?

00:23:45: Sprachen und so weiter versammelt sind weil das eben die Kompetenz des gesamten Teams stärkt.

00:23:52: Und bei unserem Thema FETA würden ein zwei männliche Baby-Lotsen die Sensibilität gegenüber vielleicht eher spezifisch männlichen Themen rund um Schwangerschaft und Geburt sicher stärken.

00:24:05: So, das wäre der Effekt.

00:24:06: Der Wünschenswert ist und natürlich ist es überhaupt nicht erforderlich, dass für jedes Gespräch mit einer Frau eine Frau und einem Mann zur Verfügung steht, dass nicht erförderlich oder auch nicht realisierbar.

00:24:17: Wenn ich da jetzt mal einen Knopf für Studien zeige, dass zehn bis vierzehn Prozent der Väter rund um die Geburt depressive Symptome entwickeln.

00:24:25: Vieles oft unsichtbar.

00:24:27: Nicht entdeckt wird mitgetragen, wird verschleppt, sage ich mal... Wenn wir jetzt mal das Rad weiter oder wenn man bei dem Thema männliche Babylutzen wären, würde oder gäbe es vielleicht die Möglichkeit, Hoffnung dass das dann sichtbarer wird weil sie vielleicht einen anderen Zugang hätte.

00:24:48: Ich glaube du sprichst ein total wichtiges Thema an und es gibt auch gerade aktuell sehr spannende Forschungsstudie zu diesem Thema.

00:24:59: also eine postpartale Depression tritt ja klassischerweise nicht in der Geburtsklinik auf.

00:25:06: Das heißt, die Babylotsinnen, die in einer Geburzklinique arbeiten merken das üblicherweise auch gar nicht sondern das ist etwas was in den Zeitraum der U-III also vier bis sechs Wochen oder eben der Schwangerschaftsnachuntersuchung beim Gynäkologin relevant wird.

00:25:25: und ich glaube was da total wichtig ist Also in vielen Frauenarztpraxen und auch dort, wo wir als Babylotzen im Kinderarzt Praxen sind wird der sogenannte EBDS-Fragebogen ausgehändigt und ausgefüllt.

00:25:38: Also sozusagen einen Screening auf Pospatale Depression.

00:25:42: Und den gibt es auch für Männer.

00:25:45: Für Männer wird er aber in der Regel nicht eingesetzt, nicht automatisch.

00:25:49: Ich glaube da braucht's mehr Sensibilität.

00:25:52: Da könnte man mit so einem Instrument durchaus auch in den Händen von Babylotsinnen für mehr Awareness, für mehr Wahrnehmung Aufmerksamkeit sorgen.

00:26:04: Diese Innovationsfortstudie Uplus E heißt die ist die Ergebnisse liegen im Mitte nächsten Jahres glaube ich vor und das klingt heute schon ganz spannend wobei wir natürlich immer auch je mehr wir diese Postparteile Depressionen erkennen, detektieren desto mehr stoßen wir eben auch an die Grenzen der Verfügbarkeit von entsprechenden Therapien angeboten.

00:26:30: Ich würde ganz gerne noch mal auf das zurückkommen, was Mihina vorhin gesagt hat.

00:26:33: Und zwar hast du gesagt die Männer sind im Kreisaal eher zurückhaltend distanziert ruhig und wenn das Kind dann aber da ist, dann müssen sie ja funktionieren.

00:26:45: Im Wochenbett noch mehr, wenn die Frau einen Kaiserschnitt hatte weil dann braucht sie noch mehr Ruhe also... Das ist ja eine Diskrepanz zwischen Statist sage ich mal, ein bisschen böse formuliert im Kreisei hinzu.

00:26:59: Ich muss jetzt funktionieren und alles machen und meine Frau ja tatsächlich auch ersetzen vielleicht teilweise weil sie einfach im Wochenbett mit Kaiserschnittnabel irgendwie überhaupt nicht kann.

00:27:13: ist das vielleicht auch ein Problem dass das Väter generell haben?

00:27:17: So dieses von null auf hundert plötzlich

00:27:20: Könnte ich eigentlich so bestätigen?

00:27:22: Ja, also es gibt natürlich Väter die sehr gut vorbereitet haben.

00:27:25: Die wissen was auf sie zukommt dass sie vieles übernehmen müssen und das sind die Väter, die auf dem Flur mit dem Baby im Bettchen spazieren gehen damit die Mutter schlafen kann.

00:27:35: Das sind die väter die Aufstehen des Kind nehmen wenn es weint und schauen was braucht das Kind?

00:27:40: muss jetzt noch mal gestillt werden oder muss gewickelt werden.

00:27:43: Es gibt aber viele Väter und ich glaube das ist auch eher der größte Teil Die einfach erstens von dem Geburtserlebnis selbst total noch geschockt und überfordert sind.

00:27:53: Und erstmal mit sich selbst klarkommen müssen, und Punkt zwei ja diese Nachsorge total unterschätzt wurde von der Frau und dem Mann.

00:28:02: Und dann natürlich nochmal unterschädzt worden ist wie klein so ein Neugeborenes eigentlich ist!

00:28:09: Das ist ja viel kleiner als so ein Baby, was man aus dem Fernsehen oder aus einem bekannten Kreis kennt.

00:28:14: Weil so früh sieht man häufig die Babys gar nicht und dann sind sie konfrontiert mit so mal einen ganz kleinen Wesen und haben Angst die Extremitäten zu brechen von diesem Kind weil Sie es hochnehmen.

00:28:28: Und ich denke das ist viel einfach Unsicherheit und es hilft schon wenn man das ausspricht.

00:28:34: also Appell an alle Väter.

00:28:37: Einfach Gedanken, Teilen aussprechen und da sind ganz viele offene Rohren auch der Station nicht nur von der Baby-Lotsin sondern auch von den Pflegekräften weil uns begegnet das täglich was es funktionieren angeht.

00:28:49: ich würde dass tatsächlich nochmal erweitern ist.

00:28:52: das kriegen wir wahrscheinlich alle mittlerweile mit was Politik macht Elternzeit, Elterngeld Arbeitgeber die nicht wirklich für Ständnis haben für Väter die in Elternzeit gehen.

00:29:04: Das größte Thema dieser Unsicherheit und das Funktionieren ist eher nach der Entlassung.

00:29:09: Also wer versorgt eigentlich meinen Kind oder meine Frau, wenn wir jetzt nach Hause kommen?

00:29:14: Ich habe X Wochen Urlaub kann mir es nicht leisten oder darf es mir nicht leisten weil mein Chef versteht es nicht Elternzeit zu nehmen oder können uns das finanziell einfach nicht leisten.

00:29:27: Und das sind die Themen, die die Väter am meisten beschäftigen.

00:29:31: Weil man durch diese ja... ...durch die Überraschung wie viel es dann tatsächlich ist mit Neugeborenen und vielleicht Nachsorge einfach da vor der Wand steht.

00:29:40: Und nicht nach links oder rechts weiß!

00:29:43: Da hilft's auch nochmal mit der Bibelotsen zu sprechen um dann genau und das sind wirklich individuelle Lösungen von.

00:29:49: Man braucht eine Haushaltshilfe, man muss das Umfeld aktivieren also Freunde, Bekannte, Nachbarn die eigenen Eltern und Haushaltshilfe, Mütterpflege oder dann auch andere Ehrenamtsprojekte, die es gibt.

00:30:04: Aber man weiß natürlich nichts davon.

00:30:06: deswegen ist ganz gut wenn man im Austausch ist und über die Bibelots sind das zum Beispiel erfahren kann.

00:30:12: Und man kann natürlich über die bibelotsen auch... Das schätze ich eigentlich an diesem Unterstützungsformat.

00:30:19: Infos sind ja fantastisch Aber wenn man in der Situation so überfordert ist, dass man weder einen Anruf tätigen kann noch ein E-Mail schreiben kann.

00:30:26: Dann ist es ganz gut, wenn das auch jemand übernehmen kann.

00:30:28: Also die Vivilotsen können auch in Aktion treten für die Feta.

00:30:32: Sei es sie Feta stehen am Ende des Tages mit Vivi Lotzin nicht alleine da sondern haben jemanden an der Hand, der sie je nachdem wie viel sie brauchen auch unterstützen kann im Funktionieren.

00:30:44: Wichtiger Appell auf jeden Fall an den Feta, die du gerade formuliert hast.

00:30:50: Wenn wir jetzt mal zurückschauen in zwanzig Jahre, Siegel.

00:30:55: Ihr habt das SIEGEL-FINEO also das FINEOSiegel wirkt?

00:31:01: Jetzt muss man dazu sagen FINEO für alle die es nicht kennen.

00:31:06: Das ist ein wichtiges SIEGEL in der Gemeinnützigkeit für gemeinnützeige Organisationen.

00:31:10: damit im Endeffekt oder darüber wird nachgewiesen ob das was die Organisation macht auch wirklich ankommt bzw nachhaltig wirkt.

00:31:19: Wenn man jetzt zwanzig Jahre zurückschaut, bist du auch der Ansicht oder was ist so beeindruckend an dem, was ihr bisher bewirken konntet?

00:31:33: Was es beeindruckt.

00:31:34: Also beeindrucknd ist finde ich die Zahl an Familien, die heute in ganz Deutschland von Baby-Lotsinnen... Wir haben darüber gesprochen und sehen wir macht keinen Sinn, von Babylotsinnen erreicht und unterstützt werden.

00:31:47: Und das waren im letzten Jahr around about forty tausend Familien die siebenundfünfzigtausend Überleitungen ins Hilfesystem gekriegt haben.

00:31:57: Das beeindruckt mich schon, was mich tatsächlich noch mehr beeindrucket ist wir treffen uns mit den Babylotsinnen aus ganz Deutschland regelmäßig online und auch real zu Fortbildung und zur Sitzung Seminaren etc.

00:32:18: Was mich total beeindruckt ist, dass die Idee Eltern in schwierigen Belastungssituationen auf Augenhöhe zu begegnen.

00:32:28: Empathisch zu begegneten und unterstützen zu begegen nicht kontrollieren, nicht belehren, nicht schulmeisterlich oder so sondern in einem ganz besonderen Spirit.

00:32:39: davon ausgehend.

00:32:40: alle Eltern wollen gute Eltern sein und für manche oder für uns alle ist das immer mal auch ganz schön schwierig Und es ist vollkommen normal in so einer schwierigen Situation auch Hilfe anzunehmen.

00:32:53: Da laufen in Deutschland gerade so hundertfünfzig, zweihundert Babylotsinnen rum die genau diesen Spirit vertreten und genau mit dieser Haltung – ich finde das ist das wichtigste überhaupt an der Babylotzin-Arbeit – die Haltung, die sozusagen dahinter steht wie mit dieser Halterung in die Gesundheitseinrichtungen ganz egal ob es pädiatrische Praxen oder Geburtsklingen sind gehen und da Familien dabei unterstützen, das Schönste auf der Welt zu realisieren.

00:33:24: Nämlich Eltern werden Familie zu gründen mit Kindern zusammen zu sein und dafür zu sorgen dass die gesund aufwachsen können.

00:33:31: Das ist eigentlich das was mich wahnsinnig freut, was mich beeindruckt wo ich ehrlich gesagt jeden Tag total dankbar für bin.

00:33:41: Ich habe noch mal eine Frage an euch beide und zwar haben wir ja vorhin schon anklicken lassen diese ganze Geburtskosmos natürlich auf die Frau ausgerichtet ist und deshalb Veta nicht immer auftauchen, auch nicht immer mitgedacht werden.

00:33:59: Und es vielleicht dann auch die Gefahr ist das Situation eskalieren, die man hätte vermeiden können.

00:34:09: Was wünscht ihr euch denn oder wie könnte man das ändern?

00:34:14: bräuchte es neben Babylotsinnen beispielsweise Väter-Lotsen oder gäbe es andere präventive Maßnahmen, um da die Väter noch mehr und früher ans Boot zu holen.

00:34:26: Habt ihr da Ideen?

00:34:29: Wenn ich darf, Sönke!

00:34:35: Ich bin ja Lotsin das heißt... Ich habe auch Väter, die aktiv sagen ja ich möchte Kabelgruppen extra für Väter haben.

00:34:44: Ich brauche Angebote, die nur mit Vätern sind.

00:34:46: Ich möchte in einem geschlossenen Kreis nur mit männlichen Personen sein und manchmal komme ich da schon in Schwierigkeiten weil natürlich nicht alle Kreise so aufgestellt sind wie Hamburg.

00:34:57: In Hamburg gibt es einige spezialisierte Vereine sogar also Väter eV zum Beispiel.

00:35:03: aber Die regulären Institutionen haben Väter treffs und das ist schon hinterbiert in Hamburg.

00:35:11: Darüber hinaus wird es schon schwierig, wenn ich über meinen Einzugsgebiet Schleswig-Holstein und so nachdenke.

00:35:18: Ich denke, es braucht einfach nochmal mehr Räume geschützte Räime für Väter sich auszutauschen.

00:35:23: Es muss normalisiert werden dass Väter einen Austauschraum brauchen Ja, dass sie immer auch mitgedacht sind in den Hilfsangeboten die vorhanden sind.

00:35:35: Egal ob es Beratung oder Vernetzung also Gruppen- oder Einzelangebote sind.

00:35:41: Ich glaube das muss noch klarer bei den Feetern ankommen nur weil da Kinder und Jugendhilfe dran steht heißt es nicht Mama meldet sich sondern genauso darf der Vater beraten werden.

00:35:53: ich glaube das ist was fehlt noch.

00:35:55: uns hilft natürlich wenn man drauf schreibt, ist es das Vietertelefon oder der Vietertreff?

00:36:03: Es muss tatsächlich gelabelt sein.

00:36:06: Ich glaube momentan muss es noch gelablt sein bis es wirklich überall ankommt und gesagt werden kann ja man nutzt es gleichsam.

00:36:14: Ja ich denke dass dir im Würde es auf jeden Fall leichter machen.

00:36:20: Und hast du in deiner Arbeit bisher auch schon mal erlebt Mit Sicherheit.

00:36:27: Ich glaube, es ist eine rhetorische Frage.

00:36:29: Dass ein Vater wirklich ganz dringend Hilfe braucht?

00:36:31: Dass ihr das quasi erkannt habt und helfen könntet?

00:36:36: Ja ja auf jeden Fall!

00:36:37: Also es kommt auch darauf an ob einem Mensch vorher schon belastet war.

00:36:41: ne also so ein Geburtserlebnis ist einschneidend.

00:36:44: Es sind nicht nur das Krankenhaus an sich nutz Ausnahmezustand Es ist auch dieses Erlebnis an sich.

00:36:51: Und kommen noch Komplikationen dazu Die Angst um die Partnerin und das Kind, ist es für den Vater der Schlimmste was er leben kann.

00:37:02: Ich hatte zum Beispiel einen Vater in der Beratung und da habe ich hauptsächlich... Also der Mutter ging danach ziemlich gut.

00:37:08: sie konnte die Geburt, die Brutzheilignisse sehr gut verkraften auch wenn sie daran knabberte aber sie war sehr viel stabiler.

00:37:15: und beim Vater äußerte sich dass dass er sich auch zu Beginn erstmal zurückgenommen hatte, die Muttersprechen liest und ich aber immer wieder auf den Vater zurückgekommen bin weil ich gemerkt habe da ist eine Anspannung in der Luft.

00:37:29: Also manchmal ist es auch nur ein Bauchgefühl wo man nachgehen muss.

00:37:34: und tatsächlich war das so, dass ich danach nochmal Einzent mit dem Vater gesprochen habe und sich dabei herausstellte, dass er wirklich Existenzängste und Todesängste hatte um seine Frau.

00:37:47: auch nicht wirklich in dem Moment, wo es einfach das Personal wirklich den Fokus auf Leben retten hatte.

00:37:52: War er an der Seite und wurde nicht aufgefangen was für ihn ganz ganz schrecklich war weil er weder Informationen noch irgendwie emotionalen Support hatte Und wir konnten uns natürlich nicht abschließend bearbeiten.

00:38:08: da wird man noch lange daran arbeiten müssen.

00:38:11: aber er hat zumindest die richtigen Adressen gekriegt um sich dran zu machen und auch das Verständnis bekommen in unserer Beratung, dass es okay ist, sich so zu fühlen.

00:38:20: Ich glaube, das muss man einmal so aussprechen.

00:38:22: Dass er ja auch mit dem Erlebnis knabbern darf wenn's für ihn schwierig war.

00:38:36: Wenn ich vielleicht noch auf eine Gruppe Väter besonderen Fokus legen darf wir reden jetzt ja bisher über Eine irgendwie verlaufende Geburt mit einem gesunden Neugeborenen So round about zehn, zwischen zehn und fünfzehn Prozent der Neugeborenen sind aber eben nach der Geburt nicht gesund.

00:38:54: Sind zu früh geboren haben irgendwelche Infektionen was auch immer und müssen dann oftmals in die Kinderklinik verlegt werden Und dann tritt regelmäßig eine ganz besondere Belastungssituation für den Vater ein.

00:39:06: Die Mutter ist in der Geburtsklinique auf der Wochenstation irgendwie noch In medizinischer geburtshöflicher Versorgung und der Vater spielt sozusagen die Brücke zum Kind und muss in beide Richtungen funktionieren, nämlich krankes Kind, kranke Frau.

00:39:23: Und dann auch noch natürlich mit Sorgen um beide.

00:39:28: Und da habe ich ganz viele jetzt nicht so sehr aus der Babylutzung oben, sondern eher aus der Kinderarztlichen Neonatologischen Arbeit, ganz viele Väter erlebt die das wirklich zerrissen hat Diese doppelte Sorge und diese doppelten Funktion sowohl auf der Neonatalogischen Station als auch auf der Wochenbettstation, der Starke sein zu müssen.

00:39:49: Und da würde ich mit dringend wünschen dass es für solche Väter bessere Unterstützungsangebote gibt.

00:39:55: und wir haben vor vielen Jahren im Kindergang aus Wilmstift mal eine Selbsthilfegruppe für Eltern von kranken Neugeborenen oder Frühgeborenen gegründet.

00:40:03: und da war ganz interessant auch ganz schnell, nachdem zu Anfang so ein paar Väter dabei waren haben die ganz schnell gesagt ne das ist nicht mein Format.

00:40:12: Da sitzen zehn zwölf Frauen, die über ihre Themen sprechen und ich sitze als Einzelner oder mit einem anderen Mann daneben und dass es nicht meinen Format, mit dem ich dieses Thema gut bearbeiten kann.

00:40:24: Ich glaube dafür müssen wir noch viel ausprobieren da müssen viel Entwicklungsarbeit leisten, wie wir solche Väter unterstützen können und eben auch wie wir Väter vor der Geburt schon gut so unterstützen können.

00:40:38: Dass sie sich wohlfühlen in der Rolle – ich glaube dieses Wohlfüheln ist eine ganz wichtige Voraussetzung dafür -, dass ich mich auch sicher fühle, dass ich die Rolle gerne nehme und nicht so leicht in die Überforderung komme.

00:40:54: Thema oder einen Aspekt anschneiden.

00:40:56: Und zwar ist ja die größte Gefahr gerade bei ganz kleinen Kindern das Shaken-Baby-Syndrom, also auf Deutsch das Schütteltrauma.

00:41:07: Das kann schwer wie eine Folgen haben.

00:41:08: bis zum Tod und interessanterweise auch darüber haben wir schon mal ein Onlineartikel geschrieben sind es immer die Männer, die schütteln.

00:41:16: Also ich weiß gar nicht ob...also?

00:41:18: ich kenne jetzt die Statistik nicht, aber ich glaube zu neun, neunzig Prozent sind es die Väter, die Wäre das ein Problem, was man reduzieren könnte wenn wir einen größeren Fokus auf die Väter legen würden.

00:41:33: oder ist es ein Symptom für die Überforderung der Väter auch?

00:41:40: Also das Thema kann ich vielleicht aufgreifen.

00:41:43: Das ist ein total relevantes Thema.

00:41:47: haben so hundertsechzig Todesfälle durch Schütteltrauma pro Jahr.

00:41:51: Und tatsächlich sind es in dreiviertel der Fälle, sind das Männer?

00:41:56: Ja und das heißt, dass ist die überwiegende Zahl.

00:42:01: Ich erinnere mich an einen ganz spannenden Moment.

00:42:04: In Hamburg läuft seit einigen Jahren ein SchüTTL Traumapräventionsprojekt initiiert von der Stadt wo wir uns in einer großen Runde.

00:42:14: da sind immer so dreißig vierzig Leute aus den Hilfesystemen dabei Gedanken machen, wie wir diesem Thema präventiv begegnen können.

00:42:22: Und es ist relativ schnell aufgefallen dass in dieser Runde bis auf zwei drei Ausnahmen quasi ausschließlich Frauen sitzen.

00:42:32: Wir haben das Thema eben schon angesprochen.

00:42:35: In den Hilfeinrichtungen und entsprechenden Bereichen der Stadt arbeiten fast ausschliesslich Frauen Die sich Gedanken darüber machen, ansprechen können.

00:42:46: zu diesem Thema, weil wir fest davon überzeugt sind wer weiß was beim Schütteln passiert macht es nicht.

00:42:54: Das ist das spezifische Beim schütteln.

00:42:57: dass gilt sozusagen gesellschaftlich dieses hin und her schütte in dieses Kindes das gilt gesellschaftlicher als viel akzeptierter als der Schlagen eines kindes.

00:43:06: Und ganz viele leute wissen eben überhaupt nicht was für dramatische folgen das das Kind haben kann oder nicht nur haben kann sondern wirklich in der regel hat.

00:43:16: Und deswegen wäre Aufklärung so sinnvoll.

00:43:18: und damit stellt sich die Frage, wo erreichen wir denn Männer in der Zeit idealerweise bevor sie Väter werden?

00:43:25: Und da entstehen wirklich auch so spannende Ideen wie Wir versuchen das im Baumärkten.

00:43:30: Wir verstehen versuch'n die Zocker die Gamerszene anzusprechen weil die bei vielen jungen Männern einfach einen ganz hohen Stellenwert genießt ob wir dort Protagonisten finden, die bereit sind mit in die Prävention zu gehen.

00:43:48: Zu diesem Thema.

00:43:50: Und ja du hast vollkommen recht!

00:43:52: In aller Regel ist das der überforderte Vater, der sich nicht anders zu helfen weiß als das Kind zu schütteln.

00:44:00: und wenn er zum Beispiel ein entsprechendes schematisches Video vorher gesehen hätte und verstanden hätte was passiert beim Schüttelner wird etwas anderes machen.

00:44:10: Aber das Schütteln ist ja auch ein Impulzen.

00:44:12: Also klar, dass Wissen glaube ich hilft.

00:44:14: aber hast du zufällig auch einen Ratschlag für die Situation?

00:44:21: Was man dann macht wenn man merkt steigt der wahrscheinlich irgendwas auf in den Vater bevor es zum Äußersten kommt?

00:44:30: Ja, das ist die Hilflosigkeit.

00:44:32: Das ist die Überforderung, dass es häufig auch sich gestört fühlen durch ein Kind.

00:44:37: was ich nicht beruhigen kann und Gerat ist ganz klar, das Kind hinlegen, schreien lassen und rausgehen und einen Moment durchschnaufen und dann wieder reingehen wenn man sich gesammelt hat oder jemanden zu Hilfe holen kann der übernimmt oder so aber auf jeden Fall raus gehen aus der Situation irgendwie versuchen wieder zu sich zu kommen.

00:44:59: Aber nochmal, also wir haben ganz viele wirklich hoch belastete Familien in unserem Land.

00:45:05: Die Zahl steigt.

00:45:07: ich will noch mal eine Statistik bewühlen vom Nationalen Zentrum für frühe Hilfen.

00:45:10: die haben im letzten Jahr eine Studie publiziert wie sie identisch auch vor sieben Jahren zwei tausend siebzehn schonmal durchgeführt haben und da wurde unter anderem im Geburtskliniken die Frage gestellt Wie hoch ist der Anteil oder bei wieviel Familien befürchten sie, die Belastungen sind so hoch dass die eine gesunde Kindesentwicklung bedroht.

00:45:32: Und das war im Jahr zwei Tausend Siebzehn war es.

00:45:34: bei achtzehn Prozent der Fälle beschrieben worden und zwei tausend vierundzwanzig also in dem letzten Jahr publiziert sind es fünfzehnt Prozent also fast eine Verdopplung.

00:45:46: und vor diesem Hintergrund Also ich habe immer so die Situation Vater, der keinen Job hat.

00:45:52: Der Finanznöte hat in einer kleinen Wohnung lebt mit Nachbarn die gestresst sind durch den Lärm dem das Kind macht und mit einem Teppichklopfer gegen die Decker hauen und so und dann schreit dieses Kind Und dann ist dieser Mann womöglich alleine.

00:46:06: Warum auch immer?

00:46:07: Hat nicht die Möglichkeit das Kind zu stehlen zu viertanen zu beruhigen.

00:46:12: und ich glaube deswegen wir können auf der individuellen Ebenen, wir nennen das ja Verhaltensprävention.

00:46:19: Da kann man eine Menge tun und da können auch eine Menge mehr tun.

00:46:22: aber an der Stelle wird das Thema wirklich ganz schnell politisch weil es geht darum Verhältnis Prävention zu machen um sozusagen die Zahl der Eltern und eben hier im spezifischen der Väter in solche Überlassungssituationen zu gehen einfach zu reduzieren.

00:46:36: und im Moment wachsen sie dramatisch an.

00:46:40: Ich würde das Bild vom arbeitslosen Vater in einer kleinen Wohnung gerne direkt zerschlagen Weil ich finde gerade so ein Stigma oder auch so eine Verbildlichung,

00:46:54: die

00:46:55: ist nicht wirklich aktuell.

00:46:57: Ich erfahre einfach das die Lebenslagen der Personen, die Unterstützung brauchen und die überfordert sind in der Klinik einfach unglaublich unterschiedlich sind.

00:47:05: Also wir haben da wirklich Jobend verdienende Eltern, die super überforderd sind weil ihr kennt einfach einen sehr lautes gern schreien, das Kind sind ist und sie aber komplett im Kopf sind.

00:47:21: Also kaum Bauchgefühlen mit in diesem Händling vom Baby also in der Versorgung von Baby sondern wirklich nach Textbuch.

00:47:31: Das letzte Stillen ist genau drei Stunden her, jetzt müssen wir wieder und Protokoll führend.

00:47:36: Und ja ich habe in drei Büchern diese und jene Tipps gelesen und super vorbereitet aber in dem Moment halt nach Textbuch.

00:47:45: Gerade mit so einem Neugeborenen muss man viel das Kind selbst lesen, das Kind versucht die Bedürfnisse zu schildern.

00:47:51: Das Lesen fällt einem sowieso schwer hier ist und nicht im Herzen im Bauch.

00:47:59: Deswegen, ich glaube so einen typischen Mensch als Risikoperson die Belastung insgesamt macht es einfach und Prävention, wie Sönke sagte ist unglaublich wichtig.

00:48:11: Ich glaube auch auf einer breiteren Flächeprävention Bindungsarbeit der Vater in dem Vater zu unterstützen.

00:48:18: eine starke Bindung von Anfang an aufzubauen Auch schon in der Schwangerschaft zum Baby kann helfen andere Stressfaktoren diesem Alltag gibt Zu beseitigen damit halt diese Impulskontrolle präsent ist wenn's dann notwendig ist Das Wissen über zum Beispiel Schrei-Babyberatung, wenn ein Kind wirklich ohne ertriftlichen Grund über längeren Zeitraum schreit sehr lange am Tag.

00:48:46: Dann kann das jeden Elternteil bis zum Rand der Toleranz bringen und das Wissen so eine Beratung allein im Notfall ist z.B.

00:48:55: auch schon goldfertig.

00:48:58: Ich glaube wir müssen da sehr breit ansetzen wegen der Zahlen.

00:49:06: Was aber auch wieder zurückschließen lässt, darauf das Verständnis bei den Vätern zu stärken, dass sie nach Hilfe fragen dürfen?

00:49:14: Weil höchstwahrscheinlich war ein Hilferuf viel früher schon notwendig bevor das Kind überhaupt geschüttelt worden ist.

00:49:21: Ja in der Tat.

00:49:23: Wenn jetzt mein Vater zuhört und feststeht so okay ich glaube da gibt es was bei mir.

00:49:28: also So wie Mehna das gerade erklärt hat, das sind Punkte bei mir.

00:49:36: Wohin kann ich mich wenden dann?

00:49:39: Also der Vater, wohin kann er sich im besten Fall jetzt als erstes gleich mal wenden?

00:49:46: Also ihr schaltet ja über Hamburg hinaus.

00:49:52: Deswegen also der leichteste Weg wenn man wirklich jetzt noch keinen Kontakt zu weder Babylose noch irgend wem anders hat ist Google früher Hilfen und den eigenen Kreis oder die eigene Stadt eingeben.

00:50:05: Es klappen eigentlich bei Google sofort die ersten zehn Beiträge, müssten entweder die Seite der Stadt des Kreises sein und früher Hilfen.

00:50:12: ist da das Codewort für Hilfen, die in dem Bereich Schwangerschaft bis Baby ist drei Jahre alt helfen können.

00:50:22: Und wirklich alles was das Leben betrifft irgendwie an Fragen beantworten können.

00:50:27: Das wäre mein erster Schritt.

00:50:28: Der zweite Schritt wäre natürlich zu sagen okay man ist rund um die Geburt Babylose, die eigene Stadt und der eigene Kreis.

00:50:37: Also vielleicht hat die Geburtsklinik die Kinderarztpraxis.

00:50:41: Der Gynäkologe der Frau eine Babylotsin vor Ort.

00:50:45: Die kann nochmal auch Hilfen heraus suchen, die für den Fall passen... ...für die Probleme, für die Bedürfnisse des Vaters passen.

00:50:56: Genau!

00:50:57: Das wäre jetzt meine allererste erste Hilfe-Maßnahme, die ich treffen würde?

00:51:03: Und

00:51:04: ich würde es noch ergänzen um das Gesundheitssystem.

00:51:07: Gerade rund um die Geburt gibt's ganz, ganz viele Kontakte mit dem Gesundheitssystem, sei es die Hebamme, der nachsorgende Gynäkologin oder auch der Kinderarzt und die stehen alle für sowas zur Verfügung.

00:51:21: Ja Sie auf jeden Fall sprechen!

00:51:26: Und wenn es die Partnerin als allererste Adresse ist, zu sagen hey Schatz mir geht's nicht gut.

00:51:31: Können wir bitte miteinander sprechen?

00:51:33: Weil was scheinig ist sie auch diejenige dies als alle erstes gemerkt hat und das wurde einfach noch nicht ausgesprochen.

00:51:40: Und einmal abschließend gefragt was wäre euer Wunsch wie wir es hinbekommen?

00:51:48: dass vielleicht Väter in fünf Jahren nicht mehr das Gefühl haben dass sie nicht nach Hilfe fragen dürfen, weil das habe ich jetzt so rausgehört ist das größte Problem.

00:51:56: Man wird nicht mitgedacht man ist nicht im Mittelpunkt.

00:51:59: Man muss stark sein einfach aufgrund von klassischen veralteten Rollenbildern.

00:52:04: Man fragt nicht vielleicht auch, weil man einfach denkt so es geht hier um die Frau aber was müsste sich ändern?

00:52:11: So mittelfristig aus eurer Sicht damit sich das ändert.

00:52:17: Also ich glaube Dankeschön!

00:52:19: Ich wollte gerade schon den Wort klauen Also frecherweise.

00:52:25: Ja, ich würde es so in drei Punkte glaube ich zusammenfassen also ein zwei haben wir schon erwähnt.

00:52:31: der erste Punkt ist wie brauchen auf jeden Fall mehr Sichtbarkeit für die Väter in den Hilfsangeboten also entweder spezialisierte Angebote aber auch generell dass Väter sich speziell angesprochen fühlen das sie dort auch sich melden dürfen und könnten sollen.

00:52:48: dann jetzt weiterpunkt So wie es bei den Frauen mittlerweile etabliert ist, wirklich Vorsorge zu betreiben.

00:52:54: Also in der Geburtshilfe sollte der Vater die gleiche den gleichen Stellenwert haben wie auch die Frau.

00:53:00: also nehmen wir jetzt mal zum Beispiel die Wochenbett Depression das dann auch bei der U-Drei direkt der Vater mitgefragt wird dass der Bogen auch standardmäßig mit ausgeteilt wird.

00:53:12: und Ich bring auch noch einen dritten Punkt mit und ich finde, das ist glaube ich sogar mein schwerer Wienster.

00:53:19: Das Schließen von Gender Pay Gap!

00:53:21: Also ich will jetzt nicht irgendein feministisches Thema hier aufmachen aber die Logik ist eher... Die Väter sind eher in der Position, sie müssen das Familienkonstrukt aufrechterhalten.

00:53:33: Der starke Provider sein wenn die Frau durch Geburt und Gesundheit und Nachfrage ausfällt weil einfach die Frau weniger verdient als ein Mann.

00:53:43: Die Frau geht auch eher in Teilzeit Die Frau weniger verdient als der Mann.

00:53:48: Und so schließt sich so ein Kreis, dass der Vater vielleicht doch gerne zu Hause bleiben wollen würde einfach um mit seinem Kindzeit zu verbringen die Frau zu entlasten und sich selber zu entlassen weil Vollzeitjob- und Familienleben gleichwertig zuführen ist einfach work life balance funktioniert nicht.

00:54:08: Wenn man aber gleich viel verdienen würde Dann wäre die Entscheidung wiesentlich einfacher für die Männern.

00:54:14: Also das höre ich ganz, ganz häufig.

00:54:15: Ich würde gerne zu Hause bleiben aber... ...ich verdiene mehr und muss arbeiten.

00:54:21: Das würde ich mir für die Männer wünschen wenn das noch jahrelang möglich wäre, das wär ein Fantastisch!

00:54:26: Das ist sportlich glaube ich fünf Jahre, aber nun gut.

00:54:30: Sönke möchtest du das noch ergänzen?

00:54:32: Ja, sehr gerne.

00:54:33: Vielen Dank mir, Hina, dass du die große politische Welle schon abgenommen hast.

00:54:38: Da muss ich die nicht mehr spielen!

00:54:40: Wir haben ja schon gesagt so was ist eben auch ein politisches Thema.

00:54:43: aber also ich mach's mal bisschen einfacher.

00:54:49: Ich würde mir wünschen das kein Vater mehr auf der Wochenstation steht und so das Gefühl hat ich bin hier nur der Assistent oder so Sondern.

00:54:57: das gefühl hat er gehört dazu Er hat eine wichtige Rolle.

00:55:02: Ich möchte, dass die Babylotsin ganz selbstverständlich ihn fragt wie es ihm geht.

00:55:09: Ich möchte das die Belange der Väter in den Babyscannen aufgenommen werden damit systematisch auch darauf geachtet wird, wie geht's eigentlich dem Vater?

00:55:26: Es sollte selbstverständlicher sein, dass es zumindest in jeder größeren Geburtsklinik in Deutschland ein Väter-Angebot gibt was offensiv an die Familien herangetragen wird, angeboten wird zu nutzen und zwar über die Geburt hinaus und gerne auch schon vor der Geburt als Vorbereitung.

00:55:46: Und ich möchte das den Vater nicht erst Unterstützung bekommt wenn er die Kontrolle verliert sondern dass es ganz selbstverständlich wird dass wir auch als Männer sagen dürfen Erstens wahrnehmen dürfen.

00:55:59: Es geht uns gerade nicht gut, da fängt es bei vielen von uns schon an und dann eben auch sagen dürfen wir brauchen Hilfe.

00:56:11: Und wenn man doch noch ein bisschen die große politische Keule schwingen möchte, dann ist das total wichtig zu verstehen.

00:56:20: Vätergesundheit ist Kinderschutz!

00:56:22: Und Kinderschutz beginnt eben nicht erst, wenn ein Kind geschlagen wird oder gar geschüttelt oder so.

00:56:29: Sondern Kinderschurz beginnt sehr viel präventiver und über die Muttergesundheit ist viel gesprochen worden.

00:56:36: Es ist ein total wichtiges Thema und auch da könnten wir einen eigenen Podcast zu machen was da alles noch fehlt.

00:56:41: Heute ist Feta das Thema deswegen.

00:56:43: Feta Gesundheit ist total wichtig um eben Feta als wichtigen Resilienzfaktor auch in der Familie zu unterstützen.

00:56:55: Das wären so meine Wünsche.

00:56:58: Ich freue mich schon, wenn wir uns in fünf Jahren hier wieder treffen und dann abgleichen können was davon eingetroffen ist.

00:57:04: Dann dort der Podcast nur fünf Minuten weil sechs mal weg.

00:57:08: Wir gucken mal.

00:57:12: Vielen Dank das waren tolle Schlusswörter von euch beiden Auch wenn die Stunde jetzt schon fast drum ist und wir eigentlich noch viel länger sprechen könnten, aber wir haben eine allerletzte Frage an euch beide noch.

00:57:22: Die stellen wir auch wirklich jedem Gesprächspartnerin und zwar haben wir eine echte Pappers Playlist auf Spotify und die wächst um Folge zu Folge an mit Musikwünschen!

00:57:36: Und jetzt kommen heute mindestens zwei Songs wieder drauf nämlich wieder einer von euch Einen Song gerne als Wunsch, was wir mit der Folge verbinden.

00:57:48: Mit dem Thema verbindet heute morgen gehört habt und was euch begleitet.

00:57:53: Viel Free.

00:57:55: Bin gespannt!

00:57:57: Jetzt darf ich?

00:57:57: Okay.

00:57:58: Ich bin ja schon ein paar Tage älter und deswegen gibt es keine Konkurrenz für Vater in Zannen von Kerstines.

00:58:05: Ja schön.

00:58:09: Ich gebe mal rein vom Birdtalker Heavy.

00:58:13: ist auch, also jetzt nachdem wir das Gespräch geführt haben.

00:58:16: Auch passt das wie für Sorgorge?

00:58:19: Es geht einfach darum dass man sich ja auch einsam fühlt und dass man jemanden reinlassen darf in diese Einsamkeit, den Schmerz die man empfindet und ob das jetzt die Partnerin ist weil es eher auf Liebe gezogen ist oder halt die Bibelots sind... Das lass ich dem!

00:58:33: Zuhörer dann einmal.

00:58:37: Super Songs, vielen Dank!

00:58:38: Die kommen beide auf die Playlist der echten Pappers von Spotify, die ihr... Achtung jetzt kommt etwas Werbung in einer Sache, die abonnieren könnt genauso wie unserem Podcast natürlich.

00:58:48: Abonnieren, anhören, bewerten mit fünf Sternen weiter sagen.

00:58:53: Dann sind wir wunschlos glücklich.

00:58:54: und wenn ihr eine Frage habt trotzdem noch zu dieser Folge oder generell für den echten Papas könnt ihr uns auch eine E-Mail schreiben.

00:59:00: ganz old school und wohin die E-mail geht weiß ich immer Genau, könnt ihr an podcast.de die Papas.de schicken.

00:59:07: wir kümmern uns dann um genau.

00:59:09: und jetzt noch einmal ganz zum Abschluss die Frage an euch wenn jetzt jemand sagt so ja er braucht eine Babylotsin oder er möchte mehr über das Programm wissen oder mehr über euch und eure Arbeit wo geht der da am besten hin?

00:59:22: einfach Babylotz in googeln wie du schon vorgeschlagen hat Milena?

00:59:26: oder gibt es auch einen direkteren Weg?

00:59:29: also der rekte weg führt tatsächlich über die Stiftung CEO hier in Hamburg.

00:59:34: Da ist das Programm entwickelt worden und da helfen wir jedem der Fragen zu dem Thema hat, ganz egal ob es um ein persönliches Thema geht oder ob es darum geht.

00:59:43: Bei uns gibt's noch keine Babylotsen und wir wollen das unbedingt ändern nach dieser tollen Folge.

00:59:49: Und CU?

00:59:50: Das ist ja also das englische C-U seh dich.

00:59:53: Gibt's tatsächlich auch auf den Social Media Formaten oder muss man da ins Internet direkt?

00:59:58: Nein, das gibt's auf Instagram, das gibts auf LinkedIn Oder auf Facebook glaube ich sogar auch.

01:00:03: Also es ist nur ein Klick entfernt.

01:00:05: sozusagen, die Hilfe.

01:00:09: Sehr schön!

01:00:10: Vielen herzlichen Dank

01:00:11: dass ihr da wart.

01:00:15: Wir hoffen jetzt tut sie noch was in diesem thematischen Feld.

01:00:20: Dann vielen dank euch beiden und alle anderen.

01:00:22: hören wir uns zwei Wochen wieder.

01:00:24: Alles Gute für

01:00:25: mich.

01:00:26: Macht's gut.

01:00:28: Tschüss!

Über diesen Podcast

Der Podcast der Echten Papas ist die Anlaufstelle für alle Väter – und die Menschen, die es werden wollen! Wir, Marco vom DAD Mag und Florian, sprechen offen über die Freuden, Herausforderungen und Konflikte des Vaterseins und geben Impulse für Veränderung. Mit spannenden Gästen wie Müttern, Vätern, Experten und Coaches setzen wir uns für eine Gesellschaft ein, in der Väter ihre Rolle selbstbewusst und aktiv leben können.

Von Vereinbarkeit und mentaler Gesundheit bis hin zu Erziehung und Väterrechten – wir sind die Stimme für moderne Väter und ihre Themen. Werdet Teil unserer Community, hört rein und bewegt mit uns die Väterwelt!

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